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Mo., 12. Oktober 2015, 12:59 Uhr
Jahreskonzert des Katholischen Kirchenmusikvereins zog 450 Besucher an / „Best of Musicals“ mit viel Applaus belohnt
Musikalische Geschichten, die Weltruhm erreichten
Der Musicalboom setzte sich beim Jahreskonzert des Katholischen Kirchenmusikvereins fort – die Auswahl der „Best of Musicals“ begeisterte das Publikum. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Grandios war der Anfang mit „Jesus Christ Superstar“, bezaubernd die Geschichte vom „König der Löwen“ am Konzertende. Dazwischen lag die bunte Welt zehn bekannter Musicals mit ihrem Reichtum an Emotionen, so ausdrucksstark gespielt, dass Bilder im Kopf entstehen, auch wenn die Szenen nicht gegenwärtig sind. Auszüge und Titelmelodien, Highlights und Medleys füllten zwei volle Konzertstunden. Nach rhythmisch forderndem Applaus kamen die rund 450 Konzertbesucher auch noch in den Genuss des Titelstücks aus dem Musical „Ich war noch niemals in New York“, eine musikalische Erinnerung an den verstorbenen Udo Jürgens. „Going Distance“ aus „Rocky folgte als weitere Zugabe. Das Orchester des Katholischen Kirchenmusikvereins Lampertheim (KKM) hatte beim Jahreskonzert am Samstagabend in der Hans-Pfeiffer-Halle eine Auswahl getroffen, die das Publikum mitriss und gemessen am Applaus, sehr begeisterte. Da Kenner in der Region schon wissen, dass die Katholische Kirchenmusik unter der Leitung von Helmut Baumer für hervorragende Unterhaltung und musikalische Leistung steht, war es eigentlich kein Wunder, dass so viele Konzertbesucher in die Hans-Pfeiffer-Halle gekommen waren. Gewidmet war das Konzert Thomas Engelhardt, dem viel zu früh und plötzlich vor einem Jahr verstorbenen Vereinsmitglied, der diese Musicals liebte. Vereinsvorsitzende Birgit Steube begrüßte mehrere Ehrengäste im Publikum wie Pfarrer Peter Kern aus Bürstadt, der St. Michael für das Probenwochenende zur Verfügung gestellt hatte, und Pfarrer Claus-Peter Stockh, Pfarrvikar der Pfarrei Mariä Verkündigung. Herzliche Genesungswünsche sprach sie für den erkrankten Pfarrer Erhard Schmitt und Geistlichem Rat Pfarrer Peter Hammerich aus. Neu im KKM-Orchester sind Constanze Nickel in der Percussiongruppe und Trompeterin Christine Wagner. Aus dem 18-köpfigen Jugendorchester hatten Julia Metzner an der Querflöte und Anja Rohde am Altsaxofon den Sprung ins große Orchester geschafft. Als geradezu sensationell darf daher die Leistung der erst dreizehnjährigen Anja Rohde gelten, die in „Die Schöne und das Biest“ mit ihrem Solospiel beeindruckte.
Das KKM-Orchester unter der Leitung von Helmut Baumer kann auf starken Nachwuchs zählen. Die erst dreizehnjährige Altsaxofonistin Anja Rohde spielte bei ihrem ersten Auftritt im großen Orchester einen eindrucksvollen Solopart. Foto: Hannelore Nowacki
Außerdem hatte sie zusammen mit Vater Udo Rohde die Dekoration geschaffen und beim Malen der Bilder, passend für jedes Musical, auch gestalterisches Talent bewiesen. Das Lied „Ich gehör nur mir“ aus dem erfolgreichsten deutschsprachigen Musical „Elisabeth“, das vom Leben der schönen österreichischen Kaiserin handelt, sang auf ergreifende Weise Natascha Moser. Auch „Over the Rainbow“, eine der bekanntesten Melodien aus dem Musicalfilm „Der Zauberer von Oz“ sang die Sängerin vom Chor Ephata mitreißend berührend. Chorleiterin Maria Karb hatte diese Gesangparts mit ihr einstudiert, wie KKM-Vorsitzende Steube dem Publikum berichtete. Florian Weppelmann führte in bewährter Weise unterhaltsam und informativ durch den Abend. Das KKM-Orchester spielte Auszüge aus „Les Misérables“, aus „Starlight Express“, in dem die Darsteller auf Rollschuhen agieren, aus „Rocky“ und „Tanz der Vampire“ sowie das Stück „Frei und schwerelos“ aus dem Musical „Wicked“. KKM-Vorsitzende Steube dankte allen Beteiligten, dem Dirigenten Helmut Baumer und dem Orchester, das mit ihm viele Proben absolvierte, den zahlreichen Helfern, dem Fachbereich von Dirk Eichenauer, dem Bauhof und der Volkshochschule für ihre Unterstützung. Die Noten für das Musical „Les Misérables“ hatten Ramona und Markus Niebel gestiftet, eine Idee, die sich durchaus verbreiten könnte, wie Moderator Weppelmann anregte. Hannelore Nowacki