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    Treff für Menschen und Bücher - im Austausch ein Geben und Nehmen

    „LiteraTurm“ – der ganz besondere Bücherschrank im Stadtpark

    Die Regale des LiteraTurms wurden bei der Einweihung sogleich gut gefüllt. Nun kann der tägliche Lesespaß losgehen. Foto: Hannelore Nowacki


     LAMPERTHEIM – In Zusammenarbeit mit vielen Unterstützern ist der „LiteraTurm“ entstanden, der nun täglich seine Türen öffnet und zur kostenfreien Entdeckungsreise durch die Bücherregale einlädt. Zur Einweihung am Samstag wurde dieser ganz besondere Bücherschrank gut gefüllt, mit Unterhaltungsliteratur, Bildbänden und Werken der Weltliteratur. Die Bürgerstiftung Lampertheim hatte die Bevölkerung am Vormittag zu einer Feierstunde im Grünen mit Sekt, Saft und Gebäck eingeladen. Unter dem Motto „von Bürgern für Bürger“ setzt sich die Bürgerstiftung für Projekte ein, die den Bürgern vor Ort zugute kommen. Ein großes Sparschwein war auch dabei und nahm die willkommenen Geldspenden auf, die die Bürgerstiftung für die Umsetzung der vielfältigen Ideen benötigt. Zentral und gut erreichbar am Weg in der Nähe des Cafés im Stadtpark steht dieser wetterfeste Bücherschrank aus Metall, der etwa 400 Bücher fasst. Wer zu Hause Bücher aufbewahrt, die anderen Lesern noch Lesespaß bringen können, kann diese gerne in die Regale einräumen. Nur sollten außerhalb des Bücherschranks keine Bücher oder Tüten herumliegen. Bemalt wurde der zwei Meter hohe Bücherschrank von Kindern bei einem Projekt der Stadtjugendpflege mit bunten Buchstaben, die fröhlich auf hellgrün lackiertem Grund tanzen. Fritz-Ludwig Schmidt, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung, dankte in seiner Begrüßungsrede allen, die das Projekt LiteraTurm unterstützt haben. Fritz Zöller vom Metallbaubetrieb Zöller übergab Stiftungsvorstand Schmidt den symbolischen Schlüssel, dieser wiederum händigte den passenden Schlüssel zum täglichen Auf- und Zuschließen Marlies Vandieken aus, die sich auf ehrenamtlicher Basis bereit erklärt hat,  nach dem Rechten zu sehen. Auch die Anwohner und Spaziergänger mögen auf den Bücherschrank achten, wünscht sich die Bürgerstiftung. Neben der Stadtjugendpflege haben die Städtischen Betriebsdienste der Stadt Lampertheim unter der Leitung von Sabine Vilgis die Einrichtung des LiteraTurms unterstützt. Die Buchhandlung Pegasus war mit einem Bücherstand vor Ort und der erfolgreiche Lampertheimer Krimiautor Manfred H. Krämer unterhielt die Zuhörerrunde mit einem Vortrag aus seinem Krimi „MaiMarktMord“. Auf Hochdeutsch geschrieben, aber von ihm für den Dialog mit Tarzan simultan in Lampertheimer Mundart übersetzt, war seine Lesung ein besonderes und sehr lebendiges Vergnügen. „Lesen macht schlau“ hatte Schmidt gesagt, Krämer findet „Lesen soll auch unterhalten“. In diesem Sinne sind dem Projekt LiteraTurm Bücher in ihrer ganzen Vielfalt willkommen. Bürgermeister Erich Maier hatte das Projekt in seiner Amtszeit mit auf den Weg gebracht, Bürgermeister Gottfried Störmer setzte die Unterstützung fort. Sein Gedanke zu Büchern: „Das Buch anfassen, sich hineinfallen lassen, im Lesen seine eigenen Bilder entstehen lassen und die Fantasie anregen“. Zwei Regeln legt die Bürgerstiftung den Nutzern des LiteraTurms ans Herz: „Nehmen Sie nicht das letzte Buch ohne eines dafür hineinzustellen“ und „Bücher müssen ins Regal“. Der weiche grüne Rasenteppich liegt im Stadtpark bereit, die Vögel geben ihr Frühlingskonzert, nun fehlen nur noch zwei weitere Ruhebänke zum Lesen und um sich mit anderen Menschen auszutauschen. Die Bürgerstiftung wünscht sich für die Anschaffung weitere Spender.  Hannelore Nowacki

     

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