Mi., 19.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 28. November 2016, 23:11 Uhr
    CDU Bürstadt ehrte langjährige Parteimitglieder

    Mitwirken bei der politischen Willensbildung

    Die geehrten CDU-Mitglieder (von links): Ewald Stumpf (40 Jahre), Aquilin Stumpf (60 Jahre), Alfons Haag (50 Jahre), Volker Utz (41 Jahre), Franz Litters (40 Jahre), Roswitha Pumm (35 Jahre) und Freddy Kruschenski (35 Jahre) mit dem Stadtverbandsvorsitzenden Alexander Bauer (hinten) und Stellvertreterin Christine Eberle (rechts). Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Im hell erleuchteten Festsaal des Historischen Rathauses fand am Sonntagvormittag die Ehrung langjähriger Parteimitglieder statt – traditionell stets am ersten Advent. Musikalisch setzte das Bläserquintett unter der Leitung von Wolfgang Rothenheber feierliche und schwungvolle Akzente. Zum Abschluss begleitete das Quintett das gemeinsame Singen der Nationalhymne. Unter den etwa vierzig eingeladenen Parteimitgliedern und Gästen waren die zu ehrenden Parteimitglieder mit ihren Angehörigen. Aus gesundheitlichen Gründen konnten jedoch nur sieben von insgesamt neun zu Ehrenden die Auszeichnung persönlich entgegennehmen. In seiner Ansprache stellte Landtagsabgeordneter und CDU-Stadtverbandsvorsitzender Alexander Bauer gleich zu Beginn fest: „In einer Partei zu sein, ist keine Schande“. Vielmehr werde im Artikel 21 des Grundgesetzes bestimmt: „Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit“. Mithin eine unverzichtbare, besondere Funktion für die freiheitlich demokratische Grundordnung. Einige der zu ehrenden langjährigen  Parteimitglieder hätten ein politisches Mandat gehabt, mancher sei einfach nur dabei, andere hätten die Parteiarbeit auf vielfältige Weise unterstützt. In seinem politischen Exkurs beschrieb Bauer die Arbeit der Kommunalpolitiker, die als Gewählte auf Zeit mit ungezählten Fragen konfrontiert seien, weniger häufig aber Lob und Anerkennung für das Gelungene erhielten. In der Stadtverordnetenversammlung, dem höchsten kommunalen Organ in Hessen, „machen Bürger für  Bürger Politik“. Demokratie sei nicht bequem, sogar anstrengend, aber beinhalte als Vorteil die Chance der Selbstkorrektur. Christine Eberle, stellvertretende Vorsitzende der CDU Bürstadt, blickte im Rahmen der anstehenden Ehrungen auf Jahrzehnte zurück, auf die Zeiten, in denen sich diese Parteimitglieder der CDU anschlossen. Den zu ehrenden Parteimitgliedern überreichte sie Urkunde und Präsent, alle zehn Jahre ab dem 40. Mitgliedsjahr gehört die Ehrennadel dazu. Unterzeichnet wurde die Urkunde vom CDU-Kreisvorsitzenden Dr. Michael Meister, vom Landesvorsitzenden Volker Bouffier und von der Bundesvorsitzenden Angela Merkel. Früher war keineswegs alles besser, auch das kam bei diesem Rückblick in Erinnerung. Bürgermeisterin Barbara Schader erinnerte in ihrem Grußwort auch an jene Parteimitglieder, „die diesen Tag nicht mehr erleben durften“. Den Jubilaren sagte sie: „Ohne Sie wäre der Aufbruch unserer Stadt nicht möglich gewesen“. Im Namen aller Jubilare dankte Altbürgermeister Haag für die Ehrungen.  Hannelore Nowacki

    Die gemeinsam gesungene Nationalhymne wurde vom Bläserquintett begleitet. Foto: Hannelore Nowacki


