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  • So., 27. August 2017, 20:04 Uhr
    Qualifizierung zum Palliativ- und Hospizbegleiter der Hospiz-Initiative im Ried e.V. und zum Kinderhospiz- und Familienbegleiter

    (Mit)fühlen statt funktionieren

    RIED – Erstmals führt die Hospiz- Initiative im Ried e.V. einen Kurs mit der Bezeichnung „Qualifikation zum Palliativ- und Hospizbegleiter/in” durch. Dies hat den Hintergrund, dass sich die Aufgaben der Hospiz- Initiative im Ried e.V. im Laufe der Zeit verändert haben.
    Der medizinische Fortschritt verlängert zwar das Leben, doch häufig auch jene Phase vor dem Tod, die von Krankheit und Leiden beherrscht wird. In dieser Zeit brauchen alle Beteiligten eine einfühlsame Betreuung und Begleitung.
    Daher ist auch eine Begleitung durch die Hospiz-Initiative schon früher als erst im Sterbeprozess angesetzt. „Wir begleiten bereits während der schweren Krankheit. Und zwar ab dem Zeitpunkt, wo das Leben in seiner bisherigen Form auf Grund der krankheitsbegleitenden Symptome und den damit verbundenen Ängsten und Einschränkungen nicht mehr möglich ist”, so die Hospiz-Initiative.
    „Schwerste Krankheit und Sterben hat in einer Welt unbegrenzt wachsenden Erfolgs keinen Platz. Wir haben verlernt damit umzugehen und fühlen uns hilflos, Angehörige haben oft Angst bei Ihrem schwerkranken Patient etwas falsch zu machen, etwas zu übersehen. Und so verbringen viele Menschen die letzten Stunden auf der Intensivstation mit Schläuchen und Kabeln und nicht im Kreis Ihrer Familie. Ziel unserer ambulanten Palliativ- und Hospizbegleitung ist es, die Lebensqualität von schwerkranken Menschen und Ihren Angehörigen zu verbessern. Die Begleitung, Entlastung und Unterstützung des Kranken und der Angehörigen stehen im Zentrum unserer Arbeit. Der Besuch der Koordinatorin zu Beratung und Feststellen der benötigten Hilfen und eventuellen Netzwerkpartner sowie der Einsatz der ehrenamtlichen Palliativ- und Hospizbegleiter von den Betroffenen als sehr entlastend empfunden.”
    Um für alle Menschen Sorge zu tragen, die von schwerster, lebensverkürzter Erkrankung betroffen sind, hat sich die Hospiz-Initiative dazu entschlossen, ihren Wirkungsbereich zu erweitern um künftig nicht nur Betroffenen von Erwachsenen Hilfe, Beratung und Entlastung anzubieten, sondern auch Familien mit lebensverkürzt erkrankten Kindern und Jugendlichen, sowie Familien mit einem schwerkranken Elternteil, die im Einzugsgebiet der Hospiz-Initiative leben.
    „Unsere zukünftigen Kinderhospiz- und Familienbegleiter kümmern sich dann beispielsweise um das kranke Kind, spielt, hilft beim Lernen und vieles mehr. Oder die Begleiter kümmern sich um die gesunden Geschwisterkinder und begleitet sie bei Freizeitaktivitäten oder was sonst an Bedarf besteht. Auch den Eltern können, durch die Beaufsichtigung des kranken Kindes, Freiräume ermöglicht werden. Aber auch die Begleitung von Kindern mit einem schwerstkranken oder sterbenden Elternteil ist ein Tätigkeitspunkt”, so die Hospiz-Initiative weiter.
    An verschiedenen Tagen finden im gesamten Tätigkeitsbereich der Hospiz-Initiative Infoabende zur Qualifizierung zum Hospizbegleiter und zum Kinderhospiz- und Familienbegleiter statt. Die Tätigkeitsfelder und die Ausbildungen werden an diesem Abend ausführlich erklärt. Menschen in der schwersten Zeit ihres Lebens beizustehen gehört zu einem der wertvollsten bürgerschaftlichen Engagements und ist in einer sozialen Gesellschaft unverzichtbar. In der Ausbildung zum Palliativ- und Hospizbegleiter wie auch zum Kinderhospiz- und Familienbegleiter ist eine äußerst sinngebende Maßnahme in der Erwachsenenbildung. Sie lehrt verschiedene Sichtweisen zu beachten und setzt auf einen wertschätzenden und achtsamen Umgang. (Mit)fühlen statt funktionieren und die Auseinandersetzung mit der eigenen Spiritualität und die Zuhilfenahme stärkender und kreativer Rituale sind ein Schwerpunkt der Ausbildung.
    Termine sind am Dienstag, 12. September, um 19 Uhr in den Räumen der Hospiz- Initiative im Ried e.V., Schubertstraße 31, 689642 Bürstadt, am Mittwoch, 13. September, um 19 Uhr im Alten- und Pflegeheim Best Care, Am großen Weichweg 8-10, 68647 Biblis, am Montag, 25. September, um 19 Uhr in der Evangelsichen Kirchengemeinde Groß- Rohrheim, Speyerstraße 5, 68649 Groß- Rohrheim, am Mittwoch, 27. September, um 19 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Hospitalstraße 1 in 68623 Lampertheim und am Mittwoch, 4. Oktober, um 19 Uhr im Haus Billau, Bahnhofstraße 12, 68623 Lampertheim-Hofheim.
    Infomaterial kann vorab angefordert werden, Infos gibt es auch bei Gaby Weiß-Szpera, Koordinatorin und Trauerbegleiterin der Hospiz- Initiative im Ried, unter 0177-19 55 834. zg
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