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Mo., 09. März 2015, 11:15 Uhr
Landratswahlkampf in der heißen Phase
Ministerpräsident Bouffier ruft auf: „Gehen Sie wählen“
Beim Markt auf dem Schillerplatz hatte der VfB seinen Kuchenstand aufgebaut, mit einer Auswahl, der die politischen Spaziergänger nicht widerstehen konnten. Im Gespräch mit dem jungen Fußballer erfuhr Ministerpräsident Bouffier, dass er sich eine Zukunft beim FC Bayern wünscht. Im Bild: CDU-Landratskandidat Christian Engelhardt neben dem Ministerpräsidenten, Edwin Stöwesand und Dr. Michael Meister (MdB, vorne). Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Die schwarze Limousine aus Wiesbaden hielt am Stadthaus – der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier kam pünktlich. Kalt aber sonnig war der Samstagmorgen, ideal für den geplanten Spaziergang durch die Kaiserstraße. Erwartet wurde der Regierungschef vom christdemokratischen Bundestagsabgeordneten Dr. Michael Meister und Landtagsabgeordneten Alexander Bauer sowie einer kleinen Delegation des CDU-Stadtverbandes mit dem Wahlkampfteam in orangefarbenen Jacken und Edwin Stöwesand an der Spitze, der im Stadtparlament die CDU-Fraktion führt. Ihn wollen sie unterstützen: Den CDU-Landratskandidaten Christian Engelhardt, der mit Ehefrau Daniela und den beiden Töchtern nach Lampertheim gekommen war. Der Wahlkampf geht in die heiße Phase – am 22. März wird im Kreis Bergstraße gewählt. Bouffier, der als Innenminister vor nicht ganz zehn Jahren schon einmal in Lampertheim zu Besuch war, war von Bürgermeister Gottfried Störmer zum Eintrag in das Goldene Buch der Stadt eingeladen, der ersten Station im Besuchsprogramm. „Wächst die Stadt?“, fragte Bouffier interessiert. Ein Zuwachs von 75 Einwohnern sei zu verzeichnen, erklärte der Bürgermeister im freundlich geführten Gespräch, doch auf lange Sicht käme es ohne Zuzug wohl zu einem Rückgang. Lampertheim sei eine familienfreundliche Stadt, „aber das Geld macht uns Sorgen“, womit Bürgermeister Störmer das größte Problem ansprach. Im Goldenen Buch ist nun zu lesen: „In Lampertheim lohnt sich ein Besuch, deshalb bin ich gerne wieder hier“. Auf dem Europaplatz hatten ein paar Bürger die Politiker erwartet, die Bouffier gerne begrüßte. An der Spargelfrau mit Kind an der Domkirche verweilten die gut gelaunten Polit-Spaziergänger unter Führung des Bürgermeisters ein wenig, um dann in die untere Kaiserstraße einzubiegen, die so belebt war, wie es an einem schönen Samstagmorgen zu erwarten ist. Gleich beim ersten Brillengeschäft in der Fußgängerzone traf der Ministerpräsident auf Marion Metzner und Gisela Schmidt, die sich gerne auf ein Gespräch mit ihm einließen. Bouffier stattete die beiden Lampertheimerinnen mit Informationsschriften zum CDU-Landratskandidaten aus und mahnte charmant: „Gehen Sie wählen und sagen Sie das auch weiter“. Ja, das wollen die beiden Frauen tun, mit dem besten Argument: „Der Herr Bouffier hat es gesagt“. Die Fußgängerzone ist eine Meile des guten Geschmacks und der Kommunikation, die Bouffier näher kennenlernte und die geplante Besuchszeit um eine halbe Stunde überzog. Eingeplant war ein Gespräch mit einem Jungunternehmer, der in das elterliche Traditionsunternehmen einsteigt. Das angeregte Gespräch begann vor dem Café Schmerker und endete mit einem kurzen Aufenthalt in der Konditorei mit Blick auf die süßen Versuchungen.
Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier besuchte am Samstagvormittag Lampertheim. Vor dem Spaziergang durch die Fußgängerzone hatte Bürgermeister Störmer den hohen Besuch zum Eintrag ins Goldene Buch der Stadt eingeladen. Foto: Hannelore Nowacki
Auf dem Schillerplatz war das ganz normale Markttreiben zu beobachten. Doch bevor der Ministerpräsident und seine Begleitung einige Marktstände besuchten, gab es am CDU-Infostand frisch gebrühten Espresso zum Aufwärmen und viele Gespräche. Walter Kirsch, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, begrüßte die Besucher. Am Kuchenstand der Lampertheimer Fußballer vom VfB 1948 war die Auswahl noch groß und beim Kuchengenuss zur Vereinsunterstützung wieder eine Gelegenheit mit Lampertheimern ins Gespräch zu kommen. Beim Fischfachgeschäft Theuser war der nächste geplante Halt, frische Fische und Feinkost führt das Traditionsunternehmen, das Bouffier im Gespräch mit dem Inhaber etwas näher kennenlernte. Auf der Zielgeraden zum Auto des Ministerpräsidenten am Amtsgericht überraschend noch ein großes Hallo. Eine Wandergruppe aus Rüsselsheim, gerade am Bahnhof angekommen, umringte Bouffier und Engelhardt in ausgelassener Stimmung. Auch wenn der Ministerpräsident Bouffier in Heppenheim erwartet wurde, die Zeit zum Gespräch nahm er sich gerne und erkannte sogleich: Bei dieser Gruppe haben die Frauen eine starke Mehrheit. Die Wandergruppe hatte sich die Erkundung des Biedensandes vorgenommen, nachdem sie das Naturschutzgebiet Kühlkopf schon kennen. Hannelore Nowacki
Alle guten Wünsche gab Ministerpräsident Bouffier dieser Wandergruppe aus Rüsselsheim mit auf den Weg, nachdem er mit den Damen und Herren ein wenig geplaudert hatte. In wenigen Minuten wurde Bouffier schon in Heppenheim erwartet. Foto: Hannelore Nowacki