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  • Mo., 30. Oktober 2017, 09:35 Uhr
    Ausgeglichener Haushaltsplan-Entwurf 2018 vorgelegt

    Mehr Steuern, aber mehr Forderungen

    Lampertheim blüht finanziell auf – auch der neue Haushaltsplan-Entwurf 2018 weist einen Überschuss auf. Erster Stadtrat Jens Klingler meldet „sprudelnde“ Steuereinnahmen. Archivfoto: Hannelore Nowacki

    LAMPERTHEIM – Auch der Haushalt 2018 wird ausgeglichen sein. Jedoch fällt diesmal der Überschuss gegenüber dem Haushalt 2017 wesentlich kleiner aus. Die Steuern „sprudeln“, aber damit steigen auch die Forderungen des Landkreises für die Schul- und Kreisumlage. Erster Stadtrat Jens Klinger legte den Stadtverordneten in ihrer 11. Sitzung der Legislaturperiode am Freitagabend den Entwurf des Haushaltsplans vor, ein Werk von 436 Seiten. In den kommenden Wochen werden die Fraktionen darüber beraten. In der nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 8. Dezember steht der Haushaltsplan zur Abstimmung auf der Tagesordnung. Bürgermeister Gottfried Störmer nannte in seiner Stellungnahme den Haushalt einen Dauerbrenner und einen Kraftakt. Die Stadtverordneten bat er um Unterstützung. Der Gestaltungswille der Politik treffe auf externe Bedingungen von Bund und Land. Für den ausgeglichenen Haushalt dankte Störmer dem Finanzdezernenten und Ersten Stadtrat Jens Klingler ebenso wie dem Fachbereich für die Unterstützung. Das große Thema Stadtumbau gehe es um 30 Millionen Euro, von denen zwei Drittel förderfähig seien. In den Kreisel in der Industriestraße werden 700.000 Euro investiert, 150.000 Euro werden für die Kläranlage in Hofheim aufgewendet, der Umbau des dortigen Bürgerhauses kostet 2 Millionen Euro. In Sachen „Stadtmarketing neu“ teilte Störmer mit, dass sich für die Leitung des neuen Regiebetriebes Stadtmarketing 64 Bewerber interessieren, jetzt beginne die Auswahlphase. Im Jahr 2018 sieht Störmer „eine hohe Dynamik“. „Aller guten Dinge sind drei“ sagte Kämmerer Klingler mit Blick auf den dritten ausgeglichenen Haushalt in Folge. Bereits 2016 wurde mit einem Überschuss abgeschlossen, für 2017 sei ein Überschuss geplant. Nach den mageren Jahren durch die Finanzkrise hofft Klingler nun „dass für Lampertheim sieben fette Jahre kommen, das wäre hilfreich“. Seine Steuerschätzungen gehen weiter nach oben, positiv nannte Klingler die Entwicklung der Gewerbesteuer mit jetzt 17 Millionen Euro, eine Steigerung gegenüber dem Ansatz von 13 Millionen Euro. Im Haushalt 2018 werde der Überschuss im Ergebnishaushalt mit 270.000 Euro bescheidener ausfallen gegenüber den 1,1 Millionen Euro im Vorjahr. Der Mehrertrag durch Steuern mit einem Plus von 5,8 Millionen Euro schrumpfe auf 271.000 Euro durch Abzug von einer Million Euro bei den Schlüsselzuweisungen und 2,5 Millionen Euro Kreis- und Schulumlage. „Da bleibt leider nicht viel übrig“. Dennoch stehe der Haushalt gut da, bilanzierte Klingler nach seinem Überblick bis hin zur Seite 83 des Haushaltsplans. Dort sind die Kassenkredite, die zur rechtzeitigen Leistung von Auszahlungen in Anspruch genommen werden dürfen, auf 27 Millionen Euro festgesetzt. Er gehe davon aus, dass Lampertheim durch die „Hessenkasse“ um 22 Millionen Euro entlastet werde. „Wir drücken auf den Reset-Knopf und marschieren zum 1. Januar 2019 bei null los“. Den Stadtverordneten versprach Klingler, dass die Verwaltung ihrem Willen gefolgt sei – alle Parteien werden sich an vielen Stellen im Haushaltsplan wiederfinden. Hannelore Nowacki

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