
HOFHEIM – Im Rahmen der Reihe „LA im Dialog“ mit Schwerpunkt Hofheim hatte Bürgermeister Alexander Scholl (CDU) am Mittwochabend Vertreter der Lokalpolitik, unter ihnen Ortsvorsteher Lothar Bauer von der Bürgergemeinschaft Hofheim (BGH), Ortsbeiräte, Stadtverordnete, Magistratsmitglieder und Vereine zur Besichtigung in die sanierte Hofheimer Sporthalle eingeladen, die seit April von den Vereinen genutzt werden kann. Bekanntlich fand die offizielle Einweihung mit Amtsvorgänger Bürgermeister Gottfried Störmer (parteilos) schon Ende November letzten Jahres statt, die Nutzung ist seit April möglich, wie Scholl zu Beginn der Begehung mitteilte. Die Besucher sollten sich einen Überblick verschaffen können, die Fakten zum Ablauf der Sanierungsarbeiten berichtete Bürgermeister Scholl besonders mit Blick auf die zeitliche Ausdehnung der Arbeiten und die nicht vorhersehbaren Mehrkosten durch Überraschungen: Eigentlich sollte es nur eine energetische Sanierung werden – mit neuen Fenstern und außenliegendem Vollwärmeschutz; Lüftung, Heizung und Beleuchtung sollte angepasst werden. Doch Ende 2023 wurden Schadstoffe festgestellt. Aus einem halben Jahr wurden fast zweieinhalb Jahre mit drei Wintern. Eine schwere Zeit für die Vereine, räumte Scholl ein, vor allem für Turnverein, Fußballverein und teilweise auch den Tennisclub. Dank der Fördermittel von einer halben Million Euro habe die Stadt von den Gesamtkosten 4 Millionen selbst tragen müssen. Anstatt über die Kosten zu lamentieren will Scholl eine positive Botschaft vermitteln: „Die Sanierungsmaßnahmen sind für den Stadtteil Hofheim ein Gewinn für die nächsten Jahrzehnte“. Dafür bekam Scholl Applaus.
Foto: Hannelore Nowacki
Vieles ist neu, einiges wurde aufgefrischt
Weitere fachliche Auskünfte gaben Nicole Giacomazzi vom Technischen Immobilienmanagement, die den Bau begleitet hatte, und Fachbereichsleiter Immobilienmanagement Dietmar Lidke. Hell und freundlich präsentiert sich die frisch sanierte Halle, edel wirkende neue Hölzer wurden für die Wandverkleidung verarbeitet, die Holzsitze auf der Tribüne und in den Umkleiden hat der Bauhof aufgearbeitet und auf neu getrimmt wie auch die Garderobenaufhänger. Projektleiterin Giacomazzi betonte, dass so viel wie möglich vom Bestand erhalten wurde wie auch die Türen, die der Bauhof wieder wie neu machte. Der Duft von Neuem liegt unverkennbar noch in der Luft, Gebrauchsspuren lassen sich nicht erkennen. Neu sind die Sanitäranlagen mit neuen Duschen und WCs, die Gänge zeigen modernes Ambiente. „Man kann jetzt zufrieden sein“, meint der Fachmann vom Immobilienmanagement und sagte „viel Freude an dieser Halle“ voraus.
Foto: Hannelore Nowacki
Im Vergleich zu den Sanierungskosten der jüngeren Altrheinhalle des Lessing-Gymnasiums Lampertheim in Höhe von 3,8 Millionen Euro, die der Kreis Bergstraße aufwändig sanieren lasse, stehe man in Hofheim gut da. Hier wie dort seien die Baupreise explodiert und Überraschungen gebe es immer bei einem Gebäude aus den 1970er Jahren wie es die Sporthalle ist. Kompromisse kosten meistens mehr Geld, wer es einmal richtig mache, habe Jahrzehnte Ruhe, erklärte Scholl. Projektleiterin Giacomazzi zählte auf, was alles neu gemacht wurde: Die nicht geplante PV-Anlage auf dem Dach, die Tonanlage, ein kompletter Fliesenaustausch anstatt Stückwerk, Prallwände und Brandschutz und einiges mehr. Scholl sprach von einigen Kinderkrankheiten wie bei der Technik, die noch ein paar Wochen oder Monate bräuchten. Einige Vereinsmitglieder wiesen ihn auf Mängel hin, die gemeinsam besprochen wurden, die jedoch aus unbeteiligter Sicht nicht erkennbar sind. Ortsvorsteher Bauer kam zu einer äußerst positiven Einschätzung insgesamt für Hofheim, die Infrastruktur und die Sporthalle betreffend im Vergleich zu Stadtteilen anderer Kommunen. Stolz und zufrieden könnten die Hofheimer sein, das sei ihm eine Herzensangelegenheit.
Hannelore Nowacki
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