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  • Di., 16. Februar 2016, 10:44 Uhr
    Vorwahl 06206 bekommt bis Oktober schnelles Internet – Spatenstich am Montag

    Mit Tempo in ein neues Zeitalter

    Bürgermeisterin Barbara Schader (3. von rechts) überbrachte beim Pressegespräch die frohe Botschaft: Bürstadt mit der Vorwahl 06206 bekommt das schnelle Internet. Beim ersten Spatenstich in Riedrode waren Michael Löffelhardt und Timo Lux von der Stadtverwaltung dabei, Dr. Matthias Zürker, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bergstraße und Simone Remdisch von der Telekom griffen ebenfalls zum Spaten. Im Bild: Karl-Heinz Staab (von links), Berthold Passlack und Dagmar Cohrs. Foto: Hannelore Nowacki


    RIEDRODE/BÜRSTADT – Mit dem ersten Spatenstich am Montag in Riedrode ist ein erstes sichtbares Zeichen gesetzt. Eine frohe Botschaft oder Sensation – auf jeden Fall können sich alle freuen, die mit der Vorwahl 06206 ins Internet gehen. Bürgermeisterin Barbara Schader hatte am Montag zu einem Pressegespräch ins Bürgerhaus nach Riedrode eingeladen, auch um ein Signal zu setzen: Der kleine Stadtteil Riedrode wie auch Bürstadt wird ab Oktober an das neue Breitbandnetz der Telekom angeschlossen. Endlich ist es geschafft – Bürgermeisterin Schader strahlte beim Verkünden der guten Nachricht. „Heute ist einer der größten Standortfaktoren gesichert, schnelles Breitband ist von zentraler Bedeutung für das Gewerbe, auch Kleingewerbe und Home-Office, für die Auswahl als Wohnort und auch Schüler in Laptopklassen brauchen es“. Dabei entstehen der Stadt Bürstadt nicht einmal Kosten, denn die Investition trägt allein die Telekom. Auch war die Telekom auf die Stadt Bürstadt zugekommen, wie Bürgermeisterin Schader erklärte. An der Gesprächsrunde nahm die Wirtschaftsförderung Bergstraße mit Geschäftsführer Dr. Matthias Zürker und Stellvertreterin Dagmar Cohrs teil, von der Stadtverwaltung waren Wirtschaftsförderer Timo Lux und der Breitbandbeauftragte Michael Löffelhardt gekommen, die Telekom war dreifach vertreten mit Regio-Managerin Simone Remdisch, Projektleiter Karl-Heinz Staab und dem Städteverantwortlichen Matthias Pie, der das Projektbüro und FTTC-Ausbau leitet. Das Hessische Wirtschaftsministerium hatte den Regionalen Breitbandberater Berthold Passlack entsandt. Informationsveranstaltungen für die Bürger werden stattfinden, die Termine stehen allerdings noch nicht fest, wie Regio-Managerin Remdisch mitteilte. Nach Telekom-Angaben wird sich das maximale Tempo beim Herunterladen auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbits/s) gegenüber dem bisherigen VDSL-Anschluss verdoppeln, beim Heraufladen werde sich das Tempo sogar auf bis zu 40 Megabits pro Sekunde vervierfachen. Das neue Netz werde so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich seien. Zunächst werden ab Oktober rund 3.000 Haushalte vom Netzausbau profitieren, stellten die Telekom-Mitarbeiter in Aussicht. Die Bagger der Firma Ebeling werden ab Frühjahr anrollen, hier und da muss komplett aufgegraben werden, an anderen Stellen genügen Kopfbohrungen, um die Glasfaserleitungen in vorhandene Rohre einzuziehen. Von den Bauarbeiten seien keine Störungen des Internets zu erwarten, meinte Telekommitarbeiter Staab. Die grauen Kästen am Straßenrand werden ersetzt durch größere Multifunktionsgehäuse, die in Absprache mit der Stadtverwaltung an geeigneten Stellen positioniert werden. Das neue Glasfasernetz wird erst 2018 die bisherige Kupferverkabelung ablösen, dann stellt die Telekom in Deutschland komplett auf das sogenannte Vectoring im VDSL-Netz um. Bis dahin können die Nutzer weiterhin ihren trägen Anschluss beibehalten – oder auch mit neuen Tarifen rasanter vorwärtskommen. Auch Lampertheim surft unter dieser Vorwahl und ist damit zukünftig ebenfalls auf der neuen Datenautobahn unterwegs. In Bobstadt hat sich das Energieunternehmen EWR aus eigener Initiative der Aufgabe angenommen, den Bürstädter Stadtteil ebenfalls mit dem schnellen Glasfasernetz zu versorgen. Lesen Sie dazu den Bericht auf der TIP-Homepage und in der nächsten TIP-Ausgabe. Hannelore Nowacki

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