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  • Di., 18. August 2015, 09:07 Uhr
    SPD im Gespräch mit Anwohnern der Ringstraße

    Mehr Grün und Verkehrsberuhigung gewünscht

    An der Ringstraße trafen sich SPD-Vertreter und über ein Dutzend Anwohner zum Gespräch, die Mehrzahl nach eigenem Bekunden in der IG Ringstraße engagiert. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Das sommerliche Gespräch am Montagnachmittag zwischen Vertretern der Lampertheimer SPD und Anwohnern der Ringstraße fand am Straßenrand und Grünstreifen statt, mit Blick auf die Felder im sogenannten Gleisdreieck. Hier wird zukünftig ein Wohngebiet entstehen, doch zunächst sollen auf der Fläche gegenüber dem Supermarkt drei Häuser für Flüchtlinge gebaut werden. Die Anwohner der Ringstraße, die meisten der Anwesenden sind in der Interessengemeinschaft Ringstraße engagiert,  hatten die SPD zum Gespräch eingeladen, um ihre Wünsche vor Ort vorzutragen. Dabei geht es ihnen um ein altes Versprechen, das vor 23 Jahren der damalige Bürgermeister Gisbert Dieter gegeben habe. Damals wie heute war der Grünzug, seine Erhaltung und Erweiterung, im Gespräch. Die Anwohner erinnern sich: Die Ringstraße sollte richtig grün werden und sich zur Allee entwickeln. Gerne möchten sie, dass die Verantwortlichen und Zuständigen der Stadt Lampertheim sich ebenfalls erinnern und die Begrünung fortführen. Aber wurde das damalige Versprechen handfest dokumentiert? Daran hat Stadtverordneter Fritz Götz Zweifel und meint: Was nicht schriftlich vorliege, habe der damalige Bürgermeister nicht versprochen. Hier sehen die Anwohner wiederum das Vertrauen geschädigt. Das betreffende Dokument, jedoch ohne Dieters Unterschrift, soll in Kürze an die SPD übermittelt werden. „Luft zum Atmen“ wollen die Ringstraßen-Anwohner haben und denken dabei auch an die praktizierte Bürgerkommune. Sie wollen in dieser Sache nicht locker lassen, das verkündete Sprecher Erich Möck in seiner Ansprache. Ein weiteres Anliegen ist die Verkehrsberuhigung in ihrer Straße, die nur eine Geschwindigkeit von 30 km/h erlaubt, aber von Rasern heimgesucht werde. SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Hahn versprach, beim Ordnungsamt eine Zählung zu beantragen, um zunächst die tatsächliche Zahl von Übertretungen festzustellen. Auch dass Einsatzfahrzeuge der Polizei hier durchbrausen, missfällt den Anwohnern.

    Die Anliegen der Ringstraßen-Anwohner für mehr Grün und weniger Verkehr hatte Erich Möck in seiner Ansprache zusammengefasst. Auch das Thema Flüchtlingshäuser ist dort nach wie vor aktuell. Foto: Hannelore Nowacki


    Karl Heinz Berg, Ortsvorsteher in Hüttenfeld, gab den Anwohnern zu bedenken, dass der Wunsch nach Verkehrsberuhigung in vielen Straßen bestehe, aber schwer durchführbar sei. Marius Schmidt, Spitzenkandidat der Lampertheimer SPD bei der Kommunalwahl im März, berichtete von Maßnahmen wie Blumenkübel zur Straßenverengung, die wieder zurückgenommen werden mussten, weil der Bewuchs die Sicht auf Kinder verhinderte. Ein weiterer Anwohnerwunsch ist die Verlängerung des Fahrradweges bis zum Stellwerk. Stadtrat Hans Schlatter sieht aus Kostengründen hier eher Chancen für einen Fahrradstreifen. Diese drei Anliegen will Stadtverordneter Marius Schmidt mitnehmen, wie er den Anwohnern sagte. Das Thema Flüchtlingsheime beschäftigt die Anwohner nach wie vor, wie Möck in seiner Rede deutlich machte. Neben der frühzeitigen Einsichtnahme in die Planungen wünschen sie sich für die drei Häuser ein Satteldach, damit die Bewohner Platz zum Abstellen und Wäsche aufhängen haben. Um Reibereien vorzubeugen und die Integration zu fördern, wünschen sich die Ringstraßenanwohner eine Belegung der Flüchtlingshäuser nach passenden ethnischen, kulturellen und religiösen Gesichtspunkten. Andreas Ott, Sprecher der IG Ringstraße, wollte wissen, wo es weitere Baugebiete gebe. Hans Hahn erklärte, dass Containerstandorte nur als Notlösung ermittelt würden, wenn die privaten Wohnungsangebote nicht ausreichten. Das Gleisdreieck sei nicht als Containerstandort vorgesehen. Marius Schmidt wies darauf hin, dass die SPD nach heutigem Stand die dezentrale Unterbringung mit den fünf Häusern in der Florianstraße und drei Häusern in der Ringstraße unterstütze, doch leider sei das Angebot an Wohnungen nicht genug. Viele weitere Details und Vorschläge der Anwohner wurden diskutiert, bis die Fahrradfahrer der SPD zu ihrem Anschlusstermin beim Schäferhundeverein am Kreisel in Richtung Neuschloß aufbrechen mussten. Hannelore Nowacki

     

     

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