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  • So., 29. Januar 2017, 20:09 Uhr
    Schüler und Lehrer boten künftigen Fünftklässlern und Interessierten Einblick ins Schulleben

    Lessing-Gymnasium öffnete seine Türen



    Die Mitglieder des „Flüchtlingprojektes“ Lilyan Turabik, Franka Thierfelder und Julia Schmitt informierten über ihre vielfältigen Aktivitäten. Foto: Susan Eßlinger

    LAMPERTHEIM – Neugierige junge Menschen mit ihren mindestens ebenso interessierten Eltern nahmen am Samstag die Chance wahr, sich beim Tag der Offenen Tür des Lessings Gymnasiums über das breitgefächerte Schulangebot zu informieren. „Wir freuen uns über einen hohen Zuspruch an Interessierten, die heute bei uns sind, um uns kennenzulernen“, so Lehrer Andreas Held. Derzeit sprechen die Grundschulen den Abgängern der 4. Klassen ihre Empfehlungen für den Wechsel in eine weiterführende Schule aus. Anstelle im Rahmen von üblichen Elternabenden über die Schule zu informieren, entschied sich die Leitung dafür, sich mit einem Tag der offenen Tür auch allen anderen Interessierten gegenüber offen zu präsentieren. Auch einige Ehemalige nahmen die Gelegenheit wahr, mal wieder hinter die Mauern „ihres“ ehemaligen Gymnasiums zu schauen und Luft in den Heiligen Hallen zu schnuppern.

    An Informationsständen konnten sich die Besucher aus erster Hand durch Lehrkräften und ihren Schülern über die Schuleinrichtungen, Fachschaften und Projekte informieren lassen. So auch am Infostand der „Mediation“, die vom LGL angeboten wird. Das Angebot richtet sich unter anderem an Schüler, die Unterstützung bei Konfliktsituationen suchen. 

    Seit an den hessischen Gymnasien wieder das G9-System greift, verzeichnete die Schule unter Leitung von Schulleiterin Silke Weimar-Ekdur jährlich Neuanmeldungen von etwa 140 bis 160  Schülern für die 5. Klasse. Insgesamt werden an der Schule derzeit rund 1.100 Schüler von 100 Lehrkräften in Grund- und Oberstufe unterrichtet. Einen Schwerpunkt setzt das LGL dabei im musikalischen Bereich, fokussiert auf Blasinstrumente. So spielten spielte am Samstag eine Gruppe Blasmusiker, die erst vor 15 Monaten mit der Ausübung der Instrumente begonnen hat. 

    Um den „Neuankömmlingen“ am LGL den Start an der Schule etwas einfacher zu gestalten, stellt das LGL jedem Schüler der 5. Klasse einen persönlichen Paten aus der Oberstufe zur Seite. In ihrer Funktion als Pate sind die Schüler für ihren Schützling zuständig und helfen diesem, sich in der Anfangszeit an der Schule zurechtzufinden und sind Ansprechpartner, falls Probleme auftreten.

    Im Raum der Fachschaft Chemie konnten Besucher an Versuchen der Schüler teilhaben. Foto: Susan Eßlinger


    Im Anschluss an die Begrüßung durch Schulleiterin Silke Weimar-Ekdur boten Schüler und Lehrer Führungen durch die geöffneten Fachbereiche und zu den Infoständen an. „Unsere Lehrerinnen und Lehrer sind hier heute im Großeinsatz“, versicherte die Leiterin den Besuchern.

     „Wir sind heute hier um uns das LGL mal genauer anzuschauen“, so Besucherin Nicole Arnold. Ihr Sohn Tamino besucht derzeit die 4. Klasse und steht kurz vor dem Schulwechsel.

    Auch gegenüber aktuellen Themen sieht sich das LGL zur Mitarbeit verpflichtet. Am Infostand des „Flüchtlingprojektes“ erzählten die Schülerinnen Lilyan Turabik, Franka Thierfelder und Julia Schmitt über ihre Aktivitäten im Rahmen der Flüchtlingshilfe. „Wir treffen uns etwa alle zwei bis drei Wochen mit Kindern und Jugendlichen, die Flüchtlinge sind“, erklärt Julia Schmitt. Bei ihren Treffen spielen und kochen die jungen Menschen gemeinsam, helfen den Flüchtlingen aber auch dabei, die Deutsche Sprache zu erlernen. Einer der Flüchtlinge besuche sogar mittlerweile das LGL. Aber auch der gegenseitige Austausch über beide Kulturen ist für die Schülerinnen und Schüler spannend. „Es ist einfach toll zu sehen, dass man Flüchtlingen helfen kann“, freute sich Tubarik. 

    Im Werkraum fanden Besucher die von Schülern gestalteten und selbst gefertigten Skulpturen, Collagen und Bilder vor. „Meine Enkelin geht hier zur Schule und erzählt uns immer sehr viel davon. Heute habe ich endlich mal die Möglichkeit zu sehen, was sie so macht und wo sie ja immerhin ein Großteil ihrer Zeit verbringt“, so eine Besucherin, die sich von den ausgestellten Arbeiten der Schülern beeindruckt zeigt. Susan Eßlinger

     

     
     

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