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Di., 16. Februar 2016, 23:08 Uhr
SHK beantragt Eröffnung eines Insolvenzverfahrens: Landrat Christian Engelhardt und Kreisbeigeordneter Matthias Schimpf zeigen sich empört
Medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger ist sichergestellt
KREIS BERGSTRASSE – „Die bereits mehrfach kritisierte Kommunikationsstrategie der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) setzt sich weiter fort“, kommentiert Landrat Christian Engelhardt die aktuelle Meldung, wonach der Südhessische Klinikverbund (SHK) die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt hat.
Der schlechte Stil der Mannheimer stößt bei allen Beteiligten seit Beginn der Diskussion um die Krankenhausstandorte des SHK immer wieder auf Kritik. „Die Art und Weise wie solche Entscheidungen nach Außen transportiert werden sind schlichtweg eine Sauerei“ findet auch Kreisbeigeordneter Matthias Schimpf.
„Erst vergangenen Samstag wurde am Runden Tisch über die weitere Zeitplanung gesprochen – da war eine schnelle Insolvenz kein Thema“, erläuterte Landrat Christian Engelhardt.
„Die UMM hat bei Übernahme der Häuser in Lampertheim, Bensheim und Lindenfels ein Konzept auf den Tisch gelegt und konnte dieses bis heute nicht umsetzen. Stattdessen wurden zunächst noch 5 Millionen nachgeschossen um dann mit einer Salamitaktik die Häuser zu schwächen. So wurde zum Beispiel kurz vor Weihnachten von der UMM verkündet, dass OP-Besteck künftig in Mannheim zentral zu sterilisieren und in einer Übergangszeit nur noch Notfälle zu operieren. Das ist ein schlechter Stil und ein Schlag ins Gesicht aller Bürgerinnen und Bürger sowie der Mitarbeiter“, so der Bergsträßer Landrat weiter.
„Kreisbeigeordneter Schimpf und ich können der Bergsträßer Bevölkerung versichern, dass wir mit dem Kreiskrankenhaus in Heppenheim in der Lage sind auf Veränderungen in der Krankenhauslandschaft zu reagieren. Das Kreiskrankenhaus kann die Versorgung gewährleisten und mit dem Maximalversorger Universitätsklinikum Heidelberg im Rücken sind wir exzellent aufgestellt“ versichert Landrat Christian Engelhardt.
„Der Insolvenzantrag bedeutet nicht, dass wir nicht weiter an einem Konzept für die ärztliche Versorgung im Odenwaldteil des Kreises arbeiten. Das Konzept „Luise light“ von Dr. Joachim Wahlig ist ein Modell welches wir weiter unterstützen. Wir möchten, dass im ländlichen Raum die ärztliche Versorgung langfristig auf stabilen Füßen steht. Neben mir sind Mitarbeiter des Landkreises seit Beginn der Debatte über die Zukunft des SHK daran beteiligt, Alternativlösungen für die SHK zu finden. Auch bezüglich des Heilig-Geist-Hospitals sind wir in mehreren Überlegungen beteiligt. Wir arbeiten auch weiterhin mit an einer Lösung, daran hat die Insolvenz selbstverständlich nichts geändert“, so Engelhardt weiter.
„Der Landkreis weiß um seine Verantwortung für die Notfallversorgung und nimmt diesen Auftrag sehr ernst. In jeder Region unseres Landkreises muss man sich darauf verlassen können, dass einem im Notfall professionell und schnell geholfen wird“, so Landrat Christian Engelhardt.
„Nach den Erfahrungen mit der UMM werden wir mit Argusaugen auf die weitere Entwicklung schauen. Wir stehen Gewähr dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger ordentlich versorgt sind“, so Landrat Engelhardt und Kreisbeigeordneter Schimpf unisono. zg