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  • Mi., 09. Dezember 2020, 11:10 Uhr
    MAGISTRATSPRESSEGESPRÄCH: Baumfällungen, Obstbaumaktion und Hallenbad im Fokus / Neues inklusive Spielgerät im Stadtpark 

    Michael Schmitt neuer Wirtschaftsförderer der Stadt Lampertheim

    Seit 1. Dezember der neue Wirtschaftsförderer der Stadt Lampertheim: Michael Schmitt. Foto: oh


    LAMPERTHEIM — Seit dem 1. Dezember gibt es ein neues Gesicht in der Stadtverwaltung Lampertheim: Bürgermeister Gottfried Störmer stellte am Mittwoch im Rahmen des Magistratspressegesprächs, welches als Videokonferenz stattfand, den neuen Wirtschaftsförderer Michael Schmitt vor. Der 34-jährige Lampertheimer freut sich darauf, für seine Heimatstadt zu arbeiten, wie er betonte. Geboren in Heidelberg wuchs er in Lampertheim auf, wo er auch seine Fachhochschulreife erworb. Nachdem er seinen Zivildienst bei der Lebenshilfe absolvierte machte er auch seine Ausbildung in der Spargelstadt. An diese schloss sich ein Studium der Wirtschaftspsychologie in Darmstadt mit den Fachdisziplinen anthropogene Umweltpsychologie und Nachhaltigkeit sowie Arbeits-, Personal- und Organisationspsychologie an. „Im Verlauf des Studiums hatte ich die Möglichkeit, mit verschiedenen Arbeitsgruppen verschiedene Studien abzuschließen, in denen Lampertheim involviert war. So ist der Kontakt zum Bauamt zustande gekommen”, so Michael Schmitt. Im Frühjahr 2019 absolvierte er zudem ein Hochschulpraktikum bei der Stadtverwaltung im Bereich FB-60, wobei er unter anderem im Arbeitskreis Energie und bei der Konzeption des Beitrags „Starkregenereignisse“ mitwirkte.

    Baumfällung und Nachpflanzungen in 2020

    Wie bereits im letzten Jahr werden die Baumpfleger der Stadtgärtnerei weitere kranke bzw. überalterte Straßenbäume fällen. Dies wurde durch die jährliche Baumschau deutlich. Die betroffenen Bäume müssen aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden. Sie haben unter anderem Wurzelschäden und weisen durch faulige Stellen sowie Pilzbefall eine mangelhafte Standsicherheit auf. Einige der Baumschäden sind auch auf die hohen Temperaturen im Sommer und die damit einhergehende Trockenheit verursacht. Die Baumarbeiten können kurzfristig auftretende Verkehrsbehinderungen zur Folge haben. Leider müssen dieses Jahr auch zwei prägende Bäume wegen fehlender Verkehrssicherheit, die durch Fäulnis herovergerfen wurde, gefällt werden. Zum einen der Schnurbaum im Stadtpark, zwischen Café und See, und zum andern die Rosskastanie in Hofheim Lindenstraße / Ecke Backhausstraße – letztere wurde bereits gefällt. Wie in den Vorjahren werden an Stelle der gefällten Bäume Nachpflanzungen durchgeführt. Soweit möglich, werden nach der vorhandenen Baumart entsprechend die gleichen Baumsorten beschafft oder durch klimaangepasste Arten ersetzt.„Diese müssen jedoch natürlich erst mehrere Jahre und Jahrzehnte wachsen, um das imposante Erscheinungsbild der bisherigen Bäume zu erreichen. Im Zuge dieser Arbeiten können vorhandene Beete angepasst und neu bepflanzt werden, wobei darauf geachtet wird, Pflanzen zu verwenden, die mehr Hitze und Trockenheit vertragen.  Bei der Bepflanzungsmaßnahme in der Neuschloßstraße müssen zeitweise die Parkplätze gesperrt werden und es kann zu kurzfristigen Beeinträchtigungen für die Anwohner und andere Verkehrsteilnehmer kommen.

