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  • Di., 07. Juni 2022, 07:33 Uhr
    POLITIK: SPD Lampertheim besichtigte das Katholische Familienzentrum St. Michael und informierte sich über die Arbeit 

    Mit dem Anbau quantitativ und qualitativ vorangekommen

    Vor der Fraktionssitzung im Bürgerhaus besichtigten die Lampertheimer Genossen den Anbau des Katholischen Familienzentrums St. Michael mit Mensa, Küche, Büro, Personalzimmer und großem Turnraum, der auch für Veranstaltungen und Kurse genutzt wird. Foto: Petra Gahabka


    HOFHEIM – Im Rahmen der Reihe „Fraktion vor Ort“ hat die SPD Lampertheim vergangene Woche das Katholische Familienzentrum St. Michael besichtigt und sich über die Arbeit der Einrichtung informiert, bevor dann im Bürgerhaus die Fraktionssitzung stattfand.

    Besonders interessierte die Gäste, darunter Magistratsmitglieder und Stadtverordnete, der im letzten Jahr fertigstellte Anbau, „Ich bin selbst sehr gespannt, ich kenne nur von damals den Rohbau“, merkte der Fraktionsvorsitzende Jens Klingler an. Das große Problem sei, dass die meisten Kitas aus den 60er und 70er Jahren seien und unter ganz anderen Voraussetzungen gebaut wurden. Daher sei es wichtig, bestehende Kitas zu unterstützen und aufzurüsten. „Ihr seid unser einziges Familienzentrum in Lampertheim, da nur ihr diese Konzeptarbeit macht.“ Nicht alle wüssten, was das bedeute und welche Arbeit dahinterstecke. Es werde oft unterschätzt, was eine Kita in eine Gemeinde bringen könne und welchen Vorteil eine Gemeinde dadurch habe. 

    Dem konnte sich Susanne Straub, seit Januar Geschäftsträgerin für katholische Kindertageseinrichtungen im Dekanat Bergstraße West, nur anschließen. Die Kirche professionalisiere auch die Kitas, „um für die Zukunft sicher und gut für die Kinder, aber auch für die Familien aufgestellt zu sein“. 2018 wurde die Einrichtung in der Kirchstraße im Bistum Mainz zum Familienzentrum zertifiziert, was schon viel verändert habe, so Heike Kissel-Eltrop, Pädagogische Einrichtungsleitung. Ganz viel sei aus eigener Kraft entstanden, räumlich und personell seien der Arbeit aber Grenzen gesetzt gewesen. Als die Kommune mehr Kita-Plätze benötigte, wurde im Oktober 2019 der Turnraum aufgegeben für eine weitere Gruppe mit 25 Plätzen, der begonnene Umbau wurde gestoppt und neu geplant. Neben der klassischen Kita mit 112 Kindern von ein bis sechs Jahren, bildet das Familienzentrum, das den Sozialraum einbindet, einen weiteren Schwerpunkt. „Das war uns wichtig, weil der Stadtkern weit weg ist“, erklärte Kissel-Eltrop. 

    Im letzten Jahr wurde die Einrichtung in das Förderprogramm „Familienzentren in Hessen“ aufgenommen und mit 18.000 Euro unterstützt. Gefördert werden unter anderem Personal- und Sachkosten, Referenten, Fortbildungen sowie die Stelle einer Koordinatorin für das Familienzentrum, die Petra Gahabka gekleidet. Das Programm wächst stetig und reicht von Eltern-Kind-Kursen, DropIn, Babymassage und Vorträgen über „Erste Hilfe am Kind“, Bachata-Workshop und Singen mit Barbara Boll bis hin zur Ukrainehilfe mit wöchentlichem Treffen, Malkurs, Deutschunterricht und Kinderbetreuung. Das niedrigschwellige Angebot halte für jedes Alter etwas parat. „Wir sind sicher autark und aktiv, aber wir wollen unbedingt den Kontakt zur Stadt haben, das ist uns sehr wichtig“, so Kissel-Eltrop. Man sei ein Familienzentrum der Stadt Lampertheim.  

    „Dieser Anbau war eine richtige und sehr gute Entscheidung, weil er doch zeigt, dass wir damit quantitativ in Hofheim vorangekommen sind, was die Platzzahl betrifft als auch qualitativ“, sagte Erster Stadtrat Marius Schmidt. Hier sei städtisches Geld gut angelegt. Familienzentrum bedeute, nicht nur das Kind in den Blick zu nehmen, sondern die ganze Familie und zu versuchen, die Kita zu einer Art Treffpunkt zu machen, so wie das hier geschehe. „Wir sind sehr stolz, das zeigen zu können“, lud Heike Kissel-Eltrop die interessierten Fraktionsmitglieder anschließend zu einem Rundgang durch die Räumlichkeiten ein. Die offizielle Einweihung im Herbst letzten Jahres ist Corona zum Opfer gefallen, sie wird jedoch beim Sommerfest am 25. Juni, das mit einem Tag der offenen Tür verbunden ist, nachgeholt. Dazu ist die Hofheimer Bevölkerung recht herzlich eingeladen. Petra Gahabka

     

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