Kreis Bergstraße übergibt Umweltpreis in der Pestalozzischule
„Mir geht es gut, wenn ihr gut zu mir seid“
Kreisbeigeordneter Matthias Schimpf (l.) überreichte den Umweltpreis an drei Preisträger, darunter auch an die Pestalozzischule. Schulleiterin Michaela Ohse (2.v.r.) nahm die Auszeichnung entgegen. Foto: Eva Wiegand
LAMPERTHEIM - „Jedem, der sich engagiert sei gedankt", meinte Kreisbeigeordneter und Naturschutzdezernent Matthias Schimpf bei der offiziellen Verleihung des Umweltpreises des Landkreises Bergstraße. Ausrichter war diesmal die Pestalozzischule, die sich mit einigen Liedbeiträgen und bei einem gekonnten Rollenspiel des Kinderrats mit dem passenden Titel „Umweltverschmutzung", nicht nur perfekt präsentierte, sondern sich auch bei den wohl verdienten Preisträgern einreihen durfte. Zahlreiche Vertreter der politischen Gremien hatten sich zu der besonderen Veranstaltung eingefunden, unter anderem auch Bürgermeister Gottfried Störmer, Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass, Bürgermeister Helmut Glanzner aus Einhausen sowie der Kreistagsvorsitzende Gottfried Schneider. „Alle zwei Jahre werden 3.000 Euro an die Preisträger verliehen, die nach klaren Richtlinien ausgesucht werden", betonte Schimpf. So habe es diesmal wieder viele Bewerber gegeben, die sich alle in Sachen Umwelt stark gemacht hätten.
Mit dem „Wiesensong“ sorgten die Schüler der Pestalozzischule für den passenden Rahmen. Foto: Eva Wiegand
„Nicht jeder kann gewinnen, aber einer gewinnt immer: die Umwelt", hob Schimpf hervor und lobte das große Engagement und die vielfältigen Aktivitäten in der Region. Gerade in Schulen spiele das Umweltbewusstsein eine große Rolle. Die Pestalozzischule blickt zum Beispiel auf ein lange andauerndes Engagement in Sachen Umwelt zurück. Seit vielen Jahren wird die Umweltschule-Fahne in der Pestalozzischule gehisst, eine Auszeichnung des Landes Hessen. Und auch den Umweltpreis des Landkreises Bergstraße, der diesmal mit einer Geldzuwendung in Höhe von 750 Euro für die Pestalozzischule verbunden war, bekommt die Schule nicht zum ersten Mal. "Es ist toll diesen Preis zu erhalten, wir tun auch etwas dafür", betonte die Schulleiterin Michaela Ohse. Zahlreiche Aktivitäten zur Entlastung der Umwelt setzten die Pestalozzischüler tagtäglich um. So nannte Ohse nicht nur die konsequente Mülltrennung, auch die Temperatur der Klassenräume werde konstant bei 20 Grad gehalten. „Unser Giraffenteam achtet darauf, dass in den Klassen Energie gespart wird", erklärte die Schulleiterin, so gibt es zum Beispiel Stopp-Aufkleber auf den Lichtschaltern. Noch viele weitere Aktionen zählte sie auf, nicht zuletzt den im Rahmen des Freiwilligentags in der Metropolregion angelegten Barfußpfad sowie die Teilnahme an der Aktion „Grüne Meilen“ und das „Grüne Klassenzimmer“, dass bis zum kommenden Frühjahr 2016 fertig gestellt sein soll und vom Förderverein der Schule finanziert wird. Als würdiger Preisträger zeigte sich aber nicht nur die Pestalozzischule, auch die „Streuobstwiesenretter“ der NABU Ortsgruppe Einhausen die 1.000 Euro erhielten, sowie Günther Hagemeister aus Lorsch, Vorsitzender der NABU Ortsgruppe Heppenheim (ebenfalls 1.000 Euro) und die Kindertagesstätte „Schwalbennest“ aus Fürth–Fahrenbach (250 Euro) hatten sich in Sachen Umwelt stark gemacht und wurden vom Kreis Bergstraße ausgezeichnet. Eva Wiegand