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Mi., 07. Oktober 2015, 12:23 Uhr
Aktionstag des Netzwerk „Null Toleranz bei Gewalt” zeigte Schülern Gefahren des Rauchens und Trinkens auf
Mit der Rauschbrille Folgen des Alkoholkonsums erlebt
Mit Hilfe einer „Rauschbrille” erfuhren die Schüler anschaulich, wie sich Alkohol auf das Reaktionsvermögen auswirkt. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Zum mittlerweile fünften Mal fand in dieser Woche ein Aktionstag des Netzwerk „Null Toleranz bei Gewalt” statt, in diesem Jahr in Kooperation mit Anke Wilk von der AWO Sucht- und Drogenberatung Prisma. Schüler der 7. Klasse der Alfred-Delp-Haupt- und -Real-Schule, der Nibelungenschule und der Biedensand-Schule befassten sich hierbei intensiv mit dem Thema „Alkoholkonsum und Sucht".
Die Tabak- und Alkoholprävention erscheint den Akteuren des Netzwerkes im Hinblick auf die Zielgruppe ein sehr geeignetes Thema zu sein, da Jugendliche immer früher und unkontrollierter mit diesen Materialien in Berührung kommen.
Bürgermeister Gottfried Störmer richtete in diesem Zusammenhang im Rahmen seiner Begrüßung einen Dank an die Lehrer, die das Thema begleiten und freute sich insbesondere über die umfangreiche Unterstützung seitens der Gruppen des Netzwerkes.
Fünf Stationen durchliefen die Schüler, in denen sie allerhand Wissenswertes rund um die Themen Tabak und Alkohol erfuhren – und dies auf spielerische Weise, bei der auch ihr persönlicher Einsatz gefragt war. Doch zunächst sollten alle für sich die Frage beantworten, ob Freunde, die nicht rauchen und keinen Alkohol trinken, cool sind. Diese Frage wurde nach Absolvierung aller Stationen erneut gestellt, um zu verdeutlichen, was die Schüler über das wichtige Thema gelernt haben.
Die erste Station beschäftigte sich mit dem Tabak und den damit verbundenen Gefahren, beispielsweise in der Schwangerschaft, bezüglich Impotenz und der Abhängigkeit. Auch die erschreckenden Kosten für Zigarettenkonsum wurden anschaulich verdeutlicht.
Im Rahmen eines Quiz wurde durch die Schüler an Station 2 erraten, wie viel Gramm Alkohol ein Glas Bier, Wein oder härtere alkoholische Getränke haben. Zudem gab es rund um Fragen zum Alkohol ein Flaschendrehen.
Eigene Ideen konnten die Schüler an der dritten Station einbringen, an der es galt, eine eigene Werbung für Zigaretten oder Alkohol zu kreieren – verbunden mit der anschließenden Klarstellung, wie unrealistisch manch Werbeversprechen ist. Sichtlich Freude hatten die Schüler bei der Absolvierung eines Parcours mit einer Rauschbrille: Hier erfuhren die Kinder am eigenen Körper, wie sich Alkohol auf die Reaktionsfähigkeit auswirkt.
Kreativität war bei der „Talkshow” gefragt: Die Schüler konnten hierbei eine eigene Geschichte rund um die Themen Jugendliche, Alkohol und Tabakkonsum ersinnen, ebenfalls mit einer umfangreichen Reflexion.
Unterstützt wurde das Projekt durch zahlreiche Mitglieder des Netzwerk „Null Toleranz bei Gewalt” wie Giesela Finkbeiner vom Arbeitskreis Suchtkrankenhilfe, Dirk Neumann von der Polizeistation Lampertheim, Jürgen Polom von der Jugendgerichtshilfe des Kreis Bergstraße oder Werner Brall vom Netzwerk gegen Gewalt in Hessen. Auch die Mitarbeiter der Stadtjugendpflege um Marcel Getrost waren im Einsatz für die gute Sache.
Zudem konnten die Schüler anhand des Films „Filmriss” viel über das Verhalten unter Alkohol erfahren: Denn in diesem geht es um einen 16-jährigen Jugendlichen, der zu viel getrunken hat und – ohne dass er sich an etwas erinnern kann – in eine Straftat verwickelt wird. Ein interessanter Aktionstag, der hoffentlich das Bewusstsein der Schüler im Umgang mit Alkohol und Zigaretten geschärft hat. Benjamin Kloos