So., 28. Februar 2016, 20:59 Uhr
FDP setzt Schwerpunkt in den Bereichen Lernen, Wirtschaft und Verkehr / Generalsekretärin Nicola Beer zu Gast
„Menschen durch Bildung stark machen”
LAMPERTHEIM – Klare Ziele formulierten die Spitzenkandidaten der FDP für den Kreistag, Christopher Hörst, und die Stadtverordnetenversammlung in Lampertheim, Thomas Bittner und Fritz Röhrenbeck: Gut eine Woche vor der Wahl konnten sie zum Endspurt des Wahlkampfes die Bundesgeschäftsführerin der FDP und frühere hessische Kultusministerin Nicola Beer begrüßen. Und schnell wurde deutlich, dass der frühere Tätigkeitsbereich von Nicola Beer in Hessen auch weiterhin eines der bestimmenden Themen der Liberalen ist: „Die Bildungspolitik ist für uns Thema Nummer 1”, betonte Christopher Hörst. Seit 2001, als die Liberalen für zehn Jahre lang in Regierungsverantwortung im Kreis waren, habe sich die FDP stark für Bildung engagiert. „Einen Sanierungsstau an den Schulen, wie er in den vergangenen fünf Jahren entstanden ist, hätte es mit der FDP nicht gegeben”, betonte Hörst, der sich für eine Digitalisierung der Schul-, aber auch bereits der Kindergartenausstattung ausspricht.
Weitere Schwerpunkte der FDP im Kreis sind die Themen Verkehr – unter anderem die B 47-Ortsumgehung Rosengarten. „Wir müssen endlich umsetzen statt nur zu reden und zügig eine Erleichterung für Pendler, aber vor allem auch für die Anwohner, schaffen, ohne dabei den Blick auf die Landwirte zu verlieren”, stellte Hörst klar. Zudem lehnen die Liberalen die Windkraft ab.
In Lampertheim steht besonders die Innenstadtentwicklung im Fokus, ebenso wie der Verkehr mit der Ostumgehung. „Hier haben wir mit der Grünzugtrasse und einer Querspange auf Höhe der Lache zwei sinnvolle Alternativen aufgezeigt”, stellte Thomas Bittner klar. Fritz Röhrenbeck ergänzte, dass „die FDP in den letzten Jahren dank kritischer, konstruktiver und positiver Arbeit in der Stadtverordnetenversammlung viel für Lampertheim geleistet hat. Dabei sind wir unserer Linie und unseren Zielen treu geblieben. Auch künftig wollen wir keinen Stillstand in Lampertheim.”
Nicola Beer betonte das außergewöhnliche Menschenbild der FDP, „dass uns von allen anderen Parteien unterscheidet: Denn wir trauen den Menschen etwas zu und treten daher als Mutmacher an. Wir wollen, dass die Menschen frei denken, handeln und entscheiden und gemeinsam mit den Menschen vor Ort die Zukunft gestalten.” Dazu gehöre unter anderem, die „Menschen durch Bildung stark zu machen. Dies betrifft die moderne Ausstattung mit digitalen Medien, aber auch die Ausstattung mit ausreichenden und gut ausgebildeten Lehrern und Erziehern”, so Beer weiter.
Gleichzeitig forderte sie mehr Mut zur Marktwirtschaft, weniger Regulierungen und weniger Bürokratie sowie wesentlich mehr Engagement im Bereich der Digitalisierung. „Wir hinken in Deutschland hinterher, eine bundesweite Breitbandversorgung und Glasfasernetze sind Grundlage für mehr Unternehmertum, mehr Wachstum und mehr Wohlbefinden." In Bezug auf die Flüchtlinge machte Nicola Beer drei Säulen aus, die für eine gelungene Integration notwendig sind: „Dies sind Bildung, Arbeit und deutsche Freunde. Die Verfahren sind für alle drei Bereiche zu lang, Sprache muss schneller vermittelt werden."
„Die FDP ist bereit, das Leben der Menschen im Kreis und in Lampertheim und den Kreis und die Stadt selbst gemeinsam mit anderen demokratischen Parteien zu gestalten”, so die FDP-Kandidaten unisono. Benjamin Kloos