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Mo., 15. Januar 2018, 21:40 Uhr
Neujahrsempfang der SPD Lampertheim mit Rückblicken und Ausblick in 2018
„Lampertheim wird wachsen und zukunftsfähig werden“
Die SPD Lampertheim gab den zahlreich erschienenen Gästen im Rahmen des Neujahrsempfangs gemeinsam mit den Ehrengästen einen umfassenden Überblick und die politischen Geschehnisse - (v.l.n.r.) Fraktionsvorsitzender Marius Schmidt, Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht, Ortsvereinsvorsitzender Jens Klingler und Landtagsbeigeordneter Karsten Krug. Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM – Zum traditionellen Neujahrsempfang im Alten Rathaus hatte die SPD Lampertheim die gesamte Bevölkerung - Mitglieder, Freunde und Lampertheimer Bürger - auch in diesem Jahr wieder eingeladen. Auf die politischen Geschehnisse des vergangenen Jahres zurückblicken, die Weichenstellung für das neue Jahr vorzustellen und gleichzeitig die Kontakte mit den Mitgliedern zu pflegen – das alles stand auf der Tagesordnung.
Zahlreiche Gäste erschienen am vergangenen Samstag in den Räumlichkeiten des Alten Rathauses, um gemeinsam das neue Jahr mit einem Gläschen Sekt zu begrüßen. Ortsvereinsvorsitzender Jens Klingler hieß gemeinsam mit Marius Schmidt, Fraktionsvorsitzender, die Besucher willkommen - darunter auch Bürgermeister Gottfried Störmer und dem ehemaligen Bürgermeister Erich Maier mit Ehegattin. Klingler richtete seinen Dank zunächst an die anwesenden Mitglieder der AWO - „wir ergänzen uns gut“, merkte er an. Er wünschte den Gästen ein frohes gesundes Jahr 2018, in dem es „frohen Mutes aufwärts geht“.
Im laufenden Jahr wird laut Klingler einiges auf Lampertheim zukommen, wofür bereits in den vergangenen Jahren die Weichen gestellt wurden. Er erwähnte in diesem Zusammenhang die anstehende Sanierung des Hallenbads mit Investitionen von etwa 2,5 Millionen Euro. In Freibad und Technik wurde bereits viel investiert – jetzt steht unter anderem die Lüftung und Fassadenerneuerung des Hallenbads an. „Wir schöpfen im Moment aus dem Vollen“ verkündete Klingler stolz - „wir haben einen ausgeglichenen Haushalt“. Er wagte eine vorsichtige Schätzung mit einem Überschuss von etwa 5 Millionen Euro, der nun die Möglichkeit gibt, einige Projekte umsetzten zu können. Um mehr Gerechtigkeit zu schaffen, wurde unter anderem die Hundesteuer im vergangenen Jahr bereinigt – viele Hunde wurden neu angemeldet, was vorher leider nicht der Fall war. Die Niederschlagswassergebühr ist weitere Angelegenheit, die in 2018 überprüft werden soll. Klingler lobte auch den Einsatz des anwesenden Kreisbeigeordneten Karsten Krug, dem es im vergangenen Jahr gelungen ist, die Kreisumlage zu senken. In 2018 werde man das Augenmerk gemeinsam mit Krug auf die Schulumlage werfen. Auf eine Dividendendenausschüttung der Sparkasse in 2018 wird gehofft.Zu den wichtigen Projekten in 2018 gehört die Errichtung einer Kinderkrippe im Lampertheimer Gleisdreieck. Durch den gesellschaftlichen Wandel mit zunehmend mehr Kindern ist eine Ganztagsbetreuung heutzutage sehr wichtig. 2 Millionen Euro werden laut Klingler hier einfließen, um eine Tagesbetreuung in 5 Gruppen zu gewährleisten. Da die aktuellen Auflagen von Seiten des Gesundheitsamts sehr hoch sind, wird die SPD einen Blick darauf haben, die Küchen in den vorhandenen Kindertagesstätten in den nächsten Jahren entsprechend herzurichten. „Lampertheim wird wachsen und zukunftsfähig werden“ teilte er mit. Mindestens 5 Prozent der Bauplätze werden an den sozialen Wohnungsbau gehen; auch mit dem Thema Innenstadtverdichtung wird es weitergehen. „Lampertheim zusammen mit der SPD in die Zukunft zu führen, ist unser Ziel“ konstatierte Klingler. Fraktionsvorsitzender Marius Schmidt hatte den ausführlichen Erläuterungen Klinglers nicht mehr viel hinzuzufügen. Er dankte den anwesenden Mitgliedern der ALA (Arbeitsgemeinschaft Lampertheimer