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Mo., 15. Mai 2017, 09:05 Uhr
Pfeiffertälchen bekommt beim Street Art Workshop eine zweite schöne Seite
Kunst gegen Angst – erster Abschnitt des Pilotprojekts erfolgreich

Jascha Held von Studio 68 zeigte den Nachwuchskünstlern, wie mit der Spraydose umzugehen ist. Das Pfeiffertälchen erstrahlt nun in neuem Glanz. Foto: Eva WiegandLAMPERTHEIM - Vor einer Zeit brachte die Koalition aus SPD und FDP den Antrag im Stadtparlament ins Rollen: Die dunklen, tristen Unterführungen, von denen Fußgänger und Radfahrer in Lampertheim schließlich so einige vorfinden, sollten einen Neuanstrich bekommen. "Ziel ist es, Angsträume in Unterführungen künstlerisch aufzuwerten", erklärten der SPD Stadtverordnete Marius Schmidt und der neue Vorsitzende der Jusos Ried, Maximilian Rühl, unisono. Als Pilotprojekt suchten sich die Jusos schließlich das Pfeiffertälchen aus, die Unterführung zwischen Ringstraße und Guldenweg sollte heller und freundlicher gestaltet werden. Bereits am Freiwilligentag im September letzten Jahren bekam eine Seite der Unterführung einen neuen Anstrich - inklusive künstlerischer Verzierung. Und siehe da, auch heute, nach fast neun Monaten, sieht die bunte Wand noch so schön aus, wie am ersten Tag. Denn nach der „Broken Window Theorie“, beginnt der Abwärtstrend mit ein paar Schmierereien an der Wand, etwas Müll auf dem Boden oder eben dem kaputten Fenster. Nach dieser Theorie, bringen solche negativen Vorzeichen die schlechten Seiten der Menschen zum Vorschein. „Wo Schmutz ist, kommt auch Schmutz hin“, ist sich Schmidt sicher. Sei allerdings etwas ordentlich hergerichtet, wüssten die Bürger das zu schätzen und wie sich bisher darstellt, zeigt die Aktion Wirkung. "Wir haben bisher ein sehr gutes Feedback aus der Bevölkerung bekommen", freute sich Rühl über die erfolgreiche Aktion. Damit nun auch der zweite Teil fertiggestellt werden konnte, waren alle Interessierten am vergangenen Samstag zu einem Street-Art-Workshop eingeladen. Mit Unterstützung und Anleitung von Jascha Held vom Studio 68, gestalteten die Kinder und Jugendlichen auch Seite Nummer zwei. Nun beobachten die Jungsozialisten das fertiggestellte Pilotprojekt erst einmal einen überschaubaren Zeitraum. „Dann werden wir damit zügig fortfahren", meinte Schmidt, der Auftakt ist jedenfalls ist gemacht. Eva Wiegand