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  • Di., 02. Juni 2015, 14:35 Uhr
    Bürgerstiftung übergibt acht Fahrräder für Flüchtlinge an Bürstädter Netzwerk Asyl

    Mobilität ist für Integration von großer Bedeutung

    Sorgen nicht nur für die Mobilität der Flüchtlinge in Bürstadt: Renate Babitsch und Michael Held vom Bürstädter Netzwerk Asyl freuen sich über die von der Bürgerstiftung überreichten Fahrräder. Deren 2. Vorsitzender Hans-Jürgen Brems und der 1. Vorsitzende Peter Tschirch (v.l.) brachten diese persönlich vorbei. Foto: Benjamin Kloos


    BÜRSTADT - Mobilität spielt in der heutigen Zeit eine immer größere Rolle - dies gilt insbesondere dann, wenn man in einem neuen Umfeld wohnt, das man erst erkunden muss. So wie die Flüchtlinge, die in Europa, Deutschland, Hessen und hier im Ried Zuflucht vor Krieg und Verfolgung suchen.

    Für das Bürstädter Netzwerk Asyl ist es daher ein Anliegen, möglichst alle Flüchtlinge mit einem Fahrrad zu versorgen. Umso größer war die Freude bei Michael Held, Gemeindereferent in der Pfarrgruppe Bürstadt und ehrenamtlich für das Netzwerk aktiv, als sich die Bürgerstiftung Bürstadt mit froher Kunde bei ihm meldete: Acht gebrauchte Fahrräder für die Flüchtlinge stellt diese zur Verfügung, zur Hälfte bei der Fundsachenversteigerung erworben und zur Hälfte von Bürgern gespendet. Hans-Jürgen Brems, stellvertretender Vorsitzender der Bürgerstiftung, hat die Räder fahr- und verkehrstüchtig gemacht und bietet den Flüchtlingen Hilfe zur Selbsthilfe, indem er diesen zeigt, wie sie ihre Räder selbst reparieren und flicken können.

    „Vielen Dank an die Bürgerstiftung für diese Unterstützung", betonte Michael Held. „Wir hätten gerne noch mehr Fahrräder ersteigert, aber wir wollten nicht in Bieterkämpfe einsteigen. Daher freuen wir uns, wenn wir von Seiten der Bevölkerung für die zu erwartenden Flüchtlinge weitere Fahrräder zur Verfügung gestellt bekommen würden", ergänzte der Vorsitzende der Bürgerstiftung, Peter Tschirch. Denn mittlerweile sind zumindest die männlichen Flüchtlinge alle versorgt, aber aufgrund der zu erwartenden Zuweisungen - alleine in dieser Woche werden sechs neue Flüchtlinge erwartet - herrscht nach wie vor Bedarf.

    Erstmals wurden bei der jetzigen Aktion bewusst auch Damenfahrräder gesucht, denn drei Frauen aus Bobstadt haben gesehen, wie mobil die Männer sind und möchten jetzt auch gerne das Fahrrad als Fortbewegungsgerät entdecken. Dank des Engagements von Annette Koch ist es möglich, den betroffenen Frauen zunächst einmal das Radfahren an sich beizubringen, und auch die Verkehrsregeln sollen dabei nicht zu kurz kommen. Dies erfreut besonders Renate Babitsch, die den Deutschkurs für die Flüchtlingsfrauen in Bobstadt leitet. „Damenräder sind gerade für Familien ideal, da man hier Kindersitze besser befestigen kann als bei einem Herrenrad."

    Wer das Bürstädter Netzwerk Asyl unterstützen möchte - nicht nur mit Fahrrädern -, kann sich gerne an die Bürgerstiftung oder direkt an das Netzwerk wenden:

    Koordiniert werden die Aktivitäten des Bürstädter Netzwerks Asyl über Rosi Hartmann im Pfarrgruppenbüro St. Michael telefonisch unter 06206/6187 und von Gemeindereferent Michael Held unter gemeindereferenten.held@pfarrgruppe-buerstadt.de oder telefonisch unter 06206/707344.  Benjamin Kloos

     

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