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Mo., 14. Dezember 2020, 10:51 Uhr
CDU: Delegiertenversammlung jubelte dem Kreisvorsitzenden zu
Meister mit 97,2 Prozent für CDU-Direktmandat aufgestellt
Mit dem Ziel wieder das Direktmandat für den Bergsträßer Wahlkreis 188 zu gewinnen tritt Michael Meister im Bundestagswahlkampf an. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Mit 97,2 Prozent der Delegiertenstimmen hatte der Bundestagsabgeordnete, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung und CDU-Kreisvorsitzende Michael Meister am Samstag von der Bergsträßer CDU ein klares Ja für seinen weiteren Einsatz in Berlin erhalten. Ein Ergebnis, das die Delegierten aus dem Kreis Bergstraße anschließend mit Jubel und Applaus im Stehen feierten. Von 107 Delegierten hatte Meister 104 für sich gewinnen können. Bei der Bundestagswahl am 26. September 2021 will Meister für den Bergsträßer Wahlkreis 188 wieder das Direktmandat erreichen. Seit 1994 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Nicht nur als Diplom-Mathematiker ist Meister ein Mann der Zahlen, in seiner Partei gilt er als Experte für Finanzen. In der vorherigen Legislaturperiode war er parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium bei Minister Wolfgang Schäuble. Mit einer engagierten Begründung stimmte Birgit Heitland, seit 2008 stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU Bergstraße, die Delegierten auf Meisters Kandidatur ein. Klugheit, Voraussicht und finanzpolitisches Potenzial attestierte sie dem Kandidaten. Meister sei „der richtige Kapitän für das stürmische Jahr 2020/2021“. Als herausragende Themen im Superwahljahr nannte sie den Brexit, das deutsch-amerikanische Verhältnis sowie ein Aufgabenspektrum bis hin zum Erhalt von Arbeitsplätzen. Seine Ziele zu diesen und weiteren Themen stellte Meister im kurzweiligen Interview mit dem Journalisten Gerhard Mandel vor. Meister will das Land mitgestalten und das Direktmandat gewinnen, machte er zu Beginn deutlich. Die CDU solle die bestimmende Kraft werden, die Bundestagswahl sei eine Richtungswahl. Eine Regierung ohne Beteiligung der CDU würde „unser Land verändern“, warnte er, vor allem mit Blick auf Äußerungen der Grünen-Spitze. In Deutschland möchte Meister keine grün-rote Politik und auch keine höheren Steuern. Mit dem Instrumentarium der sozialen Marktwirtschaft will Meister dem Klimawandel begegnen und setzt auf moderne Technologie, die weltweit exportiert werden könne und neue Arbeitsplätze schaffe. Technische Offenheit setzt Meister gegen „Verbotspolitik“. Die Forderung eines Systemwechsels, wie von „Fridays for Future“ erhoben, nannte Meister „absurd“. Das Gesundheitswesen sei bis jetzt relativ gut durch die Krise gekommen, aber die Ausstattung und Bevorratung müsse besser werden. Die Unterstützung durch die Bundeswehr sei keine Dauerlösung. Positiv sieht Meister, dass die Digitalisierung durch Corona großen Schwung bekommen habe. „Wir sind momentan in einer Ausnahmesituation“, stellte Meister fest. Nicht sparen in der Krise, sondern das Gemeinwesen stärken, die Konjunktur anschieben und die Schulden in geordneter Tilgung zurückführen, nannte Meister als Zukunftsaufgaben. Die Schuldenbremse müsse wieder gelten. Die Stärkung der Europäischen Union mit Blick auf den Brexit und das Asylrecht waren weitere Themen. In Sachen ICE-Neubautrasse drängt Meister darauf, als Region geschlossen zu sagen, „was gut für uns ist“ und wirbt für einen Projektbeirat, der die Änderungswünsche der Region deutlich macht. Als Gäste sprachen der Lampertheimer Bürgermeister Gottfried Störmer und Landrat Christian Engelhardt. Störmer betonte, dass es wichtig sei, in Berlin jemanden zu haben, der die Interessen der Region und Lampertheims vertritt. Das betreffe Themen von hoher Bedeutung für die Bürger wie die Ultranet-Leitung, den Altrhein, die ICE-Neubautrasse, die Ortsumfahrung Rosengarten und den öffentlichen Personennahverkehr. Engelhardt nannte für einen erfolgreichen Wahlkampf als wesentliche Punkte starke Teams auf allen Ebenen und die Themenbereiche der CDU Bergstraße sowie die Mobilisierung der Wähler - mit dem Ziel stärkste Kraft zu bleiben. Hannelore Nowacki