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Sa., 01. Oktober 2016, 13:21 Uhr
Über 100 Lampertheimer bei Bürgerinformationsveranstaltung in Darmstadt / Von Deutscher Bahn und Verkehrsminister den Projektbeirat gefordert / Beteiligungsforum geplant – so gut wie ein Projektbeirat
Lampertheimer BILA rollten ihre Forderung öffentlichkeitswirksam auf
Die Forderung der Lampertheimer Gruppe nach einem „Projektbeirat“ hat sich erfüllt, das Gremium trägt den Namen „Beteiligungsforum“. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Mit über 100 Teilnehmern war die BILA zusammen mit weiteren interessierten Bürgern am Freitagnachmittag mit drei Bussen nach Darmstadt zur ersten Bürgerinformationsveranstaltung für die Neubaustrecke Rhein/Main und Rhein/Neckar gefahren. Eingeladen hatten Deutsche Bahn und die Verkehrsminister der Länder Hessen und Baden-Württemberg Bürger. Vor der Abfahrt mit drei Bussen an der Hans-Pfeiffer-Halle wurden etwa fünfzig neue BILA-Hemden verteilt, die bei der Veranstaltung die Stärke des Lampertheimer Widerstandes gegen die unerwünschte C-Trasse und unechte Bürgerbeteiligung signalisierten. Um ihrer Forderung nach einem Projektbeirat Nachdruck zu verleihen, hatten die BILA-Aktiven Schriftrollen mit dem Aufdruck „Projektbeirat“ vorbereitet, die aktionsmäßig im Saal entrollt wurden und Eindruck machten. Allerdings hatten die Bahnverantwortlichen offenbar aus Erfahrungen wie in Südbaden gelernt und umgeschwenkt auf frühzeitige Bürgerbeteiligung. Nach dem Auftakt in Darmstadt kommt voraussichtlich Anfang Dezember die konstituierende Sitzung des „Beteiligungsforums Rhein/Main-Rhein/Neckar“ am Runden Tisch mit Teilnehmern aus der Politik, Verwaltung, gesellschaftlichen Gruppen, Wirtschaftsverbänden und Bürgerinitiativen. Dieses Gremium, das wie ein Projektbeirat fungiert, soll Teilnehmer für Arbeitsgruppen bestimmen, die Lösungen für bestimmte Strecken erarbeiten sollen. Das „Beteiligungsforum“ soll in der Lage sein, Empfehlungen zu geben, die auf den Planungs- und Entscheidungsprozess Einfluss haben. Weitgehende Einigkeit besteht darüber, dass eine Neubaustrecke zur Entlastung der Bestandsstrecken notwendig ist, auch um dort den S-Bahnverkehr zu entwickeln. Jetzt kommt Bewegung in die Planungen der Deutschen Bahn, die seit 2010 ruhten. Die Bürgerinformationsveranstaltung in Darmstadt endete nach rund drei Stunden mit einem positiven Ergebnis. In mehreren Vorträgen erläuterten die Bahnverantwortlichen Details zur Neubaustrecke, eine kenntnisreich geführte Diskussion und Fragenrunde folgte. Am Ende fragte Moderator Ralf Eggert (IFOK GmbH) das Publikum nach ihrer Einschätzung der Veranstaltung. Auf der Skala der Zufriedenheit mit der Veranstaltung war der mittlere Platz mit „okay“ gut belegt, ganz furchtbar fand im Publikum die Veranstaltung so gut wie niemand, auch mit der besten Bewertung „gut“ meldeten sich viele Teilnehmer. In der Lampertheimer Gruppe hatte diese informative Abstimmung ein ähnliches Ergebnis. Das freute den Moderator, aber auch viele Bürger fuhren mit einem besseren Gefühl nach Hause. Karl Hans Geil, einer der BILA-Sprecher, sah seine Erwartungen positiv übertroffen. „Mehr geht in diesem Rahmen nicht“. Allerdings kommt nach dem Startschuss ein langer Hürdenlauf in den Gremien. Ein Gutachten der Bahn zum Knotenpunkt Mannheim steht noch aus, erst dann können die Planungen auf der Riedstrecke Fortschritte machen. Hannelore Nowacki
Info: Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der kommenden Mittwochsausgabe des TIP.