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  • Mi., 31. Juli 2024, 12:34 Uhr
    SPD-SOMMERTOUR: An der Friedenskirche Platz für neue städtische Kita in Modulbauweise mit Erweiterungspotenzial

    Lösungen für Mehrbedarf an Kita-Plätzen gesucht

    Die SPD-Sommertour machte Station an der evangelischen Friedenskirche in der Bahnhofstraße. Ein großes Areal hinter der Wiese am Gemeindehaus wäre ideal für zwei neue Kita-Gruppen in erweiterungsfähiger Modulbauweise, wie der Vorsitzende der SPD Bergstraße und Erste Stadtrat Marius Schmidt den Genossen erläuterte. Foto: Hannelore Nowacki


    HOFHEIM – An der evangelischen Friedenskirche gibt es freies Gelände, das sich für den Bau einer städtischen Kindertagesstätte (Kita) mit zwei und mehr Gruppen eignet. Details teilte der Vorsitzende der SPD Bergstraße und Erste Stadtrat Marius Schmidt bei der SPD-Sommertour am Montag den etwa fünfzehn Teilnehmern mit. Hinter dem Gemeindesaal und Garten weitet sich eine Wiese mit Busch- und Baumbestand an den Rändern bis zum Friedhof. Einst hat die Kirchengemeinde auf diesem Gelände eine evangelische Kita errichten wollen. Mandatsträger und Mitglieder auch aus Neuschloß, Hüttenfeld, Rosengarten und der Kernstadt waren an diesem heißen Sommertag nach Hofheim gekommen. Eine wohnortnahe Kita-Versorgung solle sichergestellt werden, mit Nachholbedarf in Hofheim, denn der Kindergarten-Bedarfsplan gehe für Juli 2026 von einem Minus von 69 Betreuungsplätzen aus. Mittlerweile ist der gesamtstädtische Bedarf so groß, dass Kinder aus der Kernstadt in Rosengarten betreut werden, war zu erfahren. Aber auch wenn in Hofheim zusätzliche Plätze geschaffen werden, gebe es noch ein Minus von 44 Plätzen. Zwei neue Kita-Gruppen je 25 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren sollen in Hofheim unterkommen, eine dritte Gruppe wäre aktuell jedoch nicht vollständig. „Wir wollen dafür sorgen, dass Hofheim ein Wohlfühlstadtteil bleibt“, betonte Schmidt. An einer tragfähigen Lösung werde schon eine ganze Weile gearbeitet, in den Gremien sei dies vielfach diskutiert worden. Eine Bebauungsplanänderung sei bei Erstellung in Modulbauweise aktuell nicht nötig, dafür habe die Stadt im Sinne einer nachhaltigen Nutzung noch ein paar Jahre Zeit. 

    Zügige und flexible Lösung im Blick

    Die Suche ist nicht so einfach, wie das Thema Alte Schule zeigt. Dort zwei Kita-Gruppen einzurichten sei aus Denkmalschutzgründen nicht möglich, denn es gebe für die frühkindliche Bildung gesetzliche Vorgaben. Schmidt appelliert daher an die zuständigen Stellen, dass der Denkmalschutz mehr Freiheiten bei der Gestaltung zuließe. Schmidt berichtete, dass der Kirchenvorstand mit dem Vorschlag auf die Stadt Lampertheim zugekommen sei, das Gelände der Kirchengemeinde für eine städtische Kita auf Erbpachtbasis zu entwickeln. In einer Gemeindeversammlung im Juni sei das Thema bereits vorgestellt worden. Für das Problem Bebauungsplan gebe es eine Lösung, erklärte Schmidt: Zunächst werde in hochwertiger Modulbauweise Platz für zwei Kita-Gruppen und dazugehörige Räumlichkeiten mit Außenbereich geschaffen, die nach Bedarf zukünftig flexibel erweitert werden können. Diese Module, die es in Lampertheim noch nicht gebe, entsprächen dem Lampertheimer Standard und seien keine Container, betonte Schmidt. Die städtischen Gremien werden sich mit den Vorschlägen befassen, die Personalressourcen würden in den Haushaltsplan 2025 eingebracht. Da es sich nicht um aufwändige Neubauten handelt, könnten die Module für 50 Plätze bis 2026 bezugsfertig sein. Schmidt sieht die zügige Umsetzung und die Erbpacht als allerbeste Lösung. Zu klären sei, ob Miete der Module vorteilhafter wäre als Kauf. Im Herbst sollen Planung und Vertragsgestaltung den städtischen Gremien vorgestellt werden. 

    Hannelore Nowacki

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