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  • Mo., 18. April 2016, 09:30 Uhr
    30.000 Euro für sechs Institutionen / Volksbühne feierte ihren 90. Geburtstag in der Notkirche

    Laiendarsteller spenden im Jubiläumsjahr „ä bissel feeel mäer“

    Große Freude herrschte bei den sechs Spendenempfängern, die jeweils 5.000 Euro von der Volksbühne in Empfang nehmen durften. Foto: Eva Wiegand

    Große Freude herrschte bei den sechs Spendenempfängern, die jeweils 5.000 Euro von der Volksbühne in Empfang nehmen durften. Foto: Eva Wiegand

    LAMPERTHEIM – Sage und schreibe 551 Vorstellungen hat die Lampertheimer Volksbühne seit ihrer Entstehung 1926 auf die Bühne gebracht und dabei rund 170.000 Zuschauer mit ihren Theaterstücken begeistert. Ein wirklich guter Grund das 90-jährige Jubiläum ausgiebig zu feiern, deshalb versammelten sich am vergangenen Samstagabend zahlreiche Gäste in der Notkirche, darunter Bürgermeister Gottfried Störmer, Erster Stadtrat Jens Klingler, Bürgermeister a.D. Erich Maier und Pfarrer Adam Herbert. Unter den Gästen konnte der erste Vorsitzende Klaus Jenner auch einige Spendenempfänger begrüßen, die im Laufe des Abends dicke Schecks entgegennehmen durften. Zu einem gelungenen Festakt waren die Gäste geladen, denn neben einer Präsentation, die sämtliche Theaterstücke der vergangenen 90 Jahre Revue passieren ließ sowie einige Sketche der Laiendarsteller, brachten die Gäste immer wieder zum Lachen. Auch ein Blick zurück machte deutlich, mit welchem Herzblut die Akteure an Werk gingen und noch heute gehen. Ziel der Volksbühne war und ist, allen Menschen Zugang zum Theater zu ermöglichen.

    Im Rahmen der Jubiläumsfeier wurden auch einige langjährige Mitglieder der Volksbühne geehrt. Foto: Eva Wiegand


    „Wir wollen vor allem volkstümlich bleiben“, betonte Jenner, deshalb verändere sich auch der Eintrittspreis für die Vorstellungen nicht. Schließlich stehen alle Aktiven ehrenamtlich auf der Bühne, das eingenommene Geld wird zum größten Teil gespendet, „denn die Gage der Laiendarsteller ist der Applaus“, hob Jenner hervor. Aber nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen hat es in den 90 Jahren gegeben. So stand die Volksbühne nicht nur einmal kurz vor dem Ende. In seiner Laudatio berichtete Bürgermeister Gottfried Störmer von schweren Zeiten in den 60ern. Das Fernsehzeitalter habe dazu geführt, dass die Zuschauerzahlen zurückgingen. „Damals machte sich die Volksbühne Gedanken, die Spielgruppe aufzulösen“, blickte Störmer zurück. Doch schon damals setzten sich Peter Bischof und der damalige Vorsitzende Karl Schmidt intensiv für das Laienspiel ein. „Sie haben den Verein zu dem entwickelt, was er heute ist: ein unverzichtbarer Bestandteil des Lampertheimer Kultur- und Vereinsleben“. 1979 beschloss die Spielgruppe sich auf Mundartstücke zu konzentrieren und hat damit alles richtig gemacht, wie die regelmäßig ausverkauften Vorstellungen bescheinigen. Den festlichen Rahmen des 90.Jubiläums nutzte die Volksbühne auch gleich, um langjährige Mitglieder zu ehren und die jährliche Spendenübergabe durchzuführen. „Voller Stolz kann ich ihnen mitteilen, dass wir bis heute Abend unglaubliche 502.500 Euro gespendet haben“, informierte der zweite Vorsitzende Gerhard Baum und bat sechs Institutionen auf die Bühne. Mit jeweils 5.000 Euro bedachte die Volksbühne an diesem Abend die Diakonie-Stiftung, den Förderverein der Domkirche, die Aktion für krebskranke Kinder in Heidelberg, den Kirchenvorstand der Lukasgemeinde, die Lebenshilfe sowie den Tierschutzverein Lampertheim. Eva Wiegand

    Info: Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Angelika Schulz, Bernhard Schollmeier und Heinz Wegerle, für 65 Jahre Mitgliedschaft wurden Helmut Jakob, Anneliese Weidenauer, Wolfgang Offer und Horst Retzbach geehrt.

     

     

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