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  • Sa., 13. Juni 2020, 10:10 Uhr
    See, Nichtschwimmer- und Planschbecken freigegeben / 50 Besucher möglich / Zeitslots eingerichtet

    Lampertheimer Freibad öffnet am 15. Juni 

    Das Freibad der Bienensand-Bäder öffnet am kommenden Montag – Schwimmbecken und der Badesee sind nutzbar, die Rutsche bleibt aufgrund der aktuellen Auflagen jedoch gesperrt. Archivfoto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Mehrere Themen beinhaltete das Magistratspressegespräch am Mittwoch – siehe Bericht „Neue Sitzbänke für Hofheimer Friedhof” –, ein Thema stach aufgrund der Aktualität aber besonders hervor: Denn am Montag, 15. Juni, öffnet das Freibad der Biedensand Bäder seine Pforten – inklusive See, Nichtschwimmer- und Planschbecken, aber unter entsprechenden Einschränkungen und Hygienebedingungen. 

    „Wir müssen alles neu organisieren”, betonte der Erste Stadtrat Jens Klinger. „Wir wollen mit telefonischer Anmeldung arbeiten, denn wir müssen sämtliche Kontaktdaten aufnehmen und wann und wie lange der Freibadbesucher im Bad ist. Die Anzahl der Badegäste ist begrenzt, es dürfen aus organisatorischen Gründen zunächst 50 Personen gleichzeitig ins Freibad. Denn es gibt entsprechende Maßgaben: Pro Person müssen fünf Quadratmeter Liege- oder Wasserfläche zur Verfügung stehen: Nach der Verordnung könnten aufgrund der Liegefläche fast 4.000 Personen ins Bad, aber das passt nicht zu den sonstigen Verordnungen”, so Jens Klingler. „Um möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, das Freibad zu nutzen, haben wir entsprechende Zeitslots zur Nutzung eingerichtet: Montags bis freitags gibt es insgesamt drei Zeitzonen: Von 8 bis 10 Uhr, von 11 bis 15 Uhr sowie von 16 bis 19 Uhr. An den Wochenenden stehen zwei Zeitzonen von 8 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 19 Uhr zur Verfügung. Wir müssen immer eine Stunde Zeit zwischen den einzelnen Zeitslots lassen, um den Hygieneplan einzuhalten: Am Beckenkopf und an den Handläufen ist eine regelmäßige Desinfektion in kurzen Abständen nötig und möglich, aber bei Stühlen und Spielgeräten können wir dies nicht gewährleisten.”

    Sonnen erlaubt

    Darüber hinaus betonte Jens Klingler, dass die Möglichkeit zum Sonnen und Lesen auf der Wiese gegeben sei. Sowohl das Schwimmer- als auch das Nichtschwimmerbecken stehen zur Verfügung, bei beiden sind entsprechende Bahnen abgesperrt um den Abstand von 1,5 Metern, der auch im Wasser gilt, zu gewährleisten. Und auch für den Badesee und das Planschbecken habe man die Freigabe erhalten. „Ansonsten muss alles so stark wie möglich eingeschränkt werden. Daher ist die Rutsche nicht freigegeben, erstens aufgrund der Abstandsregelung und auch aus Hygienegründen wegen der Handläufe, hier können nicht alle Flächen regelmäßig desinfiziert werden. Die Umkleide-, Dusch- und Toilettenanlage sind aktuell nicht freigegeben, es steht aber sowohl eine Toilette zur Verfügung, die regelmäßig desinfiziert wird. Zudem können die einzelnen Umkleidekabinen auf der Wiese genutzt werden.” 

    Auch der Badesee steht den Besuchern der Biedensand Bäder zum Schwimmen zur Verfügung. Archivfoto: Benjamin Kloos


    Regeln beachten

    „Wir haben uns im Kreis verständigt, dass die Bäder so schnell wie möglich aufmachen”, erläuterte Jens Klingler. „Vom Personal her können wir mitwachsen, da das Wetter zunächst nicht so viele Besucher anziehen wird. Aber wir benötigen am Montag doppelt so viel Personal wie sonst, daher werden wir die DLRG benötigen, nicht nur für den See. Wir hoffen hier insbesondere auf Schüler, da diese nicht jede Woche Unterricht haben und sich daher vielleicht im Freibad engagieren möchten.” Eines sei aber klar: „Das Öffnen des Freibades hängt mit dem Verhalten der Nutzer zusammen, deshalb sind auch die 1,5 Meter Abstand im Wasser wichtig! Wenn wir sehen, dass dies nicht eingehalten wird, folgen entsprechende Konsequenzen, zunächst für den Einzelnen. Sollten wir feststellen, dass Vorgaben in Summe nicht ernst genommen werden, müssen wir mit weiteren Maßnahmen reagieren”, mahnte Jens Klinger, der den Wunsch äußerte, auch im Freibad zu einer gewissen Normalität zurückkehren zu können. „Aus Erfahrung mit den Vereinen, die das Bad bereits nutzen, wissen wir, dass zahlreiche persönliche Gespräche nötig sein werden, um auf die geltenden Regeln hinzuweisen. Daher hätten wir uns eine frühere Öffnung mit weniger Badegästen gewünscht, dies hätte uns die Situation erleichtert – ebenso wie gleiche Regelungen in Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Denn so muss jeder, der in ein Bad in dem jeweils anderen Bundesland will, sich erst mit den dort gültigen Regelungen auseinandersetzen.” Bürgermeister Störmer regte in diesem Zusammenhang an, dass der Metropolregion Rhein-Neckar mehr Befugnisse eingeräumt werden sollten, um im Drei-Länder-Eck Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gleiche Regeln für alle Schwimmbäder umsetzen zu können.

    Für alle Schwimmer hatte Jens Klingler zudem eine weitere positive Nachricht dabei: Bei der Hallenbadsanierung laufe weiter alles nach Plan. Benjamin Kloos 

    INFO: Anmeldungen für den Besuch des Freibades sind ab Montag telefonisch im Voraus für eine Woche unter der 06206/2000 möglich.

     

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