    Information

    Würdigung der geehrten Parteimitglieder

    Als Roswitha Pumm und Freddy Kruschenski vor 35 Jahren in die CDU eintraten, erzielten die Grünen auf Kosten von CDU und SPD Stimmengewinne bei der Kommunalwahl und es hatte zwei Bombenexplosionen gegeben, in der Nähe des Bundesverfassungsgerichts und beim Hauptquartier der US-Luftstreitkräfte. 1981 kamen in Bonn 300.000 Menschen zur Friedensdemonstration. Deutschland war noch nicht wiedervereint. Dieses und mehr berichtete Christine Eberle aus der Vergangenheit. Neben ihren zahlreichen kulturellen und kirchlichen  Aktivitäten habe Roswitha Pumm gemeinsam mit ihrem Mann Kontakt zu den drei Partnerstädten gehalten, war zwölf Jahre Schöffin bei Gericht und ist jetzt auch als Leseoma im Kindergarten tätig. Freddy Kruschenski setze sich bis heute für die Ziele der CDU ein, wiewohl er als selbständiger Unternehmer keine Gelegenheit hatte, ein Mandat auszuüben. 40 Jahre ist Karl Pielken in der CDU aktiv, als Mitarbeiter der Stadtverwaltung konnte er aber kein Mandat annehmen. Sein Sohn Norbert nahm die Ehrung in Vertretung entgegen. Auch Franz Litters sei nie aktiver Kommunalpolitiker gewesen, stand jedoch als Kandidat zur Verfügung und sei immer da gewesen, wenn er gebraucht wurde. Der heutige Stadtverordnetenvorsteher und CDU-Ehrenvorsitzende Ewald Stumpf hingegen blickt auf Jahrzehnte aktiver Kommunalpolitik zurück, eine Reihe von Ämtern hat er in dieser Zeit bekleidet. Bekanntermaßen sei er sehr erfolgreich in der Mitgliederwerbung für die CDU. 1995 erhielt er den Landesehrenbrief, 2001 wurde ihm der Titel Ratsherr und 2012 das Bundesverdienstkreuz verliehen.  Volker Utz, bereits seit 41 Jahren CDU-Mitglied, habe sich im Ortsbeirat Bobstadt engagiert und sei bis 1997 vier Jahre stellvertretender Vorsitzender gewesen. Für seinen Einsatz als Sprecher im Dorferneuerungsprogramm dankte Eberle ihm und wünschte Utz „viel Schaffenskraft für die weiteren Aktivitäten“.  Vor 50 Jahren wurde Alfons Haag CDU-Mitglied. In Heddesheim war er bis 1970 JU-Vorsitzender, nach seinem Umzug nach Bürstadt folgten mehrere Parteiämter, das Mandat als Stadtverordneter von 1981 bis 1989, war drei Monate lang Magistratsmitglied und dann bis Juni 2013 Bürgermeister. Im Frühjahr 2016 stellte er sein Amt als CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag zur Verfügung. Im Männerkreis St. Peter ist Haag ehrenamtlich aktiv. Vor 60 Jahren waren Bobstadt und Riedrode noch selbständig und Bürstadt hatte etwa 10.400 Einwohner. Die CDU befand sich in der Opposition, eine schwierige Zeit vor den Wahlen 1956, wie Christine Eberle betonte. Aquilin Stumpf trat mit 23 Jahren in die CDU Bobstadt ein, habe nie ein Mandat ausgeübt, sich aber bei mehreren Kommunalwahlen auf der Liste für den Ortsbeirat aufstellen lassen. Hermann Keinz, erster Preisträger des Bürstädter Kulturpreises und ein Jahr nach seinem Eintritt 1961 als Nachrücker in die Gemeindevertretung gekommen, habe sich von 1969 bis 1983 als zweiter Parteivorsitzender gewinnen lassen. Lange sei er Erster Vorsitzender und Sitzungspräsident des SKK 50 gewesen. Weitere Ehrungen waren der Landesehrenbrief und die Verleihung des Silberreliefs. Ehefrau Doris Keinz nahm die Parteiehrung am Sonntag  in Vertretung  entgegen. Hannelore Nowacki

     

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Bürstadt und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 2