Medienkompetenz, gesunde Ernährung, Bewegung und Umgang mit Haustieren im Fokus des „YOLO-Day“ an der Nibelungenschule
Mit Spaß lernen und Neugier wecken
Bewegung ist wichtig – und kann beim Abbau von Stress und Ärger helfen. Diese und viele weitere Erfahrungen sammelten die Schüler der Nibelungenschule in Hofheim im Rahmen des YOLO-Days am Dienstag. Foto: Benjamin Kloos
HOFHEIM – Am Dienstag feierte der durch das Gesundheitsamt des Kreis Bergstraße sowie der Alfred-Delp-Schule in Lampertheim ins Leben gerufene „YOLO-Day“ (You Only Live Once) eine Premiere: Denn die besondere Form der Prävention hat mittlerweile im gesamten Kreis wortwörtlich Schule gemacht und wurde nun erstmals auch an der Nibelungenschule in Hofheim durchgeführt – sowohl für die Grund- als auch die Hauptschüler. Diese konnten an 14 Stationen Wissenswertes lernen, erleben und erfahren.
„Der YOLO-Day ist ein Präventionstag, an dem Themen rund um die Gesundheit behandelt werden”, erläuterte die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz. Wichtig seien Kooperationspartner, von denen der YOLO-Day lebt – ob Gesundheitsamt, Veterinäramt sowie in den weiterführenden Schulen auch die Polizei und die Rettungsdienste. „Es ist toll, wie dieser Tag Schule bewegt, ohne Frontalunterricht und nicht belehrend. Vielmehr werden die Kinder begleitet, lernen etwas und nehmen auch etwas mit nach Hause. Außerdem wollen wir Berührungsängste abbauen, etwa im Bereich der Ersten Hilfe”, ergänzte Diana Stolz, bevor sie sich bei einem Rundgang über die einzelnen Aktivitäten informierte.
Neu mit dabei waren an der Nibelungenschule zwei Projekte: So war der Sportpark Heppenheim erstmals mit dabei und vermittelte den Schülern aktiv anhand von Bewegungsangeboten, wie gesund Sport ist und dass dieser auch zum Abbau von Ärger und Stress helfen kann. Das zweite neue Angebot im Rahmen des YOLO-Day ist das Projekt „Verrückt – na und?”, bei dem insbesondere die Begegnung mit Menschen, die selbst eine schwere psychische Erkrankung durchlebt haben, die Schüler nachdenklich macht. Zudem erfuhren die Schüler und die Klassenlehrer, dass man in Krisenzeiten nicht alleine ist und Ansprechpartner und Hilfen bereit stehen.
Besonders gefragt waren zudem der Zuckertisch, an dem die Schüler erfuhren, wie viel Zucker in den einzelnen Süßigkeiten und Getränken versteckt ist, aber auch die gesunde Ernährung sowie gesunde Durstlöscher und das Thema Medienkompetenz. Besondern Bezug zu einer aktuellen Diskussion hatte auch das Thema Mikroplastik – hierbei erfuhren die Schüler unter anderem, wie man Plastik vermeiden kann und richtig Müll trennt, aber auch welche gefährlichen Auswirkungen das Mikroplastik auf die Umwelt hat. Und wie in vielen anderen Schulen auch freuten sich die Schüler über die Informationen zum richtigen Umgang mit Haustieren.
„Es ist ein ganz großes Thema, die Kinder mit dem Thema Gesundheit in Kontakt zu bringen. Das Kollegium war von der Idee dieses Tages direkt begeistert, zumal wir bestimmte Defizite bei den Kindern sehen und dem entgegen wirken wollen. Dies ist dank der äußerst vielfältigen Angebote des YOLO-Day sehr gut möglich. Für die Kinder hat es eine andere Wertigkeit, wenn ein Polizist oder ein Rettungssanitäter vor ihnen steht, es ist es anderes lernen und bringt frischen Wind in die Schule”, freute sich Cornelia Kerkhecker, seit April Schulleiterin der Nibelungenschule, die betonte, dass die Nibelungenschule darüber hinaus auch beim Gesundheitsförderungsprojekt „Klasse 2000” aktiv mit dabei ist.
Die Schüler der Nibelungenschule hatten an diesem besonderen Unterrichtstag viel Freude und beteiligten sich rege an allen Stationen – eine Wiederholung des Angebotes ist bereits in Planung. Der YOLO-Day steht natürlich weiteren Schulen offen, die sich gerne mit der Kreisverwaltung in Verbindung setzen können. Benjamin Kloos