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  • Fr., 04. Oktober 2019, 09:26 Uhr
    Bahnsteige der Nibelungenbahn und Übergang offiziell übergeben – Aufzüge oben Baubeginn 7. Oktober

    Mit Zug barrierefrei von Bürstadt nach Bensheim und Worms

    Mit der Fertigstellung des Bahnübergangs für Fußgänger und Radfahrer sind Industriestraße und Bahnhofsallee bequem und sicher verbunden. Bürgermeisterin Barbara Schader, Erster Stadtrat Walter Wiedemann, Landrat Christian Engelhardt, Stadtverordnetenvorsteher Ewald Stumpf und Projektleiter Gerrit Gras von der DB Netz AG standen stellvertretend für alle beteiligten Akteure am rot-weißen Band. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – „Unten“ ist jetzt alles barrierefrei – die Bahnsteige für die Züge nach Bensheim und Worms sind neu gebaut und ganz bequem lassen sich am neuen Übergang der Nibelungenbahn die Gleise zu Fuß und mit dem Fahrrad, durch Schranke und Andreaskreuz gesichert, in die Industriestraße und umgekehrt in die Bahnhofsallee überqueren. Die Bahnstation „oben“ in Richtung Mannheim und Frankfurt bekommt zwei Aufzüge – Baubeginn am kommenden Montag. Mit der Fertigstellung rechnet die Bahn im März, umfangreiche Prüfungen und Abnahmen folgen. Spätestens im September soll der Kreuzungsbahnhof Bürstadt auch „oben“ barrierefrei zu Fuß, mit Kinderwagen, Rollstuhl und Fahrrad erreichbar sein. Zur Feier der offiziellen Übergabe der Bahnstation „unten“ mit Übergang waren am Mittwochvormittag auf Einladung von Bürgermeisterin Barbara Schader zahlreiche Beteiligte gekommen wie Landrat Christian Engelhardt, Vertreter der Deutschen Bahn und VRN, Erster Stadtrat Walter Wiedemann und Stadtverordnetenvorsteher Ewald Stumpf. Ein frischer Herbstwind wehte über den Bahnhofsvorplatz und es nieselte, ein wenig ungemütlich war es wie bei der Einweihung der neu gestalteten städtischen Flächen im Bahnhofsumfeld nach der Umbauphase des ersten Bauabschnitts am 9. Januar. „Ein Kreuzungsbahnhof ist etwas ganz Besonderes“, sagte Schader, mit vielen Akteuren, die an einem Strang ziehen, die Stadtverordneten, der Magistrat, der Kreis Bergstraße mit ganz entscheidender Rolle bei der Finanzierung, die Vertreter der Bahn, der VRN, Hessen mobil und weitere wie NH Projektstadt mit Christian Schwarzer und Stadtverwaltung, „ein weiterer großer Meilenstein in der Gestaltung des Turm- und Kreuzungsbahnhofs Bürstadt ist geschafft“. Bürgermeisterin Schader ließ die Umgestaltung von Bahnhof und Bahnhofsumfeld Revue passieren, beginnend mit dem Jahr 2009, als das Integrierte Handlungskonzept für das gesamte Bahnhofsumfeld mit der Lokalen Partnerschaft erarbeitet wurde. Schader sprach von vielen gemeinsamen Hürden, die genommen werden mussten, viele Gespräche habe es gebraucht. Einen Bahnübergang wie in Lorsch habe sie der Bahn abverlangt, das werde nicht gehen, sei gesagt worden. Nun sei es nach reibungslosem Bauablauf ein gelungenes Projekt, ursprünglich mit 750.000 Euro beziffert und mit einer Förderquote von 80 Prozent. Ob Rolf Burckhart, bei der DB Station & Service AG auch zuständig für die Aufzüge in Bürstadt, Schaders Wunsch nach baldiger Inbetriebnahme der Fahrstühle entsprechen kann, ist fraglich. „Es geht los – endlich“, teilte Burckhart mit, doch die Maschinentechnik habe einen hohen Abnahmebedarf. Gebaut werde „ziemlich nah an der Treppe in den Damm hinein“. Von einer „langen Geschichte“ berichtete er. Bei der ersten Ausschreibung habe sich nur ein Anbieter gemeldet, wegen der Baukonjunktur seien die Kosten zu hoch gewesen, auch bei der zweiten Ausschreibung sei der Preis mit 2,2 Millionen Euro für zwei Aufzüge weiterhin hoch geblieben. Projektleiter Gerrit Gras von der DB Netz AG, zuständig für den Bau des Bahnübergangs, gab seinem Erstaunen Ausdruck, dass die Bürgermeisterin es geschafft habe, bei der Bahn einen komplett neuen höhengleichen Bahnübergang zu erreichen, der zwei Ortsteile verbindet: „So etwas habe ich noch nicht erlebt“. Viele Schnittstellen seien beteiligt gewesen, mit viel Abklärungsbedarf. Landrat Engelhardt betonte, dass dem Landkreis der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) auch mit Blick auf Klimawandel, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit wichtig sei, zudem sei er stellvertretender VRN-Vorsitzender. Lobende Engelhardt gratulierte zum besonderen Bürstädter Konzept mobil zu sein: „Da können Sie stolz sein“. Michael Batze vom VRN schloss sich in seiner Ansprache dem Landrat an, dankte allen Partnern und stellte zusammenfassend fest: „Zu 100 Prozent barrierefrei wird der Bahnverkehr mit den Aufzügen und wir habe einen attraktiven Busverkehr mit enger Taktung – das ist ein gutes Beispiel für alle“. Hannelore Nowacki



     

    Die Bahnsteige „oben“ in Richtung Mannheim und Frankfurt sind bereits erhöht, vollkommen barrierefrei wird die Bahnstation oben erst mit dem Einbau von zwei Aufzügen. Baubeginn am 7. Oktober, Fertigstellung im März, Inbetriebnahme voraussichtlich im September 2020 wegen umfangreicher Prüfungen und Abnahmen. Foto: Hannelore Nowacki

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