    Obstbaumaktion der Stadt Lampertheim

    Knapp 50 Obstbäume haben ein neues Zuhause in Lampertheimer Gärten gefunden und werden in ein paar Jahren ihre ersten Früchte tragen. Die Stadt Lampertheim hat mit dieser Aktion bereits im letzten Jahr begonnen und mit dem vergünstigten Verkauf von Obstbäumen einen Beitrag für die Biodiversität in der Stadt geleistet. Da das Interesse der Bürger weiterhin sehr groß ist, plant die Verwaltung diese Aktion im nächsten Herbst zu wiederholen. Obstbäume, die früher auf Streuobstwiesen gepflanzt wurden, verbessern die biologische Vielfalt im Stadtgebiet, da sie für Insekten und Vögel Nahrungsquelle und Lebensraum sind. Für die Menschen wiederum ist das Obst eine gesunde Nahrungsquelle zum Genießen und der Baum ein Schattenspender im Garten.

    Inklusion im Stadtpark

    Bereits im Frühjahr dieses Jahres wurde bei der Sanierung des Spielplatzes In der Tuchbleiche in Hüttenfeld eine Rollstuhlfahrer-Wippe installiert. Nun wurde mit der Umsetzung des zweiten inklusiven Spielgerätes im Stadtpark begonnen. Ab diesem Wochenende kann ein Rollstuhlfahrer-Trampolin mitgenutzt werden. Die Installierung eines ebenerdig eingebetteten, für Rollstuhlfahrer eigenständig befahrbaren Trampolins, kann hierbei besondere inklusive Anlässe zur Begegnung schaffen. Da dieses direkt neben dem bereits bestehenden Trampolin eingebaut wurde, kann dieses Spielgerät von beeinträchtigten und nicht beeinträchtigten Kindern gleichermaßen selbständig und parallel genutzt werden. Für das Jahr 2021 soll noch ein Karussell, das auch Rollstuhlfahrer nutzen können, im Stadtpark aufgestellt werden. So wird Schritt für Schritt jeder Spielplatz auf seine inklusiven Eigenschaften überprüft und angepasst. Gefördert wird die Maßnahme vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration. „Wir laden dazu ein, dass das Trampolin insbesondere von Rollstuhlfahrern genutzt wird und freuen uns, behinderte Menschen mehr und mehr in die Mitte unsere rGesellschaft zu bringen. Wir sind sehr dankbar, dass sich Behindertenbeirat hier so stark einsetzt“, betonte Bürgermeister Störmer.

    Weihnachtsspende der Stadtverwaltung

    Die diesjährige Weihnachtsspende der Stadtverwaltung Lampertheim in Höhe von 500 Euro kommt zwei Organisationen zugute, deren Aufgaben gerade während der Corona-Pandemie und den dadurch gestiegenen Zahlen von häuslicher Gewalt bzw. Gewalt gegen Frauen zusätzlich an Bedeutung gewonnen haben: 250 Euro erhält der „Arbeitskreis gegen Häusliche Gewalt im Kreis Bergstraße“. Gerade durch das seit Januar 2002 in Kraft getretene Gewaltschutzgesetz stellte der Arbeitskreis eine Kooperation mit den Beratungsstellen sicher. Ebenfalls 250 Euro erhält der Verein „Terre des Femmes – Menschenrechte für Frauen e. V.“. Terres des Femmes setzt sich für ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben von Mädchen und Frauen weltweit ein. Die jährliche Weihnachtsspende der Stadtverwaltung kommt über Einsparungen bei den Portokosten zustande.

    Sachstand Hallenbadsanierung

    „Wir sind aktuelle dabei, die großen Gewerke durchzuführen”, erläuterte der Erste Stadtrat Jens Klingler mit Blick auf den Sachstand der Hallenbadsanierung. So sind die Lüftungsgeräte aufgestellt und werden jetzt angeschlossen. „Der Lüftungskanal ist so groß, dass man durchgehen kann”, machte Jens Klingler deutlich. Auch die Elektroarbeiten werden jetzt durchgeführt, und beim kleinen Anbau findet die finale Dacheindeckung statt. Die Besucher des Bades werden künftig durch vom Eingang über die Umkleide bis zum Schwimmbecken durch immer weiter steigende Temperaturen das immer gleich Temperaturgefühl haben. Mit Blick auf die Kosten ergänzte Jens Klinger, dass die Gesamtsumme 500.000 Euro über der geplanten Kalkulation liegt. „Dies sind18,02 Prozent über dem ursprünglichen Kostenvoranschlag, was teilweise coronabedingt ist. Aber wenn man im Bestand saniert findet man auch immer wieder etwas vor, das nicht zu erwarten ist, so dass wir immer wieder etwas nacharbeiten mussten.” Benjamin Kloos

     

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