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  • Fr., 07. Juli 2017, 09:25 Uhr
    Freiwilliger Polizeidienst für Groß-Rohrheim – Vereinbarung unterzeichnet

    „Nachbarn in Uniform“

    Mit Unterzeichnung der Vereinbarung über den Einsatz des Freiwilligen Polizeidienstes in Groß-Rohrheim werden die uniformierten Helfer als kompetente Ansprechpartner öfter an den bekannten Brennpunkten anzutreffen sein. Im Bild (von links): Bernhard Lammel, Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Südhessen, Staatssekretär Werner Koch und Bürgermeister Rainer Bersch. Foto: Hannelore Nowacki

    GROSS-ROHRHEIM – Ein großes Polizeiaufgebot mit Polizeipräsident Bernard Lammel an der Spitze und hohen Besuch aus dem Innenministerium in Wiesbaden empfing Bürgermeister Rainer Bersch am Donnerstagmittag im Sitzungssaal des Rathauses, an seiner Seite Peter Heß, Vorsitzender der Gemeindevertretung, und Erster Beigeordneten Georg Menger. Anlass war die Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen der Gemeinde Groß-Rohrheim und dem Ministerium zur Einführung des Freiwilligen Polizeidienstes. Staatssekretär Werner Koch sah die örtliche Sicherheitslage keineswegs gefährdet, auch Bürgermeister Bersch nannte nur ein paar Brennpunkte wie den Bahnhof, an denen der Freiwillige Polizeidienst Präsenz zeigen könnte, auch Müllablagerungen und sonstige Beobachtungen werden sie melden. Dennoch kamen die Gäste an diesem heißen Sommertag ins Schwitzen, den Gästen wurde mit etwa 32 Grad ordentlich eingeheizt. Das Gebäude sei über 300 Jahre alt und war früher eine Hofreite, erklärte der Bürgermeister den Gästen, der Anbau mit Sitzungssaal sei erst in den sechziger Jahren gebaut worden. Staatssekretär Koch war zum ersten Mal in Groß-Rohrheim, der ruhige Ort erinnere ihn an seinen Wohnort, ebenfalls von regem Vereinsleben geprägt. Dem Bürgermeister und den Entscheidungsträgern am Ort drückte Koch sein Dankeschön aus, dass die Vereinbarung unterzeichnet werden kann. Der Freiwillige Polizeidienst sei ein Erfolgsmodell, das in Hessen im Jahr 2000 eingeführt und auch wissenschaftlich untersucht worden sei. Damals sei es nicht unumstritten gewesen, räumte Koch ein, „aber wir haben es gewagt“. Der Freiwillige Polizeidienst sei ein wichtiges Element der hessischen Polizeiarbeit geworden, bekräftigte Koch. In 95 hessischen Kommunen beteiligen sich derzeit rund 400 aktive Polizeihelfer in Uniform an diesem Erfolgsmodell, erläuterte Koch. Eine Reihe von Befugnissen stehe ihnen zu wie Identitätsfeststellungen bis hin zu Platzverweisen. Als Bindeglied zwischen Bürger und Polizei, als „Nachbarn in Uniform“ seien sie kompetente Ansprechpartner. Für diese ehrenamtlichen Stellen werden allerdings keine Rambos und Draufgänger gesucht, machte Koch deutlich. Der Freiwillige Polizeidienst entlaste die Polizei, die in Hessen bis 2020 über tausend ausgebildete Polizisten anstellen werde. Im Rahmen der „Interkommunalen Zusammenarbeit“ mit den Städten Lampertheim, Bürstadt und Biblis, in denen der Freiwillige Polizeidienst bereits existiert, werden in Groß-Rohrheim vorhandene Helferinnen und Helfer aus Lampertheim eingesetzt. Einige dieser freiwilligen, ehrenamtlichen Polizisten waren bei der feierlichen Unterzeichnung anwesend. Polizeipräsident Lammel, der selbst einmal Ausbilder für die freiwilligen Helfer war, nahm die Vereinbarung „mit Freude zur Kenntnis“. Einen eigenen Freiwilligen Polizeidienst in einer Kommune aufzubauen, sei sehr aufwändig, erklärte er. Nach der Unterzeichnung waren die Gäste zu einem Imbiss eingeladen. Hannelore Nowacki

    Die Unterzeichnung der Vereinbarung zur Einführung des Freiwilligen Polizeidienstes in Groß-Rohrheim war ein freudiger Anlass für alle Seiten, wie die Redner betonten. Foto: Hannelore Nowacki

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