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  • Fr., 18. August 2017, 13:34 Uhr
    Ladesäulen für E-Autos und E-Bikes am Haus am Römer eingeweiht / Neues Carsharing-Angebot für Bürger

    Mit alternativer Mobilität in die Zukunft

    Gaben den offiziellen Startschuss für die Ladesäule für E-Autos vor dem Haus am Römer: Bürgermeister Gottfried Störmer, der Erste Stadtrat Jens Klingler und EWR-Vorstand Günter Reichart (v.r.). Foto: Benjamin Kloos

    LAMPERTHEIM – In Zeiten des Diesel-Abgasskandals, wachsender Verkehrsbelastungen in Innenstädten und der rasanten Entwicklung neuer Antriebe für Fortbewegungsmittel geht Lampertheim den nächsten Schritt in die Zukunft: „Lampertheim entwickelt sich innovativ und modern – mit E-Mobilität und Carsharing” begrüßte Bürgermeister Gottfried Störmer am Freitag zu „einem ganz besondern Termin: Heute weihen wir die Ladesäulen für E-Autos und E-Bikes am Haus am Römer offiziell ein und starten gleichzeitig symbolisch das Carsharing-Angebot. Wir fangen mit diesen Angeboten schon jetzt damit an, eine Infrastruktur für die Zukunft unserer Stadt zu schaffen.”

    Ladestation für PKW und Räder
    Gemeinsam mit der EWR AG aus Worms stellt die Stadt Lampertheim nun eine Ladesäule für Besitzer eines Elektroautos zur Verfügung. An der Ladesäule können zwei Fahrzeuge gleichzeitig mit einer Leistung von je 22 kW geladen werden. Dies entspricht einer zehnmal schnelleren Ladung als mit einer herkömmlichen Haushaltssteckdose, die Ladedauer beträgt circa 60 Minuten. Der Standort wurde bewusst gewählt, da hier die Voraussetzungen für einen solchen Stromanschluss gegeben waren. Bedenken, die bereits in sozialen Netzwerken bezüglich des Wegfalls von Parkraum in der Innenstadt geäußert wurden, entgegnet die Verwaltung mit dem Hinweis, dass diese lediglich umgewidmet wurden und in anderer Form – nämlich für das Carsharing oder zum Aufladen und Parkplatz für E-Autos – weiterhin zur Verfügung stehen.
    „Das EWR ist seit vielen Jahren im Bereich E-Mobilität aktiv. Wir setzen auf ein System, das europaweit 4.000 Ladepunkte bietet und auch für Nichtkunden des EWR einfach mithilfe einer Karte oder eines Identifikationsangebotes genutzt werden kann. Ich bin davor überzeugt, dass sich die E-Mobilität durchsetzen wird, wenn auch vielleicht endgültig in anderer Form. Denn die Reichweite der Fahrzeuge müssen sich noch deutlich erhöhen”, zeigte sich EWR-Vorstand Günter Reichart überzeugt.
    Direkt nebenan, Richtung Domplatz, wurde zudem eine Ladesäule für E-Bikes errichtet. Hier können gleich drei Fahrräder gleichzeitige aufgeladen werden, wobei es für jedes Rad zwei Anschlussmöglichkeiten gibt. Die Station ist für Raddurchmesser von 26 bis 29 Zoll geeignet, neben der Direktladung ist es zudem möglich, die Akkus auch in abschließbaren Fächern aufzuladen.

    Carsharing für Bürger und Stadt
    Zusätzlich zur E-Mobilität stehen den Lampertheimer Bürgern von nun an am Standort Haus am Römer auch ein Kombi mit Verbrennungsmotor sowie ein Elektro-Kleinwagen des Carsharing-Anbieters Stadtmobil zur Verfügung. Um das Angebot nutzen zu können, müssen sich Interessierte lediglich online bei der Carsharing-Plattform oder direkte beim Rathaus-Service Lampertheim anmelden. Informationen zu Preisen, Regeln und der Verfahrensweise sind unter www.stadtmobil.de oder unter www.lampertheim.de zu finden. „Wir sind in unserer Gesellschaft auf Mobilität angewiesen und wollen beweglich sein. Dabei stellt sich jedoch die Frage, ob man selbst ein eigenes Fahrzeug benötigt, besonders wenn man nicht so häufig fährt. Das Carsharing ist hier eine gute Lösung und wir werden auch von Seiten der Stadt diese Fahrzeuge für Dienstfahrten nutzen anstatt unseren Fuhrpark auszubauen”, betonte Bürgermeister Störmer.

    Stadt geht voran
    Unter dem Begriff „eLA” (e-Mobilität Lampertheim) möchte die Verwaltung den städtischen Fuhrpark zukünftig fit für das Thema e-Mobilität machen. „Es wäre nicht fair, den Bürger dazu aufzufordern, sein konventionelles Fahrzeug durch ein Elektroauto zu ersetzen und wir als öffentliche Verwaltung behalten unsere herkömmlichen Fahrzeuge”, ergänze Bürgermeister Störmer. „Wir wollen bei diesem Thema mit gutem Beispiel vorangehen.” Dort, wo es Sinn macht, hat die Stadt Lampertheim bereits auf alternative Mobilität umgestellt: Beispielsweise läuft der Pritschenwagen der Biedensand Bäder komplett elektronisch und auch die Technischen Betriebsdienste verfügen seit dem Frühjahr über einen Kastenwagen als Elektromodell.
    „Wir hoffen, dass die Bürger das Angebot annehmen und künftig ebenfalls verstärkt auf E-Moblilität setzen. Dies ist die erste, aber nicht die letzte Station, die wir in Lampertheim platzieren werden”, versprach Bürgermeister Störmer abschließend. Benjamin Kloos

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