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Mo., 24. November 2014, 23:20 Uhr
Öffentliche Weihnachtsausstellung im Seniorenheim Dieselstraße gut besucht
Kunsthandwerk, Ideen, frisches Grün und feines Gebäck
Geselliges Beisammensein, Kaffee und Kuchen – das wollten Marianne Betz (links), Liselotte Hahl und Christa Betz an beiden Tagen genießen. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Der Duft von Kaffee lag verführerisch in der Luft und auch an den anderen Tischen hatten sich intensive Gespräche entwickelt. Den leckeren Kuchen und Torten vom Kuchenbüffet hatte kaum jemand widerstehen wollen. Zahlreiche Senioren und Angehörige Besucher nutzten die Stunden am Freitagnachmittag zum ausgedehnten Plaudern und ließen sich von der Weihnachtsausstellung bezaubern, die sich auf zwei Räume und das Foyer erstreckte. Am Freitag musizierte die Flötengruppe Adria, am Samstag hatte sich ein Ensemble der Musikschule unter der Leitung von Joachim Sum zur musikalischen Unterhaltung angekündigt. Seit 24 Jahren findet die öffentliche Weihnachtsausstellung in den Räumen des Seniorenwohnheims in der Dieselstraße statt, eine Tradition, die von der Geselligkeit und der Begeisterung für schöne und kunsthandwerklich wertvolle Erzeugnisse lebt und auch diesmal wieder Ziel zahlreicher Besucher aus dem Seniorenwohnheim und von außerhalb war. „Morgen sind wir auch wieder da“, erzählten drei fröhliche ältere Damen, „Kaffee und Kuchen sind günstig und man hat Unterhaltung“. Christa Betz hat den kürzesten Weg, denn sie ist im Seniorenheim zu Hause, ihre Schwester Marianne und Liselotte Hahl kommen besonders gerne zur Weihnachtsausstellung. Auch Elisabeth Mrotzek hatte den Nachmittag sehr genossen. Die 93-Jährige lobte den Kuchen und die Unterhaltung, denn in ihrem Alter gebe es nicht mehr so viele Leute, die sie zu Hause besuchen, meinte sie. Tochter Jutta Mrotzek-Reif hatte sich schon an den Ständen umgeschaut und ein Adventsgesteck erstanden. Von der riesigen Auswahl waren am späteren Nachmittag schon die meisten Kränze und Gestecke verkauft. Eine Besucherin ging glücklich strahlend mit ihrem genau fünfzig Zentimeter im Durchmesser messenden Adventskranz nach Hause, den sie vorab bestellt hatte. Am Stand von Ulrike Bergmann gab es neben kunstvoll arrangiertem Adventsgrün und Kränzen auch wunderbar duftende Herzen, Sterne und Nikoläuse aus Lebkuchen, gebacken von ihrer Tochter, die Konditormeisterin ist. Von Anfang an, seit 24 Jahren, macht sie bei der Ausstellung mit, auch Brigitte Stoll gehört zu den Ausstellern der ersten Stunde. Bei ihr gibt es originelle Faltkarten, die ihre Schönheit Stück für Stück entfalten. Drechselkunst aus der Region, Holzarbeiten aus Ghana, selbst gebackene Plätzchen, Honigprodukte aus dem Odenwald, Schmuck, dekorative Stofftaschen und vieles mehr wurde an den Ständen angeboten. Sparen lohnt sich nicht? Mit den ganz entzückenden, gestrickten Sparstrümpfchen könnte es wieder Spaß machen. Wer malt das schönste Weihnachtsbild? Eine Frage, die mehrere Kinder dazu animierte für diesen Wettbewerb zu den Malstiften und Papierbögen zu greifen, die auf dem Maltisch im Foyer bereitlagen. Brigitte Hahl, Leiterin des Seniorenwohnheims, das über 33 Wohnungen verfügt, berichtete, dass ein backbegeistertes Bewohnerteam neunzehn Torten gebacken hatte, darunter den sehr begehrten Frankfurter Kranz, Buttercremetorten und Käsesahnetorte. Einen Kuchen pro Ausstellungstag steuert jeder Aussteller bei, Standgebühren entfallen. Der Kuchen wurde auch zum Mitnehmen verpackt. Am Freitag gab es zusätzlich Wurst- und Käsebrötchen. Der Erlös kommt in diesem Jahr der Ökumenischen Diakoniestation Lampertheim zugute. Hannelore Nowacki
Auch die jungen Besucher der Weihnachtsausstellung hatten ihren Spaß. Beim Malwettbewerb war Kreativität gefragt. Foto: Hannelore Nowacki