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  • Di., 24. Mai 2022, 15:56 Uhr
    KANU CLUB UND WSV: Traditionsveranstaltung leidet unter Rahmenbedingungen / Start nur über kurze Strecken möglich / Austragung lediglich am 28. Mai

    Lampertheimer Regatta trotzt niedrigem Wasserstand — und setzt auf die Jugend

    LAMPERTHEIM – Die gute Nachricht zuerst: Die Lampertheimer Regatta, die traditionell am letzten Maiwochenende stattfindet, kann in diesem Jahr endlich wieder starten. Dennoch gab es beim Team der Regattagemeinschaft am Dienstag bei einem Pressegespräch betrübte Gesichter. Denn: Einmal mehr macht der Wasserstand große Sorgen. 

    „Im Vorfeld zur diesjährigen Regatta haben und hatten wir große Probleme”, brachte es Rolf Borkenhagen auf den Punkt. „Wir hatten bereits im Januar versucht, eine coronakonforme Ausschreibung auf den Weg zu bringen. Dies ist ausgezeichnet gelungen, wir hatten ein super Ergebnis von 650 Meldungen! Das ist für die Lampertheimer Regatta sehr gut.” Ausgelegt war die Regatta zu diesem Zeitpunkt noch auf zwei Tage – sowohl am Samstag als auch am Sonntag sollte auf dem Altrhein viel Leben sein. Doch kurz vor der Regatta trafen sich die Verantwortlichen des Wassersportvereins und des Kanu-Club mit dem Ergebnis: „Der Wasserstand ist viel zu niedrig, wir können die Regatta nicht wie geplant durchführen.” Das traditionelle Ziel am Bau war überhaupt nicht realisierbar, ebenso die Strecken über 500 und 1.000 Meter sowie die Langstrecke. „Wir können in diesem Jahr nur die 150 und die 300 Meter fahren, auch wenn dies keine regulären Strecken sind”, bedauern die Verantwortlichen. Start ist auf Höhe der Motorboote und Ziel beim WSV. „Aber es gab lange keine Regatta mehr und gerade im Süden werden immer mehr Regatten gestrichen. Wir wollten die Möglichkeit geben, dass sich die Kinder und Jugendlichen im Wettkampf messen können. Gerade die jüngeren sind aufgrund von Corona noch nie ein Rennen gefahren und können hier erste Erfahrungen sammeln”, stellte Rolf Borkenhagen für die Regattagemeinschaft klar. Zumal es schwierig sei, den Nachwuchs bei der Stange zu halten und zu motivieren, nachdem zwei Jahre lang nur bedingtes Training und keine Wettkämpfe möglich waren, wie Erika Gabler ergänzte. 

    Die Entscheidung über die Streckenlängen hatte aber ähnlich gravierende Folgen wie der niedrige Wasserstand – dieser müsste idealerweise am Pegel Worms bei 2,50 Metern liegen, derzeit schwankt er jedoch zwischen 1,30 und 1,60 Meter, absolut nicht ausreichend für den gewohnten Streckenverlauf. Und so wurden 350 Meldungen zurückgezogen, lediglich 300 Meldungen von insgesamt 164 Teilnehmern blieben übrig. „Daher findet die Regatta anders als geplant nur noch am Samstag, 28. Mai, statt, mit Startern aus Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern, Baden-Württemberg und einem Team aus der Schweiz.”

    In diesem Jahr stehen aufgrund des Wasserstandes und trotz der Streckenverlegung lediglich fünf statt der sonst üblichen sieben oder sogar acht Bahnen zur Verfügung. „In den letzten Jahren haben wir immer mehr Probleme mit dem Wasserstand bekommen, dadurch kommen immer weniger Topathleten und unsere Regatta entwickelt sich mehr und mehr zum Nachwuchswettbewerb”, erläuterte Rolf Borkenhagen. Dies zeigt auch der Blick auf das Teilnehmerfeld – hier sind die meisten Starter zwischen 9 und 14 Jahren alt, einige aber auch zwischen 15 und 30, besonders bei den Kanusportlern aus Lampertheim. 

    Der Start der Regatta am Samstag erfolgt um 9 Uhr, das Ende ist für 16 Uhr vorgesehen. Dies bedeutet, dass alle drei Minuten ein Start erfolgen wird. „Die Kanuathleten des WSV sowie des KCL freuen sich darauf, sich vor heimischen Publikum präsentieren zu können. Wir freuen uns auf eine kleine, homogene Veranstaltung mit ständig Leben auf dem Altrhein”, betonte Regattaleiter Peter Horstfeld. Zuschauer sind auf und am WSV-Gelände am Altrhein herzlich willkommen. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.

    Einen Dank richten die Organisatoren an die DLRG, welche erneut den Sicherheitsdienst übernimmt sowie an die Sponsoren der Pokale wie die Stadt Lampertheim, den Kreis oder die Sparkasse und die Volksbank –

    verbunden mit der Hoffnung, dass die Lampertheimer Regatta auch in den kommenden Jahren weiterhin am letzten Maiwochenende stattfinden kann. „Andernorts gibt es genügend Wasser aber keine Helfer, wir haben ein motiviertes Team aber Schwierigkeiten mit dem Wasser. Wir wollen die Regatta aber trotz aller Schwiergigkeiten gerne aus künftig fortführen”, so das Lampertheimer Regattateam abschließend. Benjamin Kloos

     
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