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  • So., 24. November 2019, 19:29 Uhr
    29. Weihnachtsausstellung im Seniorenwohnheim lockt zahlreiche Besucher an

    Lampertheimer Aussteller sorgen für weihnachtliche Vorfreuden

    Kerzenkunst aus Neuschloß trifft auf ehemalige Dachschindeln der Domkirche. Foto: Nadine Schütz


    LAMPERTHEIM – Wenn sich Stricksocken mit Weihnachtsplätzchen einen Tisch teilen. Wenn sich kunstvoll gedrechselte Räuchermännchen nach dem gegenüberstehenden Himbeerlikör sehnen. Wenn sich der Duft von süßem Honig mit dem von Advents- und Türkränzen mischt. Dann gibt es keinen Zweifel: Die Weihnachtsausstellung im Seniorenwohnheim Dieselstraße hat begonnen.

    Es ist nun bereits die 29. Veranstaltung dieser Reihe. Mit zehn Ausstellern – also vollem Haus – hat man Beweis genug, dass dieser Markt ein Evergreen ist. Mehrere Aussteller dürfen sich bereits Dauergäste nennen, da sie schon seit vielen Jahren ihre selbstgefertigten Stücke bei der Weihnachtsausstellung präsentieren. Ulrike Bergmann, zum Beispiel, ist mit ihren handgebundenen Kränzen bereits seit 28 Jahren dabei. Auch Rita Gärtner und ihr liebevoll handbemalter Wohnungs- und Baumschmuck aus Holz gehören zum Urgestein der Aussteller.

    Gudrun Hege spendet den Gewinn aus dem Verkauf ihrer kunstvollen Stroh- und Papier-Sterne in diesem Jahr u. a. an Brot für die Welt. Seine Verbundenheit zum Erzgebirge und seine Liebe zum Werkstoff Holz bringt Christian Conrad mit seinen mit viel Fingerspitzengefühl gedrechselten Räuchermännchen und Krippenfiguren zum Ausdruck. Lichtblicke im Dunkeln oder auch einfach nur gemütliche Momente beschert die Kerzenkunst von Mirja Mietzker-Becker – in diesem Jahr im besonderen Zusammenspiel mit der „Lampertheimer Domschindel“. Die bei der aktuellen Dach-Sanierung der Domkirche entfernten Schiefer-Schindeln wurden von Frauke Eckhardt mühevoll aufbereitet und suchen nun, zusammen mit einem guten Wunsch auf Pergament aus der Feder von Nadine Schütz, ein neues Zuhause. An diesem Stand verkauft auch Fynn Eckhardt wieder seine Teelicht-Halter aus Birkenholz, die er zusammen mit Papa Roy gefertigt hat.

    Uta und ihre Tochter Eva Seib sind nach einigen Jahren Pause wieder mit ihrer Aquarell-Kunst auf Grußkarten dabei. Den schmackhaften „Stadthonig“ von Markus Reiz und seiner Tochter Greta gibt es dagegen zum allerersten Mal bei der Weihnachtsausstellung. Köstliches gibt es auch von Erika Krämer-Tomczak, die Liköre, Obstessige und Marmeladen mitgebracht hat. Bei Kerstin Piper, dagegen, gibt es was auf die Ohren – nämlich selbst gehäkelte Mützen. Dazu kann man auch Häkel-Tiere und Glasmalerei erwerben.

    Nicht zuletzt haben die Seniorinnen mit ihrem Engagement dafür gesorgt, dass das Angebot um Strickstrümpfe, 3D-Grußkarten und natürlich auch die unentbehrlichen Weihnachtsplätzchen sowie das Angebot rund um das Tagescafé erweitert wird. Insgesamt 20 Helfer um die Leiterin des Seniorenwohnheimes, Brigitte Hahl, haben bereits im Oktober mit den Planungen zu diesem Event begonnen. „Hier sind Bewohner aktiv für die Gemeinschaft“, ist Hahl stolz auf den Zusammenhalt und verriet kurz nach Ausstellungseröffnung am Samstag: „Jeder macht das, was er kann und möchte.“ Unabhängig davon bestätigt Eva Schäfer, die sich nun seit zehn Jahren zur Bewohner-Gemeinschaft zählen darf: „Es macht immer Spaß!“ Der Spendenerlös kommt der Ökumenischen Diakoniestation Lampertheim zugute. Eingebettet in die Weihnachtsausstellung, so Hahl, sei der Tag der offenen Tür des Seniorenwohnheims, bei dem eine der Wohnungen besichtigt werden könne.

    Am Sonntagabend werden sich die Helfer dann auf das gemeinsame Hähnchen-Essen freuen. „Nach so viel Kuchen und Plätzchen ist das der willkommene Ausgleich“, schmunzelt Hahl. Nadine Schütz

     

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