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  • Mo., 18. Mai 2015, 16:22 Uhr
    Titel darf vier weitere Jahre getragen werden / Viele Produkte aus fairem Handel erhältlich

    Lampertheim bleibt Fairtrade-Stadt

    LAMPERTHEIM - Als Lampertheim im Mai 2013 die Anerkennung als Fairtrade-Stadt erhielt, gab es bundesweit 142 Fairtrade-Städte. Zwischenzeitlich tragen über 320 deutsche Städte diesen Titel. Die hohe Dynamik zeigt sich auch auf der Verbraucherseite, es wurden im vergangenen Jahr Fairtrade-zertifizierte Produkte im Gesamtwert von 827 Millionen Euro gekauft. Für Produzentenorganisationen, die unter Fairtrade-Bedingungen anbauen, bedeutet das - alleine durch Verkäufe in Deutschland - ein Prämienzuwachs von 30 Prozent gegenüber 2013.

    Die Aktion Fairtrade-Towns ist eine weltweite Kampagne und wird in Deutschland von TransFair e.V. getragen. TransFair e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der weltweilt das anerkannte Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte vergibt und Marktzugänge zu fairen Bedingungen für Produzentengruppen und Arbeiter aus benachteiligten Regionen des Südens vermittelt. Die Arbeit von Fairtrade International basiert auf der „Theorie des Wandels“. In ihr ist festgelegt, welche Ziele sich Fairtrade global steckt und welche Maßnahmen ergriffen werden, um Wirkung vor Ort zu erreichen. Dazu gehört, dass Standards regelmäßig überprüft und weiterentwickelt werden. Derzeit erarbeitet Fairtrade International in enger Zusammenarbeit mit TransFair einen Textilstandard, der die gesamte Lieferkette abdeckt. Ab Sommer können sich Goldschmiede in Deutschland als Partner für faires Gold registrieren und im Herbst können die Verbraucher Ausschau halten nach den ersten fair gehandelten Weihnachtssternen.
    Zwei Jahre nach Auszeichnung, wurden die Kriterien nun erneut geprüft und Lampertheim darf den Titel „Fairtrade-Stadt“ für weitere vier Jahre führen. Inzwischen gibt es in vielen Lampertheimer Geschäften, bei der Stadtverwaltung und bei verschiedenen Institutionen Produkte aus fairem Handel. Auch werden bei städtischen Veranstaltungen immer wieder gerne fair gehandelte Getränke und Snacks angeboten. Auf der städtischen Homepage gibt es einen eigenen Bereich für Fairtrade, der auch einen Einkaufsführer zum Herunterladen bereithält.
    Erfreulich ist ebenfalls, dass auch fair gehandelte Kleidung in Lampertheim erhältlich ist. „Horlé Mode und mehr“ führt seit diesem Jahr Modelabels, die einen der zulässigen Siegel für fairen Handel tragen. Viele weitere Geschäfte in Lampertheim wirken ebenfalls mit und es gibt schon ein sehr breites Spektrum an fair gehandelten Produkten wie Schokolade, Tee, Eiscreme, Kekse, Orangensaft, Kaffee, Bananen, Honig, Blumen und vieles mehr. Auch die Lampertheimer Gastronomie ist dem fairen Handel zugetan, so kann man in verschiedenen Cafés oder Restaurants das ein oder andere faire Produkt verkosten. In den Schulen ist Fairtrade bereits ein Bestandteil des Unterrichts und es gibt einige Schulen in Lampertheim, die Fairtrade-Produkte wie Kakao, Schokolade oder Orangensaft im Schulkiosk-Sortiment haben. Im Herbst wird sich die Steuerungsgruppe um Bürgermeister Gottfried Störmer treffen und über weitere Maßnahmen in Lampertheim beraten. zg

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