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  • Di., 24. Juli 2018, 14:52 Uhr
    Totale Mondfinsternis am 27. Juli / Längstes Ereignis dieser Art im 21. Jahrhundert

    Kupferroter Mond erstrahlt am Nachthimmel

    Am Freitag wird ein kupferroter Mond Zeugnis der längsten totalen Mondfinsternis im 21. Jahrhundert sein. Foto: pixabay.com

    SÜDHESSEN – Am kommenden Freitag wird am Nachthimmel ein besonderes Schauspiel zu beobachten sein – sofern das Wetter mitspielt und ein wolkenloser Himmel den Blick auf dieses außergewöhnliche Ereignis frei gibt: Denn am 27. Juli kann wieder eine totale Mondfinsternis ab dem Eintritt des Mondes in der Kernschatten vom ganzen deutschsprachigen Raum und Europa aus beobachtet werden.
    Auch wenn totale Mondfinsternisse regional häufiger als Sonnenfinsternisse zu beobachten sind, sollte man dieses Ereignis nicht verpassen und den kupferroten Mond am Himmel beobachten. Mit seiner Dauer von 1 Stunde und 43 Minuten ist die totale Mondfinsternis die Längste im 21. Jahrhundert. An diesem besonderen Tag steht der Planet Mars in Opposition zur Sonne und leuchtet hell am abendlichen Himmel. Der Mars begleitet den Mond auf seiner Bahn am Abend- und Nachthimmel.
Die totale Mondfinsternis hat aufgrund der besonderen Konstellation mit Mars und dem verfinsterten Aufgang des Mondes am Horizont seinen ganz besondern Reiz für Fotografen aber natürlich auch für jeden anderen Beobachter.
    Der Mondaufgang erfolgt in Deutschland um 21.02 Uhr (MESZ). Um 21.31 erfolgt der Beginn der Totalität. Die Mitte der Finsternis wird um 22.22 Uhr erreicht.
    Bei der visuellen Beobachtung der gesamten Mondfinsternis reicht es aus, wenn Sie freie Sicht für den Zeitraum haben, in dem der Mond in den Kernschatten der Erde eintritt. Möchten Sie nur einen kurzen Blick von ein paar Minuten auf den verfinsterten und kupferroten Mond werfen wird dieses Sichtfenster großzügiger. Das ermöglicht es Ihnen, die Mondfinsternis unter guten Voraussetzungen auch von zu Hause beispielsweise aus dem Küchenfenster zu beobachten.
    Diese Grafik visualisiert den Verlauf der Mondfinsternis am Horizont. Dort finden Sie neben den einzelnen Phasen der Finsternis die aktuelle Höhe des Mondes mit Lage zum Horizont. Zusätzlich werden die Dämmerungsphasen grafisch dargestellt. Foto: www.der-mond.org/Stefan van Ree

    Wenn Sie die Beobachtung aus dem Freien heraus vorziehen, empfiehlt sich die Mitnahme eines Fernglases. Wichtig ist, dass Sie für die Mondfinsternis eine freie Sicht in das entsprechende Himmelsareal haben. Bei der Beobachtung des Mondes durch das Fernglas kann nichts passieren. Aber schauen Sie niemals mit einem Fernglas ungeschützt in die Sonne! Mit einem Fernglas können Sie noch mehr Details an der Grenze zwischen verdunkeltem Mond und hellem Mond erkennen.  
    Die Beobachtung der nächsten in seinem Gesamtverlauf sichtbare, totale Mondfinsternis ereignet sich in Deutschland erst wieder am 21.01.2019. Nutzen Sie also diese besondere Gelegenheit und bewundern Sie den kupferroten Mond am Nachthimmel über dem Ried.
    Weitere Informationen rund um die Mondfinsternis – auch wie Sie den besten Standort zur Mondbeobachtung finden – erhalten Sie unter www.der-mond.org, Seitenbetreiber Stefan van Ree hat dem TIP freundlicherweise die Nutzung seiner Daten und Informationen ermöglicht, vielen Dank! red/Stefan van Ree






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