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  • Di., 28. Februar 2017, 09:33 Uhr
    Musikschüler Fernando Knüttel gewinnt bei „Jugend musiziert 2017“

    „Mit Leidenschaft und Freude vorbereiten“



    In der Musikschule Lampertheim übt der dreizehnjährige Fernando Knüttel an diesem Klavier. Foto: Hannelore NowackiLAMPERTHEIM – Der Preisträger des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert 2017“ hatte seine Stücke selbst ausgesucht, die er dann vor allem zu Hause geübt hat. An ganz normalen Tagen sitzt Fernando zwei Stunden am Klavier, vor dem Wettbewerb wurden es vor allem am Wochenende auch sechs Stunden. Einmal wöchentlich für 45 Minuten kommt der dreizehnjährige Fernando Knüttel seit 2010 in die Musikschule Lampertheim zum Klavierunterricht bei Fachbereichsleiterin Ju-Hee Oh, zunächst lernte er in der Gruppe, dann hatte er Einzelunterricht. Bei einem Pressegespräch erzählte Fernando, wie er seine Freude am Klavier entdeckt hat. Damals bei der Musikalischen Früherziehung in der Musikschule habe er einige Instrumente ausprobiert. „Das Klavier ist am interessantesten unter den Tasteninstrumenten“, erklärte Fernando, „es fordert jedes Mal neu heraus“. Fernando sagt ganz erstaunliche Sätze, die zeigen, wie sehr das Klavierspielen zu seinem Leben gehört. „Der Wettbewerb war eine schöne Erfahrung“, sagt er, „ich habe nicht wegen Siegen mitgemacht, ich wollte mich mit Leidenschaft und Freude vorbereiten“. Nur zu Beginn sei er aufgeregt gewesen. Aber wenn ich ans Klavier gehe, ist es einfach ein schönes Gefühl“. Bei dem Stück von Rachmaninov habe er ein Gefühl der Befähigung gespürt. Gibt es auch Zeiten ohne Klavierspiel? In den Ferien lege er auch mal eine längere Pause ein. Das müsse sein, findet seine Klavierlehrerin und auch Musikschulleiter Joachim Sum meint es. Für ein weiteres Hobby reiche die Zeit aber nicht. Dann gibt Fernando im Unterrichtsraum eine musikalische Kostprobe, voll konzentriert und ohne Noten. Mit seinen drei eingeübten Stücken wird er auch am 30. März am Landeswettbewerb Rheinland-Pfalz in Mainz teilnehmen. Auch da will er sein Bestes geben – „dann sehe ich weiter“. Da Fernando mit seinen Eltern von Lampertheim nach Limburgerhof umgezogen ist, nimmt er an den Wettbewerben in Rheinland-Pfalz teil. Seine Klavierlehrerin Ju-Hee Oh erzählt, dass Fernando mit dem Üben der „Étude tableaux Op. 33 Nr. 8 von Rachmaninov im Juni begonnen hatte, die „Fantasie Impromptu“ Op. 66 von Chopin lange vorher und Haydns „Sonate in Es-Dur“ seit November. Doch im Unterricht spiele Fernando auch andere Stücke, zum Beispiel von Beethoven. Gibt es Leistungsdruck? Nein, Fernando macht nicht den Eindruck und Ju-Hee Oh erklärt: „Ich möchte, dass die Musik sein Leben bereichert“. Ist sie streng? Als dreizehnjähriger Junge kann man auf diese Idee kommen. Schritt für Schritt gehe es Woche für Woche voran, wenn Fernando sich für etwas entschieden habe. Eine Entscheidung brauche auch Zeit, weiß seine Lehrerin aus Erfahrung. Von ihr kommen klare Worte und Anregungen. „Ich zeige den Weg, laufen und verantwortlich sein muss er selbst“. Hannelore Nowacki

     
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