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  • Mi., 08. Juli 2015, 21:29 Uhr
    CDU und FDP blicken auf Erreichtes zurück und stellen Pläne für nächste Jahre vor / Kritik an „zaghaften Zauderern"

    „Möchten gern weiterhin gemeinsam die Zukunft Bürstadts gestalten"

    Gelungenes Projekt im Herzen Bürstadts: CDU und FDP zeigen sich über die Neugestaltung des Marktplatzes begeistert. Archivfoto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT - Die Führungsriege der Koalition aus CDU und FDP hatte am Mittwoch zum Pressegespräch geladen - um laut eigener Aussage nochmals „objektiv auf wichtige Projekte hinzuweisen, bevor der Wahlkampf für die Kommunalwahl 2016 ansteht."

    FDP-Vorsitzender Achim Domby, FDP-Urgestein Burkhard Vetter, der CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Bauer sowie CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Möller spannten einen weiten Bogen über die wichtigsten Themenfelder in der Sonnenstadt.
    „Wir arbeiten erfolgreich gemeinsam statt gegeneinander - und eben diese ausgezeichnete Zusammenarbeit möchten wir gerne auch nach der Wahl 2016 fortsetzen, sofern und die Wähler dazu den politischen Auftrag geben. Denn wir sind nicht nur Politiker, sondern auch Bürger unserer Heimatstadt. Deshalb treffen wir alle Entscheidungen auch und gerade im Sinn unserer Familien, Bekannten und aller Bürger Bürstadts", betonte Achim Domby, den es sehr freut, dass die FDP in der Koalition „gleichberechtigter Partner" ist.
    „Bürstadt ist in Bewegung", ergänzte Alexander Bauer. „Um die vielfältigen Projekte umzusetzen, Bedarf es Energie. Und Energie ist in der Politik Geld. Deshalb haben wir den Haushalt mit den Stimmen unserer Koalition durchgesetzt, um die Weichen für die Zukunft stellen zu können." Ähnlich sah es Burkhard Vetter, der klarstellte, dass mehrere wichtige Konzepte wie die Marktplatzneugestaltung, die multifunktionale Sportanlage, die Dorferneuerung Bobstadts oder das ganzheitliche Verkehrskonzept umgesetzt wurden oder noch werden. „Viele dieser Projekte werden mit 2/3 durch das Land bezuschusst. Dies ist unsere Chance in Bürstadt, denn ohne diese Zuschüsse könnten wir kaum eines der genannten Projekte realisieren", schob Vetter mit Blick auf die Kritik aus den Reihen der Opposition an dieser Praktik nach. „Dank unserer Entscheidungen - gerade im Bereich der Marktplatzneugestaltung gegen heftige Kritik aus der SPD - ist Bürstadt in Bewegung."
    „Uns geht es darum, kein Stückwerk zu produzieren, sondern langfristige und nachhaltige Handlungskonzepte zu erarbeiten, die mehrere Jahre gültig sind", ergänzte Alexander Bauer. In diesem Zusammenhang ging Thomas Möller speziell auf den Bahnhof ein - hier gehe man das Problem aktiv an. „Wir wollen möglichst viele Akteure ins Boot holen, um das Bestmöglichste zu erreichen - sowohl für das Bahnhofsgebäude als auch das -umfeld. Wir haben den Mut, Dinge zu benennen, die in unserer Stadt geändert werden müssen. Es geht darum, Politik zu gestalten und nicht zu diskutieren", ließ sich Thomas Möller einen Seitenhieb auf SPD und Grüne mit gleichzeitiger Kritik an den „zaghaften Zauderern" nicht entgehen.

    „Im Waldschwimmbad benötigen wir mehr Schatten durch Baumspenden" wünschen sich CDU und FDP Unterstützung durch die heimische Wirtschaft. Archivfoto: Benjamin Kloos


    CDU und FDP betonten die Familienfreundlichkeit der gemeinsamen Politik - sei es bei der Schaffung von U3-Plätzen, der Kinderbetreuung an Schulen, dem Freizeitkickergelände, das „in dieser Form erhalten und weiter ausgebaut werden muss" oder der allahopp!-Anlage im Bürgerhauspark. „Dies ist ein Meilenstein für jung und alt im Herzen unserer Stadt, wer dies kritisiert hat das Prinzip der millionenschweren Unterstützung durch Dietmar Hopp nicht verstanden", stellte Alexander Bauer klar.
    Ein weiteres Hauptaugenmerk richte sich auf die Vereine: „Wir müssen Sorge dafür tragen, die Kultur der Vereine zu fördern. Bürstadt hat eine lebendige Feier- und Festkultur - wir haben dies unter dem Motto „Fordern und Fördern" durch den Umbau der Vereinsförderung gestärkt. Aktive Vereine, die sich für die Gemeinschaft einbringen, werden dafür finanziell belohnt", so Bauer weiter. „Ehrenamtsförderung muss groß geschrieben werden - gerade mit Blick auf das Jubiläum unserer Stadt 2017 ist es wichtig, die Vielfalt der Vereine in den Vordergrund zu rücken - der Kulturbeirat soll hier Ergänzung, aber keine Konkurrenz zu den Vereinen darstellen."
    Sowohl familienfreundlich als auch vereinsfördernd sei die Umsetzung des Sportparkes, ergänzte Burkard Vetter. „Der Pfeil- und Bogenclub kann bereits mit dem Umbau seines Geländes beginnen. Es ist wichtig, hier ein offenes Gelände zu haben, multifunktional für alle Vereine! Denn je mehr Vereine und Institutionen beteilig sind, um so mehr Fördergelder können wir für die Gestaltung bekommen."
    Als äußerst konstruktiv bezeichnete Thomas Möller in diesem Zusammenhang die Unterstützung durch den Jugendrat. „Die Mitglieder des Jugendrates sind sehr engagiert und schauen auch über den Tellerrand hinaus. Der Jugendrat ist für uns ein wichtiger Partner, dessen Vorschläge wir gerne annehmen und von dem wir lernen können. So hat der Jugendrat ein eigenes Konzept für das Jugendhaus entwickelt, das jetzt auf dem Gelände des Sportparks integriert wird."
    Im Bereich Verkehr sieht Achim Domby speziell in der Schaffung von Parkmöglichkeiten in der Innenstadt Herausforderungen auf Politik und Verwaltung zukommen. „Zudem müssen wir die infrastrukturellen Bedingungen schaffen, um weiteres Gewerbe und Industrie anzusiedeln. Hierzu laufen derzeit bereits Gespräche mit Hessen Mobil bezüglich des Gewerbegebiets in Bobstadt."
    „Bürstadt ist die Zuzugsstadt im Kreis Bergstraße, jeden Tag gehen Bewerbungen für Neubauplätze ein! Deshalb wünschen wir uns eine Bauleitplanung für Bobstadt und Riedrode, im Sonneneck wird die Bauplanung fortgesetzt", betonte Alexander Bauer.
    „Wir nehmen für uns nicht in Anspruch, in allen Politikfeldern alles zu wissen. Daher informieren wir uns regelmäßig bei Menschen, die in den entsprechenden Themenbereichen verankert sind - beispielsweise beim Thema Flüchtlinge", stellte Thomas Möller klar. „Gerade in dieser humanitären Frage darf es kein Parteiengezänk geben", warnte Alexander Bauer abschließend und lobte die Politik der privaten Unterbringung der Flüchtlinge in Bürstadt. Benjamin Kloos

     

     

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