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  • Mi., 27. März 2024, 09:55 Uhr
    FRÜHJAHRSKONZERT: Begeisterte Zuhörer erleben mit dem evangelischen Posaunenchor im Bürgerhaus unvergessliche Momente

    Musikalische Reise von der Donau in den Wilden Westen


    Im ausverkauften Bürgerhaus in Hofheim führte der evangelische Posaunenchor die Zuhörer auf eine musikalische Reise von Wien über Hollywood in den wilden Westen. Foto: oh


    HOFHEIM – Die Musikauswahl des Dirigenten Dirk Hindel in dem über zwei Stunden dauernden Konzert bot für jeden Geschmack etwas. Die Reiseleitung war erstmals an Ramona Bersch übertragen, welche die einzelnen Stücke charmant anmoderierte. Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden, Wolfgang Herbert, begannen die 40 hochmotivierten Musiker mit dem „Festmarsch“ von Johann Strauss Sohn. Vor den zahlreichen Ehrengästen folgte dann die Aufführung der von Josef Strauss komponierten „Feuerfestpolka“, welche von Schlagzeuger Peter Vetter rhythmisch mit dem Hammer auf dem Amboss begleitet wurde. Beim darauf folgenden „Persischen Marsch“ wurde die Reisegesellschaft mit beschwingten Klängen in den Orient geführt. Michelle Malz verzauberte das Publikum dann eindrucksvoll als Solistin auf der Oboe mit dem Song „Morricones Melody“, benannt nach dem erfolgreichen italienischen Komponisten Ennio Morricone, worauf als letztes Lied vor der Pause noch einmal an die „Schöne blaue Donau“ zurück gereist wurde. Das als „heimliche Nationalhymne Österreichs“ bekannte Stück von Johann Strauss Vater war wegen der vielen Tonart- und Tempowechsel eine riesige Herausforderung an das Orchester und wurde mit Bravour vom Dirigenten Dirk Hindel und den perfekt eingestellten Musikerinnen und Musikern dem begeisterten Publikum vorgestellt.

    Gänsehaut und „Bravo-Rufe“

    Nach der Pause übernahm Vize- und Nachwuchsorchesterdirigent Pascal Wichert den Dirigentenstab und eröffnete die Fortführung der musikalischen Reise mit einer der sicherlich bekanntesten Einleitungen der Musikgeschichte „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss, während sich Hindel als Trompeter im Orchester einreihte. So mancher im Publikum dürfte wohl bei diesem Stück eine Gänsehaut bekommen haben, als die Kesselpauken mit Alexander Rothmund an den Schlägeln zu einem furiosen Einsatz kamen. Auch das folgende Musikstück noch einmal unter der Leitung von Pascal Wichert, ein Medley aus der Filmreihe „Fluch der Karibik“, mit den Solisten Leonie Trübe (Trompete) und Hannah Reuter (Alt-Saxophon) wurde vom Publikum mit „Bravo-Rufen“ honoriert. Komponist Hans Zimmer hat diese bekannte Filmmusik komponiert und wohl nicht wenige im Publikum hatten dabei den Film-Piraten „Jack Sparrow“ vor Augen.

    Begeisterter Applaus

    Ein weiterer unvergessener Moment der Filmgeschichte aus der Feder von Hans Zimmer war im Anschluss das Medley „Movie Milestones“, Meilensteine der Filmmusik, etwa aus den Filmen „Gladiator“ und „Crimson Tide- In tiefster Gefahr“ mit Solist Chris Kapust an der Trompete sowie „König der Löwen“ mit Solistin Melina Städtler an der Querflöte. Dann ging die Reise weiter direkt in den Wilden Westen zu „Winnetou und Old Shatterhand“.
Hier hieß es für das Publikum: Zurücklehnen, die Augen schließen und den harmonischen Klängen des Filmmusikklassikers lauschen. Als letzten musikalischen Leckerbissen legte der Chor das Medley von Morricone aus „Spiel mir das Lied vom Tod“ auf. Unter dem Titel „Moments for Morricone“ sorgte das dargebotene Musikstück bei den Zuschauern für begeisterten Applaus. Als Solist auf der Klarinette bestach hier wieder einmal Wolfgang Herbert.
    Den Schlussworten des 1. Vorsitzenden, Wolfgang Herbert, folgte dann die namentliche Vorstellung der einzelnen Chormitglieder durch den Dirigenten, Dirk Hindel, der gleichzeitig allen Unterstützern dankte, ohne die diese außergewöhnliche Veranstaltung nicht gelungen wäre. Tosendem Applaus und lauten Zugabe-Rufen des begeisterten Publikums kam der Posaunenchor mit dem „Radetzky-Marsch“ sowie noch einmal einem Ausschnitt aus „Movie Milestones“ gerne nach und verabschiedete sich nach mehr als zwei unterhaltsamen Stunden und andauerndem stehenden Applaus vom begeisterten Publikum. zg

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