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  • Mo., 19. September 2016, 09:31 Uhr
    Weltkindertag auf der Domwiese und Attraktionen zum Freiwilligentag

    „Mein Wunsch: Dass alle ein friedliches Zuhause haben“

    Das mitreißende Livekonzert der Band der Musiker-Initiative Lampertheim (MIL) sorgte auch beim Ersten Stadtrat Jens Klingler für Begeisterung. Foto: Hannelore Nowacki

    Das mitreißende Livekonzert der Band der Musiker-Initiative Lampertheim (MIL) sorgte auch beim Ersten Stadtrat Jens Klingler für Begeisterung. Foto: Hannelore Nowacki

    LAMPERTHEIM – Sonnenschein und fröhliche Kinder – in Lampertheim wurde der Weltkindertag zu einem abwechslungsreichen Ereignis mit viel Raum zur kreativen Gestaltung und Bewegung. Das Langeweile-Lösch-Mobil der Stadtjugendförderung hatte allerlei Flitzer für junge Fahrer mitgebracht, die entlang der Domkirche freie Fahrt hatten. Gerne nahmen Kinder etwas Wartezeit für ein schönes geklebtes Tattoo in Kauf. In der Kreativwerkstatt unter Bäumen vertieften sich Kinder in die Welt der Farben, gingen spontanen Einfällen nach, die sich mit Schwämmen, Kronkorken, Deckeln und Buchstaben fantasievoll auf weißes Papier drucken ließen. Anouk Bourrat-Moll, frei schaffende Künstlerin und Kreativleiterin bei der Volkshochschule, unterstützte die kleinen Kunstschaffenden auch in der Pinseltechnik und legte die Werke zum Trocknen aus.

    Zum Weltkindertag hatte die Stadtjugendförderung einen Maltisch eingerichtet, an dem Kinder sich Gedanken machten, was sie sich für alle Kinder dieser Erde wünschen. Betreuerin Lisa Laut sammelte die Blätter. „Mein Wunsch: Jedes Kind soll gesund leben und alles haben was es braucht!“ hatte ein Kind geschrieben und die Wünsche mit Zeichnungen illustriert und erklärt. Da stand „ausreichend gesundes Essen“, „ein schönes Zuhause“, „Freiheit und Spaß“, „genügend viel Kleidung“ und „eine vollständige Familie“. Foto: Hannelore Nowacki


    Ein Zeltdach über dem Kopf hatten die Kinder am Maltisch der Stadtjugendförderung - hier ging es um Gedanken und Wünsche zum Weltkindertag. Das weiße Blatt zum Malen hatte eine Überschrift: „Das wünsche ich mir für alle Kinder dieser Erde …“. Unten auf dem Blatt in der Rubrik „Mein Wunsch“ schrieben die Kinder ihre Gedanken auf. Als Betreuerin war die neunzehnjährige Lisa Laut am Tisch, als Bundesfreiwilligendienstleistende seit drei Wochen bei der Stadtjugendförderung bei der Stadtjugendförderung tätig. Zuerst war die zwölfjährige Jasmin dabei, ihre Wünsche zu formulieren und zu malen. Wenig später kamen immer mehr Kinder an den Maltisch. Susanne Camus von der Stadtjugendförderung erklärte im Gespräch mit dem TIP, dass die Stadtjugendförderung den Weltkindertag für die Rechte der Kinder schon seit 1992 jedes Jahr feiert, diesmal im Rahmen des Freiwilligentages. Sie wies auf die Angebote für Kinder und Erwachsene rund um die Domwiese hin: Bücher falten für Kinder stand bei der Stadtbücherei auf dem Programm. Vor dem „Haus am Römer“ verkaufte der Jugendbeirat frisch gebackene Waffeln und schenkte Getränke gratis aus. Beim Jugendrotkreuz des DRK-Ortsvereins, den jungen Helden des Deutschen Roten Kreuzes, gab es viele Informationen. Junge DRK-Schminkkünstler strukturierten auf Wunsch wie echt aussehende Verwundungen auf Arme. Einen gut sortierten Flohmarkt mit Sachen aus dem eigenen Kinderzimmer hatten die achtjährige Franka und ihr zwei Jahre älterer Bruder Till auf der Wiese ausgebreitet. Auf dem Tisch von Renate Hoffmann vor der Stadtbücherei zeugte eine Reihe von Schädeln und Werkzeugen, Kopien und echte Artefakte, von der Entwicklung des Menschen und seiner Fähigkeiten seit Jahrtausenden. Zu jedem Teil wusste sie interessante Details zu berichten, die auch Bürgermeister Gottfried Störmer interessierten. Ein Stück weiter im Schatten eines Baumes waren bei Anton Schmitt auch weitere „Philosophen im Einsatz“, die auf der Wiese ein „Forum für freie Meinungsäußerung“ eröffnet hatten. Hochzeitspaare feierten mitten im Weltkinder- und Freiwilligentag-Trubel in großer Runde ihr frisches Glück. Und dann noch mittags ein mitreißendes Livekonzert der Band der Musiker-Initiative Lampertheim (MIL) zum Freiwilligentag. „Es geht mir gut“ und „Weil ich dich liebe“ wehte über die Wiese an der Domkirche. Erster Stadtrat Jens Klingler und Kulturamtsleiter Rolf Hecher gaben sich die Ehre, die Band zu begrüßen. Gegenüber auf dem Europaplatz war mittlerweile eine mobile Saftpresse angerollt. Unter der Regie des Lionsclubs mit Präsident Christofer Daurer hatten Helfer am Morgen viele Säcke Lampertheimer Streuwiesenäpfel geerntet. In dekorative Kanister abgefüllt, packten ehrenamtliche „Tafel“-Mitarbeiter den frischen Saft sogleich in den Kühlwagen der „Tafel“ zur späteren Ausgabe an ihre bedürftigen Kunden. Das vierstündige Ereignis ging gegen fünfzehn Uhr zu Ende. Hannelore Nowacki

    Mit viel Freude wurden beim Jugendbeirat Waffeln zum Preis von einem Euro gebacken, die Getränke waren gratis. Foto: Hannelore Nowacki


     

     

     

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