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  • Fr., 06. Juni 2014, 10:23 Uhr
    Ortsgericht Riedrode wegen geringer Fallzahlen geschlossen

    Langjährige qualifizierte ehrenamtliche Tätigkeit der Mitglieder

    Amtsgerichtsdirektor Lothar Schwarz (Mitte) hatte zur Verabschiedung der Riedroder Ortsgerichtsmitglieder Dieter Geiß (links) und Erich Standfuß eingeladen. Bürgermeisterin Barbara Schader war Gastgeberin im Sitzungszimmer des Rathauses. Anette Kruzycki (rechts) ist Geschäftsführerin des Amtsgerichts Lampertheim. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Drei Ortsgerichte boten bis zum 31. Mai den Bürgern ihre Dienste an, nun sind es nur noch zwei. Das Ortsgericht Riedrode wurde wegen der sehr geringen Fallzahlen in den letzten Jahren aufgelöst, wie der Lampertheimer Amtsgerichtsdirektor Lothar Schwarz bei der Feierstunde zur Verabschiedung der Ortsgerichtsmitglieder erläuterte. Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Ortsgerichts Riedrode  haben Sterbefallanzeigen erstellt, Grundstücksbewertungen vorgenommen und Unterschriften beglaubigt. Zu den Hauptaufgaben gehörten auch Nachlasssicherungen. Von 1997 bis 2012 seien 211 Vorgänge gezählt worden, in 16 Jahren also im Durchschnitt nur 13 Vorgänge jährlich. Zum Vergleich führte Schwarz die Anzahl von 950 Vorgängen im Bereich des Ortsgerichts Lampertheim I an. Nach Rücksprache mit dem schon 2012 ausgeschiedenen Ortsgerichtsvorsteher Norbert Mink, der aus beruflichen Gründen auch als Ortsvorsteher zurückgetreten war, sowie unter Beteiligung der Stadt Bürstadt und dem Kreis Bergstraße, wurde der Präsident des Oberlandesgerichts Frankfurt angeregt, das Ortsgericht zu schließen. Bei der Verabschiedung am Dienstag vor einer Woche im Sitzungszimmer des Rathauses unter der Leitung von Amtsgerichtsdirektor Schwarz, Amtgerichtsgeschäftsführerin Anette Kruzycki und Peter Jakob vom Ortsgericht Bürstadt I sprach auch Bürgermeisterin Barbara Schader den ehrenamtlichen Ortsgerichtsmitgliedern Dank und Anerkennung aus. Amtsgerichtsdirektor Schwarz bescheinigte den Riedroder Ortsgerichtsmitgliedern Gerhard Geiß, stellvertretender Ortsgerichtsvorsteher, und dem Ortsgerichtsschöffen Erich Standfuß im Rahmen der Urkundenverleihung Fingerspitzengefühl im schwierigen Situationen sowie „sorgfältige und hervorragende Amtsführung“. In ihrer Freizeit hätten sie sich zum Wohle ihrer Mitbürger eingesetzt, „deshalb gebührt Ihnen für Ihre Arbeit Dank und Anerkennung“. Hannelore Nowacki

     

     

     

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