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  • Do., 15. September 2016, 22:22 Uhr
    Lampertheimer CDU-Fraktion bezieht zum Bebauungsplan „Gleisdreieck“ Stellung

    Modern und freundlich, aber dennoch verbesserungswürdig

    LAMPERTHEIM – Das Gleisdreieck steht schon seit längerer Zeit im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Seit knapp zwei Monaten liegt nun ein Entwurf der Stadtverwaltung hinsichtlich der künftigen Gestaltung des nächsten großen Lampertheimer Neubaugebietes vor. Über die Sommerpause hat die CDU daher eine Arbeitsgruppe gebildet, um Gestaltungs- und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten. Die Ergebnisse wurden am 13. September im Stadtentwicklungs-, Energie- und Bauausschuss den anderen Fraktionen, der Verwaltung und der Öffentlichkeit präsentiert.

    „Wir möchten betonen, dass wir die moderne und freundliche Planung der Verwaltung mit viel Grün, Spielplätzen und Treffpunkten für Jung und Alt ausdrücklich begrüßen. Die Planungen beinhalten aktuellste Vorschriften, wie z. B. die Versickerung des Oberflächenwassers über Gräben, alternative Bauformen und Lärmschutz. Diese Aspekte sehen wir als wichtige Voraussetzung dafür, dass sich die zukünftigen Anwohner, junge Familien, Kinder und Senioren wohlfühlen und einen positiven Lebensraum vorfinden.

    Die vereinzelt geforderte verdichtete Bebauung mit dominierendem Geschosswohnungsbau lehnen wir ab. Eine solche Bauweise entspricht nicht den sozialen Anforderungen an ein fortschrittliches Wohnviertel. Engste Bebauung mit einer Vielzahl von Menschen, bei gleichzeitiger räumlicher Begrenzung des Wohngebietes durch Bahngleise und Umgehungsstraße, schafft nur einen sozialen Brennpunkt, aber keine Lebensqualität. Jahrelange Versäumnisse im sozialen Wohnungsbau können nicht alleine im „Gleisdreieck“ nachgeholt werden. Einen Anteil von fünf Prozent halten wir für geeignet der sozialen Gerechtigkeit Geltung zu verschaffen.

    Gerade aus der Besonderheit, dass das zukünftige Wohngebiet nur in Richtung Ringstraße offen ist, kommt dem Grünausgleich vor Ort für Mensch und Tier so große Bedeutung zu.

    In den nachfolgend genannten Punkten sehen wir dennoch Raum für Verbesserungen: Sehr augenscheinlich ist, dass nur zwei Zubringerstraßen (Höhe Wilhelm-Kettler-Straße/Brahmsstraße) in das Gleisdreieck führen sollen. Bei Planungen mit 400 Wohneinheiten und 1000 zukünftigen Bewohnern sind zwei Straßen eindeutig zu wenig und nicht zukunftssicher.

    Eine mögliche Lösung wäre, da die geplanten Flüchtlingshäuser nicht mehr benötigt werden, an dieser Stelle eine dritte Zubringerstraße in das Wohngebiet zuführen, welche in einen Kreisel Ringstraße/Andreasstraße mündet. Aus unserer Sicht ist eine solche Verbindung zwingend erforderlich und würde spätere und teurere Nachbesserungen für einen besseren Verkehrsfluss vermeiden helfen.

    Ein weiterer Pluspunkt bei der Realisierung eines Kreisverkehrs wäre, die anfangs geplante und richtige Sammlerverlegung ab Höhe Ringstraße 25b bis Anschluss Supermarkt doch zu verwirklichen. Durch diese Maßnahme würden sich weitere Vorteile ergeben. So könnte auch eine 90 Grad Drehung des Kindergartens realisiert werden. Dieser wäre dann mit den Schlafräumen der Kinder nicht mehr in südliche Richtung, sprich Sonnenseite ausgerichtet und das Grundstück könnte besser genutzt werden.

    Die Sammlerverlegung bietet jedoch noch viel mehr positive Aspekte. Dadurch könnten nämlich die geplanten Häuser auf der östlichen Seite der Ringstraße ab Hausnummer 25b in Richtung Andreasstraße direkt an die Straße anschließen und müssten nicht weit nach hinten versetzt werden. Dies würde eine wesentliche Erhöhung der Attraktivität der Grundstücke bedeuten, da eine wesentlich bessere Grundstücksnutzung möglich wäre (z. B. Parkplätze nicht vor dem Haus, Bau von Garagen im hinteren Teil usw.).

    Letztendlich könnten nach der Sammlerverlegung im Bereich der ehemaligen Flüchtlingsunterkünfte zusätzlich mehrere Häuser für den sozialen Wohnungsbau verwirklicht werden, da vom Grundriss nicht mehr auf den aktuell dort verlaufenden Kanal Rücksicht genommen werden müsste”, so die CDU Lampertheim in einer Presseerklärung. „Die CDU wird die Fortführung des Projektes weiter konstruktiv und offen begleiten sowie mit zusätzlichen Ideen (Fuß- und Radweg u. a.) unterstützen.” zg

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