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  • Mo., 05. März 2018, 15:49 Uhr
    Neuer Regiebetriebsleiter Stadtmarketing Santo Umberti möchte Spargelstadt attraktiv gestalten

    „Lampertheim legt Fokus auf Standort- und Stadtentwicklung”

    Wollen Lampertheim gemeinsam voranbringen: Der neue Regiebetriebsleiter Stadtmarketing Santo Umberti (Mitte), Bürgermeister Gottfried Störmer (r.) und der Stadtrat mit besonderen Aufgaben, Gottlieb Ohl (l.). Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – „Lampertheim attraktiv gestalten, Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten und eine attraktive Freizeitgestaltung zu entwickeln” – dies sind die Ziele des neuen Regiebetriebsleiter Stadtmarketing Santo Umberti, der am Montag im Rahmen eines Pressegesprächs vorgestellt wurde.

    „In der Vergangenheit haben wir viele Male diskutiert und in Workshops deutlich gemacht, dass wir eine Veränderung im Bereich des Stadtmarketing wollen. Dazu benötigen wir nicht nur ein Gesicht, sondern auch eine fachliche Perspektive. Mit Santo Umberti haben wir beides”, betonte Bürgermeister Gottfried Störmer. „Aus einer Auswahl von mehr als 60 Bewerbern hat er uns auch im persönlichen Gespräch überzeugt. Am 1. März hat er seinen Dienst angetreten, gedanklich ist er bereits voll eingestiegen. Davon konnte ich mich auch bei einer gemeinsamen Begehung der Kaiserstraße und der Domgasse überzeugen, bei der wir das ein oder andere besprochen haben. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit Santo Umberti das Stadtmarketing verändern und nach vorne bringen können.”

    Stadtmarke entwickeln

    Der Politik- und Wirtschaftswissenschaftler Santo Umberti, der unter anderem in Spanien studierte und zuletzt 13 Jahre im Bereich der Regionalplanung tätig war, stellte anschließende seine ersten Ideen vor. „Wir leben nicht auf der Insel Südhessen, sondern im europäischen Binnenmarkt. Lampertheim ist ein guter Standort. Aber wir müssen uns die Frage stellen: Inwieweit kann dieser optimiert werden? Es geht dabei in erster Linie darum, eine Stadtmarke zu entwickeln und auszubauen und gleichzeitig Netzwerke zu schaffen – einerseits in der Kommune mit ihren 2.000 Unternehmen und 1.000 Freiberuflern selbst als auch in und außerhalb der Region mit Experten wie der IHK, dem Wirtschaftsministerium, dem Planungsverband Rhein-Necker oder der Wirtschaftsförderung Bergstraße sowie Banken.”

    Drei Säulen für den Erfolg

    Insgesamt gäbe es drei Säulen im Regiebereich Stadtmarketing, die gleichwertig bearbeitet werden müssen, ergänzte Santo Umberti. „Der erste Bereich ist die Wirtschaftsförderung. Hier gilt es, Ansiedlungswerbung für Gewerbeflächen zu betreiben, aber gleichzeitig auch den Bestand zu pflegen, gerade mit Blick auf die unterschiedlichen Interessen der ansässigen Gewerbetreibenden. Einen Schwerpunkt sollten wir auf Existenzgründung setzen, hier sehe ich in Lampertheim ein Riesenpotential verborgen. Ziele müssen zudem sein, den Wirtschaftsstandort und den Standort Lampertheim zu stärken sowie Arbeitsplätze zu schaffen und zu bewahren.”

    Über Lampertheim strahlte am Montag die Sonne – dass dies auch zukünftig so ist, dafür soll auch der neue Regiebetriebsleiter Stadtmarketing Santo Umberti sorgen. Archivfoto: TIP-Verlag


    Die zweite Säule sei das City- und Eventmanagement, welches es zu etablieren und weiterzuentwickeln gelte. „Ein Einzelhandelskonzept ist in diesem Zusammenhang sicher sinnvoll und wird von mir empfohlen, denn wir wollen in der Champions League spielen”, ist Santo Umberti überzeugt. „Ein weiterer Schwerpunkt muss im Leerstellenmanagement liegen, unter anderem bewegt mich die Frage, wie man das Schillercafé mit Leben füllen kann. Und natürlich wollen wir auch auf die Menschen zugehen und sie fragen, wo der Schuh drückt oder was gut läuft. Die Planung und Durchführung neuer Events fällt ebenfalls in diesen Bereich.”

    Die dritte Säule umfasst schließlich den Tourismus- und Freizeitbereich, der in den Händen von Carmen Daramus liegt. Neben der Stärkung des Bekanntheitsgrades in der Region und der strategischen Steuerung der touristischen Vermarktung müsse man auch überlegen, wie man Übernachtungen auswärtiger Gäste steigern könne – „auch außerhalb der klassischen Touristen, etwa im Bereich von Veranstaltungen, Workshops und Konferenzen, die in großer Zahl in der Region stattfinden”, erläuterte Santo Umberti. Als positiv bewertet der neue Stadtmarketing-Chef, dass seinem vierköpfigen Team 150.000 Euro für Projekte zur Verfügung gestellt werden.„Ich freue mich auf diese neue Herausforderung und möchte meine bisherige Erfahrung für Lampertheim einbringen”, schloss Santo Umberti seine Ausführungen – um sich gemeinsam mit Bürgermeister Störmer zu einer weiteren Besprechung zurückzuziehen, damit Lampertheim im Bereich des Stadtmarketing passend zum frühlingshaften Wetter am Montag bald neue Blüten trägt. Benjamin Kloos

     

     

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