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Fr., 02. August 2019, 10:02 Uhr
Stimmung im Heimatmuseum wie im irischen Pub mit Rock, Pop, Folk und Disco
Mit der MIL eine wunderbare „Irische Nacht“ verbracht
Ausgelassene Stimmung auf der Bühne und im Publikum – irische Musik und das Romantikfeeling im Hof des Heimatmuseums harmonierten wunderbar. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – So genau weiß man es nicht, die Sache mit der Stimmung in einem irischen Pub im Sommer unter freiem Himmel mit fantastischer Livemusik muss im Augenblick ungeprüft bleiben. Was aber ganz sicher ist, die „Irische Nacht“ mit der Musiker-Initiative Lampertheim (MIL) am Donnerstagabend im romantischen Hof des Heimatmuseums ließ die Herzen des begeisterten Publikums höher schlagen. Zum ausgelassenen Tanzen war beim komplett ausverkauften Open-Air-Konzert zwischen Bänken, Tischen und Stehtischen eher wenig Platz, aber die Füße blieben nicht still, die Hände hatten beim Mitklatschen zu den mitreißenden Rhythmen der traditionellen irischen Folkklänge wie beim „Drunken Sailor“ oder bei Songs wie „A pair of Brown Eyes“ von den „Young Dubliners“ und auch beim Applaus einiges zu tun. Auf der Bühne tanzte, sprang und rockte Frontmann Heiko Persson mit Sängerin Louisa aus Frankfurt, die sprühende irische Lebensfreude verkörpernd, von Matthias Klöpsch an der Gitarre und gesanglich angeheizt. Für die wunderbar schmelzenden Töne waren Chiara Metzner und Ulf Wittenberg an der Violine und Stefan Knust am Cello zuständig, Christian Salis am E-Bass und Hans-Jürgen Götz am Schlagzeug mit Patrick Embach am Keyboard machten das musikalische Irland-Erlebnis perfekt. Manches Bierglas wurde mit Hochgenuss erhoben, vielfach war darin ein frisch Gezapftes aus deutschen Landen. Auf vielen Tischen standen Flaschen mit Guinness extra Stout und Kilkenny Irisch Red Ale, man feierte stilecht irisch in die Nacht hinein. Fehlen durfte auch nicht der irische Whisky, eine Riesenauswahl stand an der Bar bereit. Die Band verlieh der Stimmung vom ersten Song an Flügel, ein ausgewogenes Programm, das für jede Gefühlslage den musikalischen Ausdruck bot. Weitere Instrumente wie die Mundharmonika ergaben den typischen irischen Gesamtklang. Heiko Persson, der MIL-Projektleiter für dieses Konzert, hat drei Jahre in Irland gelebt, wie er dem Publikum mitteilte, und viele Hände gingen hoch, als er die Konzertbesucher fragte, wer schon in Irland war. Dass er einen irischen Pub in Lampertheim vermisst, ist verständlich, aber nun hat er wenigstens für einen schönen langen Abend den Hof des Heimatmuseums zum irischen Pub verwandelt. Das MIL-Konzert fand mit Unterstützung des Heimatmuseums und „cultur communal“ der Stadt Lampertheim statt. Hannelore Nowacki
Sooo groß sind irische Frühstücksbrötchen. Sänger Heiko Persson machte musikalisch und mit Sprüchen Lust auf Irland. Foto: Hannelore Nowacki