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Mi., 20. Mai 2015, 21:43 Uhr
8. Forschertag des Forschernetzwerkes faszinierte kleine und große Forscher in den Räumen der Goetheschule
Leonardobrücke, schwebende Werkzeuge und Bauwerke aus Bausand und Streichhölzern
Großes Staunen bei den kleinen Forschern: Luftballons brachten Dank Reibung Papierwerkzeuge zum Schweben. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM - Entdecken, Erforschen und - als Schwerpunkt in diesem Jahr - Bauen ist neben dem Wecken von Neugier das Ziel des Forschernetzwerkes Lampertheim, in dem alle Bildungseinrichtungen Lampertheims vertreten sind. Am Mittwoch fand zum mittlerweile achten Mal der jährliche Forschertag statt, an dem über 170 kleine Forscher Eltern, Lehrer, Erzieher und Besucher erfolgreich versuchten, diese anzuleiten und mit ihrer Begeisterung anzustecken.
In der Goetheschule, die als Gastgeber fungierte, wurden die kleinen Forscher durch den Schulchor mit dem Lied „Wer will fröhliche Forscher sehen" begrüßt. Schulleiterin Margarete Veltman betonte den gemeinsamen Auftrag und wies auf die vielfältigen Experimente hin, die im Anschluss an die Eröffnung auf alle Anwesenden warteten. „Danke an die Stadt, vertreten durch den Ersten Stadtrat Jens Klingler, danke an das Spielmobil, das für Bewegung zwischen den einzelnen Stationen sorgt und danke an die BASF als großen Förderer der Forschernetzwerke", hob Veltman hervor. „Lassen Sie sich von der Begeisterung unserer jungen Forscher anstecken!"
Ein besonderes Pendel: Mit Sand und gleichmäßigen Schwingungen entstanden wunderbare, aber leider vergängliche Kunstwerke. Foto: Benjamin Kloos
Das Spektrum kannte kaum Grenzen: So boten beispielsweise die Kita Ahornweg mit besonderen Baustoffen wie Streichhölzern, Bierdeckeln, Streichholzschachteln oder Klopapierrollen ebenso Platz für Kreativität wie auch die Kita Falterweg mit speziellem Bausand. Hier entstanden tolle Gebilde, die Kita-Kinder hatten bereits im Vorfeld sogar extra Baupläne erstellt.
In anderen Räumen ging es ebenfalls hoch her, so wurde beim Bau kleiner Holzautos gesägt, gehämmert und geschraubt, eine andere Station bot spannende Experimente mit Luftballons und brachte mittels Reibung Werkzeuge aus Papier zum Schweben - sehr zum Erstaunen der Kinder. Eine „Leonardobrücke" konnte bei der Kita „Am Graben" gebaut werden, und auch Papierbrücken, die Gläser tragen können, waren im vielfältigen Angebot.
Energie war ebenfalls ein wichtiges Thema, ob die Frage, wie eine Glühbirne zum Leuchten gebracht werden kann oder wie man Pellets selbst herstellt, die Antworten ließen die Kinderaugen leuchten. Die Nibelungenschule Hofheim und das Lessing-Gymnasium hatten spannende Experimente für die Älteren im Gepäck, und wer von den zahlreichen Eindrücken etwas ermattet war, konnte sich im Elterncafé bei einem Stück leckeren Kuchens erholen und für die weiteren Experimente stärken.
Besonderer Baustoff: Aus Streichholzschachteln entstanden Türme, Häuser und vieles mehr. Foto: Benjamin Kloos
Der aktuelle Streik der Erzieherinnen zeigte auch beim Forschertag Auswirkungen, so wurden bei einigen Kindertagesstätten die Kinder von Eltern begleitet, damit diese teilnehmen konnten, andere Kitas waren überhaupt nicht vertreten. Dies war besonders für die betroffenen Kinder sehr bedauerlich, da sie so um ein wirklich besonderes und spannendes Erlebnis gebracht wurden. Bei allem Verständnis für die Forderungen der Erzieherinnen und ihren Streik wäre hier im Sinne der Kinder eine Ausnahme von diesem sinnvoll gewesen - denn schließlich sollen die Kinder ja im Mittelpunkt des Forschertages und natürlich auch der Arbeit der Erzieherinnen stehen. Für alle anderen Kinder war der achte Forschertag einmal mehr gelungen, und viele nahmen Wissenswertes, spannende Erfahrungen und auch so manch selbst Gebasteltes mit nach Hause. Benjamin Kloos