Sa., 22.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 13. Februar 2017, 09:33 Uhr
    Lampertheimer Karnevalverein 2008 feierte Saalfastnacht

    „Mer stelle alles uff de Kopp“



    Bei der LKV-Saalfastnacht sorgte Musiker und Sänger Jens Huthoff für ausgelassene Stimmung. Foto: Hannelore NowackiLAMPERTHEIM – Hoppla! Was ist denn da passiert? Einfach mal das „Narrenbüchle 2017“ des Lampertheimer Karnevalvereins 2008 (LKV) umdrehen und schon wird klar: „Mer stelle alles uff de Kopp“.  Unter diesem Motto feierte der jüngste Lampertheimer Karnevalverein am Freitagabend in der Zehntscheune auch seine Saalfastnacht. Natürlich macht auf dem Jahresorden Prinz Jokus stilgerecht einen Kopfstand. Wohl mit Bedacht, ein kurzes Erschrecken aller Narren im Saal einkalkulierend, hatte Sitzungspräsident und 1. Vorsitzender Lutz Krieger seine Begrüßungsworte gewählt: „Ich danke euch, dass ihr alle heute Abend da wart und dass ihr Spaß hattet“. Eine Begrüßung, wie sie dem Motto entsprach, alles auf den Kopf gestellt. Tatsächlich ging der Vorhang ein paar Minuten später auf, denn die Gäste ließen noch auf sich warten. Im Publikum war die Lampertheimer Stadtprinzessin Christiane II. mit einer stattlichen Delegation des 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß Lampertheim, die Bürstädter Nachbarn hatten ebenfalls eine große Abordnung ihrer Karnevalisten entsandt.

    Singen, schunkeln, lachen und tanzen stand bei der LKV-Saalfastnacht hoch im Kurs. Foto: Hannelore Nowacki


    Bald traf die Bürstädter Stadtprinzessin Ann-Cathrin I. mit Gefolge aus der Vereins-AG ein und überbrachte in heiterer Stimmung ihre Grüße: „Bei uns Narren gibt’s kein Maß, die Hauptsache wir haben Spaß“. Sogleich brach sie dann zu ihren weiteren Verpflichtungen auf. Stadtprinzessin Christiane II. setzte noch eins drauf und rief dazu auf, es krachen zu lassen. Für die gute Stimmung im nicht voll gewordenen Saal war Musiker und Sänger Jens Huthoff engagiert, ein sympathischer Pfälzer, der die Saalfastnacht mit Schunkelrunden, rasanten Rhythmen und Gesang auf Touren brachte. Auch im nächsten Jahr wird er wieder dabei sein, kündigte Sitzungspräsident Krieger an. Der LKV präsentierte seinen tanzenden karnevalistischen Nachwuchs – die jungen „Lollipops“ und das neue Tanzmariechen Carolin Bubel gleich zu Beginn des Abends. Auf dem Programm stand das schreiend-bunte Lied vom „Gutselstand“, vorgetragen von Klaudia Kark und Renate Wittner, ein Sketch mit LKV-Damen zu  „Sparmaßnahmen im Altenheim“. Das LKV-Männerballett „Chicken Wings“ tanzte nicht, Sitzungspräsident Krieger kündigte stattdessen eine Überraschung an – ein Sketch zum Thema Männerklo. „Wir wollten euch zeigen, wie es auf einem Männerpissoir zugehen kann“, erklärte Krieger anschließend. Zu sehen bekamen die Zuschauer aufwändig inszenierte Sketche, die kräftig unter der Gürtellinie entlangschrammten. Für ein Stimmungstief  sorgte „Stimmungssänger“ Karl-Heinz Gauckel, der als „Kalli aus Mallorca“ nicht live und nicht synchron sang, dafür aber knallige Schuhe anhatte. Ein glanzvoller Höhepunkt war der Auftritt der Damentanzgruppe „Lunatics“ von der JTG Dienheim, die tänzerische Anmut mit artistischen Elementen verbanden – eine wunderbare Reise durch die Welt der Musik mit schöner Choreografie und einer Zugabe. Im weiteren Verlauf des Abends bewiesen Männer, dass auch sie die Herzen des Publikums tänzerisch erobern können. Aus Ludwigshafen-Ruchheim waren „Die Schlossprinzen“ der „Schlosshogger“ angereist, ein Männerballett der Spitzenklasse mit mehreren ersten Platzierungen bei Wettbewerben. Beim Walzer im imaginären Paartanz machten sie eine gute Figur im schwarzen Outfit, unterhaltsam und witzig waren sie auch bei ihren artistischen Einlagen. Vom HCV Hassloch war das Männerballett „Gassebuwe“ zu Gast, die lustigen Buben waren als „Die steppenden Deppen“ mit ihrem gelben Schulbus zur Bühne getanzt und ließen sich dort einfallsreich in Chemie bilden, ein leichtfüßiger, unterhaltsamer Unterricht. Frivol, locker und lustig machte sich die „Umziehshow“ der „Ruchemer Schlosshogger“ daran, die Heiterkeit mit Gesang von Udo Jürgens bis Freddy Mercury im Playbackverfahren und Klamauk auf hohem Niveau auf die Spitze zu treiben – ein Hochgefühl wie Fastnacht und Kerwe zusammen. Im fließenden Übergang zum Finale endete das vierstündige Programm einschließlich einer halbstündigen Pause. Danach war Livemusik und Tanz Jens Huthoff angesagt. Hannelore Nowacki

      

     
     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige TicketshopAnzeige 3 Anzeige - 1