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Mo., 11. Juni 2018, 10:34 Uhr
Zum Spargelfest 20. Bunter Nachmittag für Senioren mit Margit Selb
Margit Selb als „Mutter des Humors“ ausgezeichnet
Margit Selb erhielt von Bürgermeister Gottfried Störmer als Dank für ihr Wirken beim Bunten Nachmittag über 20 Jahre hinweg die Auszeichnung „Mutter des Humors“ in Form eines gravierten Glasobjektes. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Einzigartige, heitere Unterhaltung war beim 20. Bunten Nachmittag für Senioren im großen Festzelt auf dem Schillerplatz geboten. Margit Selb hatte ein vielseitiges Programm mit Tanzvorführungen, Musik, Gesang und lustigen Überraschungen zusammengestellt, das für Auge und Ohr ein Genuss war, so wie es die Lampertheimer von ihr bei diesem Spargelfestereignis gewohnt sind. Entsprechend groß war denn auch die Nachfrage, die wohl die Größe der Hans-Pfeiffer-Halle erfordern würde, eine Idee, die Margit Selb in den Raum warf. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Gottfried Störmer mit Spargelkönigin Christin I. und Margit Selb begann das mehr als zweistündige Vergnügen. Die Stadt Lampertheim spendierte Kaffee und wunderbaren Erdbeerkuchen, auf Wunsch mit Sahne, serviert vom rührigen Bewirtungsteam des 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß Lampertheim (CC Rot-Weiß), dessen Ehrenpräsidentin Margit Selb ist. Über die witzigen Dialoge beim Sketch mit Margit Selb als „Kathrin“ und Gerda König als „Berta“ herzhaft zu lachen, gehörte zu den Höhepunkten. Die beiden Tratschweiber, wie Sänger und Moderator Thomas Wörner das Damen-Duo kess nannte, wussten, wie sich die Hochstimmung im Festzelt noch steigern ließ. Bürgermeister Gottfried Störmer spielte mit, er brachte der „Kathrin“ eine knallrote Steighilfe, ohne die sie den hohen Barhocker nicht hätte erklimmen können. Zur Belohnung geizte sie nicht mit besonderen Reizen. Was die beiden Damen zu erzählen hatten, handelte von der „Liebe als Licht des Lebens“, der Ehe und vielen weiteren Themen. Die muntere Herrenriege spielte im Überraschungsbeitrag unter der Regie von Margit Selb den Lebenszyklus vom Kinderspiel bis zum Alter. Foto: Hannelore Nowacki
„Warm und gemütlich“ sei es im Zelt, eine Feststellung, die ebenfalls zum Lachen anregte. „Seid ihr noch gut druff, oder seid ihr schon verlaufe?“, fragte Margit Selb das Publikum. Alle Zeichen standen jedenfalls auf „gut druff“. Beim Überraschungsbeitrag bewiesen die beteiligten Herren Humor und Spielfreude und das Publikum hatte reichlich Gelegenheit zu lachen. Die einen machten im Stück als Mädle eine gute Figur, die anderen mimten die ballspielenden und hüpfenden Spielkameraden, aus denen später gestandene Mannsbilder wurden: „Und nun sind wir schon 80 Jahr“. Eine Ballade, die Margit Selb mit der fröhlichen Mannschaft einstudiert hatte und selbst vortrug, mit Kostümen aus dem Fundus ihres Vereins. „Bubi, Bubi noch einmal“ war der Titel der Stücks, musikalisch begleitet von Thomas Wörner an der Quetschkommode. Bürgermeister Gottfried Störmer und Kurt Oberfeld gaben ein niedliches Paar, Kulturfachbereichsleiter Rolf Hecher war das hübsche Mädle an der Seite eines feschen Kerls, gemimt von Spargelkoch Bernd Müller, während der SPD-Fraktionsvorsitzende Marius Schmidt als gelockte Blondine mit Alexander Boxheimer anbandelte, der außerhalb der Bühne als Gastronom tätig ist. Zu guter Letzt betrat FDP-Fraktionsvorsitzender Thomas Bittner die Bühne, um zu bestätigen, dass mit 80 noch nicht alles vorbei ist. Im Reigen der Tanzvorführungen glänzten die Tanzebene, die jungen „Schmetterlinge“ und die Mütter von „Bellissima“ der Jugendförderung der Stadt Lampertheim, die Juniorgarde des CC Rot-Weiß und die bezaubernden kleinen Tänzerinnen der TGV Rosengarten. Zum Abschluss trat der Gemischte Chor der Seniorenbegegnungsstätte mit der Musikgruppe auf – schwungvoll über den Lampertheimer Spargel und die hessische Heimat jubilierend. Nun hatte Bürgermeister Störmer seinerseits eine Überraschung parat. Der Bürgermeister, in lustigen Dialogen mit der Geehrten immer um das letzte Wort streitend, dankte Margit Selb für die Organisation und Durchführung des Bunten Nachmittags über 20 Jahre in Folge. „Das ist als besondere Leistung zu würdigen“. Zur einmaligen und neuen Auszeichnung als „Mutter des Humors“ überreichte er Selb ein stilvolles Glasobjekt mit Gravur, dazu das neue Lampertheimer Spargelbuch „Das weiße Gold des Rieds“ und einen Blumenstrauß. Hannelore Nowacki