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  • Mo., 06. Juni 2016, 11:26 Uhr
    Jungschauspieler zeigen ihr Können bei ernstem Stück „Error“

    Minizwibs-Stück ohne Happy-Ende

    Bei dem Stück „Error“ tanzen die Schüler ihrer Lehrerin Frau Schmidt auf der Nase herum – mit schlimmen Folgen. Foto: Ehret


    HÜTTENFELD - Die Kindertheatergruppe „Minizwibs“ des Hüttenfelder Theatervereines „ZwiBuR“ hatte dieses Jahr ein Stück präsentiert, das sich deutlich von den anderen Stücken der Vorjahre unterschied. Auf der Bühne im evangelischen Gemeindezentrum, wo einen Tag vorher noch die großen „Zwiburianer“ ihren Kabarettabend hatten, spielten sie das Stück „Error“ von Claudia Kumpfe. Das Stück hatte keinen lustigen Inhalt und einen tragischen Schluss. Die 13 jungen Schauspielerinnen konnten beweisen, dass sie sich nicht nur humorvoll in Szene setzen, sondern auch problematische Szenen darstellen können. Die Thematik ist aus dem Leben der Kinder gegriffen. Mobbing unter Schülern ist ein allseits beliebter Gedankenpunkt beim Jugendtheater. Doch in dem Stück „Error“ geht es hauptsächlich um das Mobbing gegen die Lehrerin, ein oftmals wohl unterschätzter Aspekt im Schulleben. Zum Inhalt: Die Klasse macht, was sie will und Frau Schmidt, dargestellt von Kim Rendl, die junge Lehrerin, ist überfordert. Nicht nur die Schüler, Lilli Schietzold, Malena Plenert, Victoria Woschnitza, Pia Hördt und Zoe Luley, sind gegen sie, auch die Eltern, allen voran Frau Keil (Janine Wüst) treffen sich hinter ihrem Rücken und sammeln Punkte, die sie der Rektorin (Leonie Wetzel) vortragen wollen. Sogar die Außenseiterinnen der Klasse (Anna Fleig, Julia Plenert) machen bei der Hetze mit. Als Felina (Pia Rendl) ihre Mitschülerinnen anstachelt, auch eine Liste mit Fehlern der Lehrerin zu machen, weiß Frau Schmidt sich nicht anders zu helfen, als Felina abzufangen, um sie zu bitten, das nicht zu tun. Felina aber provoziert die Lehrerin und lacht sie aus. Und da begeht die Lehrerin einen folgenschweren Fehler: Es rutscht ihr die Hand aus und sie gibt Felina eine Ohrfeige. In einer Kurzschlusshandlung entführt die Lehrerin Felina. Die Schülerin kommt frei, doch die Lehrerin bricht zusammen und muss in eine Klinik, ein offenes Ende also. Trotz des für das Publikum überraschenden Endes, war es eine spannende Krimi-Geschichte aus dem Schulalltag um Freundschaft, Feindschaft, Mobbing. Vor allem aber auch um das manchmal schwierige Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern, in dem beide Seiten beleuchtet werden. Das Publikum war begeistert von der schauspielerischen Leistung des ZwiBuR-Nachwuchses. Die Leiterinnen Manuela Ehret und Alexandra Plenert haben die Mädchen bestens für das schwierige Stück präpariert und alle Beteiligten, gerade auch die beiden jüngsten Akteure Zoe Rendl und Lilly Thoma, erhielten ihren verdienten Applaus. Frank Plenert sorgte für die Technik an diesem Nachmittag. ehr

     

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