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  • So., 18. Dezember 2016, 19:49 Uhr
    Theaterverein „ZwiBuR“ präsentierte „Ein Wald voller Bäume“ / Zweite Aufführung am 26. Dezember

    Mal wieder politischer



    Der Theaterverein „ZwiBuR“ begeisterte im Hüttenfelder Bürgerhaus mit „Ein Wald voller Bäume“ . Foto: ehr

    HÜTTENFELD – Das war mal wieder was Anderes, was der Theaterverein „ZwiBuR“ im Bürgerhaus seinem Publikum – darunter auch Bürgermeister Gottfried Störmer und Ortsvorsteher Karlheinz Berg nebst Gattinnen -  präsentiert hat. Bei ihrer traditionellen Weihnachtsaufführung hat man einmal mehr das Parkett der eher auf Glamauk ausgelegten Boulevardpossen verlassen und hat mit dem Stück „Ein Wald voller Bäume“ mal wieder eine Botschaft rübergebracht, die sich an der aktuellen Tagespolitik wie Flüchtlingsproblematik oder dem weltweit zu beobachtenden Rechtsruck der Menschheit orientierte. Ohne dabei allerdings die Komödie ganz aus dem Auge zu verlieren, denn es wurde viel und ausgiebig gelacht. Regisseur und Hauptdarsteller Bruno Ehret hat sich eine britische Satire zur Grundlage genommen und es umgeschrieben, ganz so wie er es in den 90-er Jahren mit seinen Theaterspielern schon öfter praktiziert hat.

    Der Theaterabend fundiert nach wie vor auf der Weihnachtsfeier des MGV 1892 Sängerbund Hüttenfeld. Und so eröffnete der Männerchor unter der Leitung von Willi Moos musikalisch dieses Event. Nach der Begrüßung von Heike Ehret traten dann die 14 Schauspielerinnen und Schauspieler die Bühne, unter ihnen vier Jugendliche aus der vereinseigenen Kaderschmiede, den „Minizwibs“. Zwei von ihnen, Kim Rendl und Anna Fleig, debütierten gar an diesem Abend meisterhaft und mit Denise Oppelt als Souffleuse wirkte eine weiteres Mädchen aus der jungen Garde mit. Pia Rendl und Dane Ehret waren im letzten Jahr schon dabei und brillierten schon wie „alte Hasen“.

    Zum Kurzaufriss des Inhaltes: Als der Vater, General Fetzbattles (Bruno Ehret), nach langen Jahren nach Hause zurückkommt, sind seine Kinder im fortgeschrittenen Teenie-Alter aus den “good-old-english Konventionen” ausgebrochen und leben ihren eigenen Stil: Robert (Dane Ehret) hat die Schule geschmissen und lebt mit seiner Freundin (Anna Fleig) vom Schnorren. Judy (Pia Rendl) ist schwanger und weiß nicht von wem. Seine Frau Doris (Beate Bruhns) versucht die Konfrontation abzumildern, aber es rasselt im Karton. Die Lebenswelten prallen aufeinander und der General muss erst mal ein paar Wochen verschwinden und in sich kehren, um mit den Veränderungen zurecht zu kommen. Er macht eine "Rocker-Lehre", um seine Kids verstehen zu können. Doch als er zurückkommt, erlebt er eine faustdicke Überraschung. Während er mittlerweile verwahrlost auf einem Baum haust haben sich seine Sprösslinge zu Gutbürgern gewandelt, die entsetzt über die Wandlung des Familienoberhauptes sind. 

    In weiteren Rollen überzeugten „alte Hasen“ wie Ronald Ehret als moralisierender Vikar, Jürgen Rudolph als trinkfreudiger Schwiegervater, der von seiner Frau – dargestellt von Manuela Ehret – schroff zur Raison gebracht wird. Ralf Ehret als deren Sohn sowie Jochen Köcher als Geliebter von Doris rundeten neben Alexandra Plenert und Undine Ihrig als ulkige Nachbarinnen das Ensemble der „Altstars“ ab. Kim Rendl debütierte gekonnt als Zimmermädchen Helga und auch Nina Kohl stand als Reporterin zum ersten Mal erfolgreich auf der Bühne, obgleich sie vom Alter her nicht mehr als Nachwuchsspielerin bezeichnet werden kann.

    Technisch bedient wurde das Ensemble von Frank Plenert, Mario Rindfleisch und Holger Grieser, während Andrea Marko und Claudia Schmitt-Möller für die Maske verantwortlich waren.

    Eine zweite Aufführung wird es am 26. Dezember um 20 Uhr an gleicher Stelle geben. ehr

     
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