Altrhein), die sich für das Anliegen, den Altrhein zu erhalten, einsetzen – ebenso dankte er den Mitgliedern der MeWoLa (Mehrgenerationen-Wohnen Lampertheim) für ihren Einsatz - „der Bebauungsplan steht und die Wohnungen sind verkauft“ gab Schmidt bekannt. Sein Dank richtete er auch an die Vertreter des DGB Ortsverbands. Er betonte, dass für die SPD die Herausforderung darin bestehe, sozialgerecht alle Mitbürger mitzunehmen und an dem wirtschaftlichen Aufschwung teilhaben zu lassen. „Das ist die Richtschnur unserer Politik“, so Schmidt. Er erwähnte in diesem Zusammenhang die Lampertheimer Tafel und die AWO. Er lobte auch die „positive neue Form des Miteinanders“ von Bürgermeister und Erstem Stadtrat. Die Aufgabe, dem Gemeinwohl zu dienen, nehme die SPD sehr ernst: „Die SPD wirkt“ lautete sein Statement. Als Beispiele nannte er die Einführung von WLAN-Hotspot, Stolpersteinen, die „Nette Toilette“ und die Rampe für Rollstuhlfahrer am Alten Rathaus – all' dies sei auf SPD-Initiativen gemeinsam mit der Verwaltung umgesetzt worden. Kleine Dinge im Auge zu behalten sei wichtig, um das direkte Umfeld der Menschen zu verbessern. Das Projekt Stadtumbau wird in 2018 in Angriff genommen – insgesamt 30 Millionen Euro Gesamtinvestitionen von Stadt, Land und Bund werden in den nächsten 10 Jahren getätigt – auch in die Infrastruktur, die Schaffung eines neuen Kulturhauses, bauliche Nachverdichtung und seniorenfreundlichere Gestaltung der Innenstadt. Das neu gegründete Stadtmarketing sei zur Ansiedlung von neuen Unternehmen wichtig. „Lampertheim ist eine lebendige Mittelstadt in der Metropolregiion Rhein-Neckar mit großem ehrenamtlichen Engagement“ fügte Schmidt erfreut hinzu – „die SPD gestaltetet Lampertheim in vielfältiger Art und Weise weiter“. 145 Tausend Euro sind zur Verbesserung der Radwege angesetzt, 20 Tausend Euro für Bordsteinabsenkungen – um nur einiges zu nennen. Lampertheim lebens- und liebenswert zu erhalten und dabei nicht nur reden, sondern auch vieles zu machen, versprach Schmidt. Er rief die Anwesenden zur Teilnahme an den Bürgersprechstunden an.
Bürgermeister Gottfried Störmer hielt sich in seinen Worten kurz. Er merkte an, dass es wichtig sei, kritisch weiter miteinander zu diskutieren, um am Ende gemeinsam ein gutes Ergebnis zu erhalten. Schnell bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sei ein wichtiges Ziel. Er teilte mit, dass dies leider etwas zögerlicher stattfinde als erwünscht, da auch die hierzu erforderlichen Unternehmen an ihre Auslastungsgrenzen stoßen. Er freute sich ebenfalls über die positive Ausgangslage in 2018, um als Kommune einiges auf den Weg bringen zu können. Kreisbeigeordneter Karsten Krug erläuterte die aktuellen Schwerpunkte der Kreispolitik. Lampertheim profitiere erfreulicherweise von der Senkung der Kreisumlage. Viele Kassenkredite konnten abgebaut werden. Von „Altlasten zu befreien“ sei wichtig, um sich weiter entfalten, gestalten und weiterentwickeln zu können. In Kürze werde es einen gemeinsamen Termin geben, um zu erörtern, was hinsichtlich des ÖPNV auf den Weg gebracht werden kann. Auch die Integration und Unterbringung der Flüchtlinge sei ein wichtiges Thema. Aufgrund des Mangels an Wohnraum sei es ein wichtiges Thema, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Auch die Mietsätze sollen in Angriff genommen werden – hierzu sind attraktive Förderprogramme von Seiten Stadt, Kreis und Land erforderlich.
Die inzwischen eingetroffene Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht gab einen umfassenden Einblick in die aktuellen Geschehnisse in der Bundespolitik. Unter'm Strich gab sie sich zufrieden mit den Ergebnissen der Sondierungsgespräche - „wir erwarten ein spannendes Jahr“ teilte sie mit. Sie wies auf die anstehenden Landtagswahlen in 2018 hin und richtete ihr Lob auf den Lampertheimer Kandidaten Schmidt, dem sie hierzu bereits viel Glück wünschte. Sigrid Samson