„Odenwälder Abend“: Herbstfest beim Förderverein zur Renovierung der Domkirche gut besucht
Mit Wein, Geschichten und Gesang
Zum „Odenwälder Abend“ des Fördervereins zur Renovierung der Domkirche waren Essen, Musik und Gesang reichlich geboten – Vergnügen für einen guten Zweck. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Der große Saal der ehemaligen Notkirche ist eine Lokalität mit Romantikflair, das bewies der Förderverein zur Renovierung der Domkirche mit seinem traditionellen Herbstfest am Freitagabend. Eingeladen waren alle Mitglieder, Freunde und Gönner. „Odenwälder Abend“ war das Motto, dem das Büffet mit Schnitzel mit Kochkäse und Kartoffelsalat, Handkäs‘, Zwiebeln und Frikadellen alle Ehre machte. Später stand der Genuss von Kaffee und Kuchen auf dem Programm. Die Bühne hatte Küster Hans Gierlich mit herbstlichem Blumenschmuck und Kürbissen schön dekoriert. Auf den herbstlich geschmückten Tischen leuchteten Kerzen, die Gäste waren gut gelaunt und brachten eine gehörige Portion Appetit mit. Golden schimmerte das Licht im Raum. In den Weingläsern entfaltete der Lukastropfen sein Bouquet. Der Erlös des Herbstfestes fließt in die Zahlungen für die 2005 in Dienst gestellte Orgel der Domkirche ein, erklärte Vereinsvorsitzender Herbert Eichenauer. Nächstes Jahr solle ein weiteres Register angeschafft werden, auch dafür brauche man Geld. Schon 200.000 Euro wurden bisher beglichen.
Der Abend endete nach mehreren vergnüglichen Stunden, moderiert vom Vereinsvorsitzenden. Mehr als zwei Dutzend Helferinnen, Helfer und Mitwirkende waren zum Wohlbefinden und zur Unterhaltung der Gäste aktiv. Das beliebte Lampertheimer Duo „Moni & Wolf“ begleitete den Abend mit Unterhaltungsmusik. Anita Ofenloch spielte virtuos ihre Kuhglocken, Wolfgang Weber griff begleitend in Tasten seines Akkordeons zum Schneewalzer und Bergvagabundenlied. Später spielte Hans Krall als Überraschungsgast Trompete. Geschichten in schönster Odenwälder Mundart las Pfarrerin Sabine Sauerwein aus dem Buch ihres Vaters Friedrich Sauerwein vor. „Uff em Bärg“ war der Titel dieser „Ourewäller G’schichte“, die gewitzt und humorvoll den Alltag aufgriffen und das Publikum zum Lachen brachten. Im Herbst wurde Latwerge gekocht und in der Kich die Quetsche entkernt – „das war a Ärbeit, wo man gut schwätze konnt“. Auch meinte der Vater, dass die „Riedknibbel“ babbele wie mer und riet der Tochter: „Mädche, da kannste bleibe“.
Nach dem geselligen Essen war es Zeit für den Auftritt der Sänger und Musiker vom Männergesangverein. An der Spitze Peter Medert mit der Gitarre, zogen sie schwungvoll in den Saal ein, auf den Lippen ein Loblied auf den schönen Odenwald, nach der Melodie vom Westerwaldlied. Franziska Billau steuerte die Geigenklänge bei. Vom Essen gestärkt und vom Wein inspiriert nahm die Stimmung mit weiteren Liedern rasant Fahrt auf. Der Förderverein zählt augenblicklich etwa 110 Mitglieder, die ihren Beitrag nach eigener Festlegung zahlen, jeder wie er möchte. Vereinsvorsitzender Eichenauer wünscht sich viele neue Mitglieder, vor allem auch junge Leute seien willkommen. Schon an die Adventszeit gedacht? Beim Herbstfest begann der Verkauf des Adventskalenders der Lukasgemeinde zum Preis von 5 Euro, mit vielen Gewinnchancen.