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Do., 20. Oktober 2016, 11:06 Uhr
Spargelstadt erhält Förderbescheid für den Stadtumbau
Lampertheim weiterentwickeln und für die Zukunft fit machen
BUZ: Große Freude herrscht bei der Stadt Lampertheim, allen voran Bürgermeister Störmer, über die Aufnahme in das Programm „Stadtumbau in Hessen“. Schwerpunkte sind Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung, aber auch Maßnahmen zur Stadtentwicklung sind geplant.
LAMPERTHEIM - Am vergangenen Montag überreichte Umweltministerin Priska Hinz den ersten Förderbescheid in Höhe von 291.000 Euro im Umweltministerium in Wiesbaden für den Stadtumbau an Lampertheims Bürgermeister Gottfried Störmer. Der Bürgermeister hatte sich von Beginn an für dieses Projekt eingesetzt, um die Stadt und speziell die Innenstadtquartiere städtebaulich aufzuwerten und die Stadt Lampertheim als solches weiterzuentwickeln. Insgesamt konnten 20 hessische Städte und Gemeinden einen Bescheid über entsprechende Fördermittel entgegennehmen. Im März 2015 gab es politische Bestrebungen in das EFRE-Programm (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) aufgenommen zu werden. Daraufhin prüfte der von Bürgermeister Störmer geführte Fachbereich Bauen und Umwelt verschiedenste Fördermöglichkeiten und stellte der Politik in einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im Sommer 2015 eine Sachstandsmeldung zu Fördermöglichkeiten vor und gab den Hinweis auf das Programm „Stadtumbau in Hessen“ und die geplante Neuaufnahme von Kommunen in das Programm. Durch Bemühungen des zuständigen Fachbereichs und seines Dezernenten kam es dann im Oktober 2015 zu einem ersten Vororttermin in Lampertheim. Dr. Helga Jäger, Leiterin des Referates Städtebau und Städtebauförderung und Henning Schwarting, Referent Stadtumbau im Referat Städtebau und Städtebauförderung vom Umweltministerium Hessen sowie Andrea Otto vom Kompetenzzentrum Stadtumbau bei der Hessen Agentur besuchten die Spargelstadt. Dabei wurde die Projektskizze Stadtumbau sowie das projektierte Stadtumbaugebiet vorgestellt. Im Dezember 2015 folgte dann der einstimmige Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zur Bewerbung um Aufnahme in das Stadtumbauprogramm – mit Erfolg. Damit das Gesamtprojekt von Beginn an zielgerichtet betreut werden kann, wird die Stadtverwaltung ab Januar 2017 von einem neuen Mitarbeiter unterstützt. Schwerpunkte im Programm „Stadtumbau in Hessen“ sind Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung. Dabei kommt den innerörtlichen Grünflächen eine besondere Bedeutung zu. Diese sollen zum einen Starkregenereignisse aufnehmen können und damit die technische Infrastruktur entlasten und somit helfen Überschwemmungen zu vermeiden. Zudem sind diese Flächen von besonderer stadtklimatischer Bedeutung. In Hitzeperioden helfen sie die Aufheizung des Stadtgebietes zu minimieren und können kleinräumig den Hitzestress minimieren. Die Stadt Lampertheim hat in Ihrer Bewerbung die Zielstellung formuliert, den Altrhein und den Lampertheimer Wald als große und bedeutende Naherholungsgebiete und klimatisch wertvolle und ausgleichende Flächen über das Stadtgebiet miteinander zu verbinden. Der Stadtpark als große innerörtliche Grün- und Parkanlage spielt dabei eine zentrale Rolle. Der Ausbau des Stadtparkes für die innerörtliche Naherholung und als klimatisch aktive Fläche wird von der Stadt bereits seit Jahren weiterentwickelt. Daneben sollen insbesondere über die Straßenzüge aktive grüne Verbindungen geschaffen werden. So erstrecken sich Finger zum Zentrum des Stadtumbaugebietes bis zum Altrhein im Westen und der Feldflur im Osten. Doch auch die Stadtentwicklung spielt eine wichtige Rolle. So sollen insbesondere die Quartiere des Stadtumbaugebietes, Emilienstraße / Domgasse, Sedanstraße, Unterdorf, Kaiserstraße/Wilhelmstraße, Bahnhofsumfeld sowie der Stadtpark maßvoll nachverdichtet werden. Weiterhin umfasst der Stadtumbau auch Maßnahmen zum wirtschaftsstrukturellen Wandel sowie zum demografischen Wandel. Hier sind insbesondere die Quartiere und Bereiche Kaiserstraße / Wilhelmstraße und Bahnhofsumfeld zu nennen. Dabei geht es um die Revitalisierung der Innenstadt und die Stärkung beziehungsweise Stabilisierung der Handelsstrukturen in der Stadt sowie auch um verkehrstechnische Anpassungen unter den Stichworten, S-Bahn, Park- und Ride-Parkplätze, Parkraumbewirtschaftung, E-Mobilität und Aufenthaltsqualität in den zentralen innerörtlichen Lagen. zg