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  • Mo., 29. April 2019, 14:46 Uhr
    Volles Haus beim Kochkäs-Essen 2019 des MGV 1840

    Musik hören und schmecken

    Kochkäs-Essen mit Musik beim MGV 1840 lockte rund 200 Gäste in die Notkirche. Auf der Bühne hier der Männerchor. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Im großen Saal der Notkirche war am Samstagabend fröhliches Stimmengewirr zu hören – die Gäste beim Kochkäs-Essen hatten sich eine Menge zu erzählen, an den voll besetzten Tischen und in den Warteschlangen am Büffet. Die Auswahl bot für jeden Geschmack etwas - alles Odenwälder Spezialitäten wie „Handkäs mit Musik“, Kochkäse zu Schinkenbroten und Schnitzel, dazu ein guter Äppelwoi im stilechten Geribbde, dem besonderen Glas, oder im großen Bembel auf dem Tisch. Dieses Kochkäs-Essen geht auf die Geburtstagsparty für den Frauenchor 1996 zurück, der sein 15-jähriges Bestehen feierte, und für den Chor Joyful der damals fünf Jahre bestand - immer am Samstag nach Ostern. Der Erfolg hielt nun zum 24. Mal an. Bis in den späten Abend wurde gefeiert, zu vorgerückter Stunde wurde das Kuchenbüffet aufgebaut und Kaffee ausgeschenkt. Alle Chöre des MGV unter der Leitung von Elisabeth Seidl unterhielten die Gäste mit Liedern, die stimmungsgemäß mit dem Anlass harmonierten. Der Männerchor sandte seinen musikalischen „Frühlingsgruß“ in den Saal und ließ nicht nur „Zwei Herzen im Dreivierteltakt“ dahinschmelzen. Ein „Schön Blümelein“ besang der Frauenchor, gefolgt von der Erfahrung „In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine“. Der gemischte Chor bewies im Lied „Fröhlichkeit und leichtes Leben“ die Vorteile eines solchen Lebens und wünschte einen „Guten Tag und eine schöne Zeit“. In einheitlich frühlingsgrünen Shirts trat der Chor Joyful schwungvoll mit dem „Riversong“ und „Auf uns“ auf. Vereinsvorsitzender Holger Schneibel freute sich, Spargelkönigin Christin I., Bürgermeister Gottfried Störmer mit Frau und den Vorsitzenden der Kulturkommission der Stadt Lampertheim Gottlieb Ohl mit Frau begrüßen zu können. Abordnungen waren vom TV Lampertheim, vom Verein Sängerbund/Sängerrose 1893/1898 und vom Sängerbund Hüttenfeld gekommen. Nächstes Jahr werde der MGV 1840 sein 180-jähriges Bestehen feiern, ließ Schneibel die Gäste wissen. Bis zur Idee des Kochkäs-Essens habe es 155 Jahre gebraucht. „Aber es ist nie zu spät für eine gute Idee“. An den Vorbereitungen des Kochkäs-Essens und an der Durchführung mit Verkauf und Abräumen hätten sich vierzig Mitglieder beteiligt. Schon früh sei mit dem Herrichten der Teller begonnen worden. Morgens wurde aufgebaut, am Sonntag früh werde abgebaut. Fünfzehn Frauen hatten sich dem Kuchenbacken gewidmet. Der Erlös werde in die Vereinskasse kommen, teilte Schneibel mit. Man solle sich auf keinen Fall die „Bembel-Sänger“ entgehen lassen, riet Schneibel den Gästen. Bekannt für ihren Humor, hatten die „Bembel-Sänger“ zum gesanglich-musikalischen Abschluss mehrere Lieder eingeplant, die großes Vergnügen verhießen: „Bembel-Sänger, das sind wir“ („Fahrende Musikanten), „Über den Wolken“, die selbst getextete mundartliche „Singstunnd“ nach der Melodie von „Living next door to Alice“, „Marzipan“ und „Kochkäs“, zuletzt „Gute Nacht, Freunde“. Eine gute Nachricht verkündete Schneibel für alle, die an den Petunien interessiert waren: „Die Tischblumen zum Mitnehmen kosten nur einen Euro für die Vereinskasse“. Hannelore Nowacki

     

     

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