Fr., 02. Dezember 2016, 10:47 Uhr
Verschiebung in das kommende Jahr aufgrund der aktuellen Wetterlage wohl unvermeidlich
Munitionssuche am Altrhein vorzeitig beendet
LAMPERTHEIM – Die am 28. November durch die Firma Bitek begonnenen Kampfmitteluntersuchungen am Lampertheimer Altrhein müssen aufgrund der aktuellen Witterungsbedingungen vorzeitig abgebrochen werden.
Ab dem 28. November wurde die Munitionssuche am Lampertheimer Altrhein von der Bremer Firma BITEK Bergungsdienst GmbH begonnen. Die Anreise sowie der Aufbau und die Kalibrierung der Messeinrichtungen waren für den Wochenanfang geplant. Leider mussten am Donnerstag die eigentlich für circa zwei Wochen angesetzten Untersuchungen aufgrund des niedrigen Wasserstandes, der Frosttemperaturen und der beginnenden Eisbildung auf der Wasseroberfläche des Altrheins abgebrochen werden. Allein die Eisbildung auf dem Gewässer hätte zu Schäden an den Messgeräten des Untersuchungsbootes führen können. Aber auch der Wasserstand, der insbesondere an den Uferbereichen erneut zum Trockenfallen größerer Flächen führte, verhinderte den Fortgang der Maßnahme.
Die mit der Suche beauftragte Firma konnte bisher circa zehn Hektar der zu untersuchenden Gesamtfläche analysieren. Das Messboot wurde dabei auf einer Strecke von insgesamt 2,2 Kilometern eingesetzt (Biedensand-Brücke bis „Fretter Loch“). Die Verifizierung der verbleibenden circa fünf Hektar ist daher noch offen. Aus Sicht des Fachdienstes Umwelt ist es momentan nicht absehbar, wann die Arbeiten wieder aufgenommen werden können. Eine Verschiebung in das kommende Jahr ist aufgrund der aktuellen, aber auch mittelfristig zu erwartenden, Wetterlage wohl unvermeidlich.
Die Firma BITEK wird nunmehr die bisherigen Ergebnisse sichten, auswerten und mit der Stadtverwaltung entsprechende Schlüsse ziehen sowie die weitere Vorgehensweise
abstimmen.
Vor etwa einer Woche wurde in gemeinsamer Abstimmung zwischen der Stadtverwaltung und der Fachfirma beschlossen, die vorwinterliche Zeit für die Untersuchung der zugänglichen Wasserflächen zu nutzen. Im Auftrag von Bürgermeister Gottfried Störmer wurde zunächst der eigens eingerichtete Projektbeirat über die anstehende Untersuchung informiert.
Da bekanntlich ein allgemein großes Interesse bei den betroffenen Lampertheimer Institutionen und der Kommunalpolitik vorherrscht, sollten alle Beteiligten bei einem Vor- Ort-Termin mit entsprechenden Erläuterungen zur Maßnahme auf einen gleichen Kenntnisstand gebracht werden. Dies sollte zur Bündelung und Konzentration des Informationsflusses sowie einem transparenten Verfahren beitragen. Ein gemeinsamer Vor-Ort-Termin mit den Mitgliedern des Projektbeirats Entschlammung Lampertheimer Altrhein, den in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen, dem Sprecher der Firma BITEK und Mitgliedern der Stadtverwaltung war für den 2. Dezember 2016 vorgesehen, musste aber entsprechend auch abgesagt werden. Bürgermeister Störmer teilte dies bereits in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwochabend mündlich mit. zg